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Zum Problem der Eiszeiten

Nölke, Friedrich

Kurzfassung

In gewissen Gebieten des interstellaren Raumes lagern leuchtende Nebel und Dunkelwolken ungeheurer Erstreckung. Es besteht deshalb nicht nur die Möglichkeit, sondern sogar die Wahrscheinlichkeit, daß die Sonne auf ihrer translatorischen Bahn kosmische Nebel durchschreitet. Im Nebel erleidet die Sonnenstrahlung eine Absorption. Innerhalb des von der Sonne bis zur Erdbahn reichenden Gebietes würde die Absorption zwar unmerklich sein, wenn der Dichte der Nebelmaterie in diesem Gebiete der im Nebel selbst herrschende Dichtewert beizulegen wäre. Die Anziehung der Sonne bewirkt jedoch in ihrer Umgebung eine Verdichtung der Nebelmaterie. Es entsteht eine die Sonne einschheßende Nebelhülle, deren Dichte die ursprüngliche Nebeldichte ganz unverhältnismäßig übersteigt. In dieser Nebelhülle kann die Sonnenstrahlung eine merkliche Schwächung erfahren. Die Entstehung der diluvialen Eiszeit läßt sich auf das Verweilen des Sonnensystems in einem der kosmischen Nebel, die nach neueren astronomischen Forschungen in unmittelbarer Nachbarschaft der Sonne lagern, zurückführen.