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Erdfälle im Gebiet des Mittleren Buntsandsteins.

Sobotha, Ernst

Kurzfassung

Aus dem Gebiet des Mittleren Buntsandsteins Kurhesseiis und der benachbarten Landschaften sind von verschiedenen Verfassern Erdfälle beschrieben worden. v. LINSTOW (1929, S. 71) behandelte die Entstehung der Erdfälle bei Trendelburg, V. KOENEN (1888, S. 5) schilderte Erdfälle bei Rotenkirchen, SOBOTHA (1933, S. 44) gab ein Bild eines Erdfalles im oberhessischen Fuldagebiet. Als Ursache wurde auf die unterlagernden Zechsteinsalze hingewiesen. Fortdauernde Auslaugung ist an allen vorstehend genannten Stellen durch benachbarte Salzquellen bezeugt. Eigenartig ist aber, wie sich die Auslaugung bis zur Oberfläche auswirken und hier zur Entstehung eng begrenzter Erdfälle führen soll. Die Salze des Zechsteins sind nämlich erst in mehreren Hundert Meter Teufe zu erwarten. V. LINSTOW (1929, S. 72) denkt an besondere Störungen im Bereich der Erdfälle. v. KOENEN (1888) erwähnt neben den größeren Erdfällen, die er mit dem Zechsteinuntergrund in Verbindung bringt, reihenförmig auftretende kleine Erdfälle im Buntsandstein und führt ihr Auftreten auf eine klaffende Spalte zurück.