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Bericht über die Hauptversammlung der Deutschen Geologischen Gesellschaft in Berlin vom 29.-31. März 1941 Die Resultate pollenanalytischer Untersuchungen von Braunkohlen aus Holstein.

Thomson

Kurzfassung

Während der Interglazialzeiten des Diluviums und im Alluvium, das von derselben Größenordnung ist, fanden ausgesprochene Klimaänderungen statt. Diese bedingten Arealverschiebungen der durch die Eiszeiten auf eine geringe Anzahl von Arten reduzierten Waldbäume. Bei der Berücksichtigung nur weniger Pollentypen ist hier eine weitgehende stratigraphische Gliederung möglich. Ganz anders liegen die Dinge im Tertiär. In Zeitabschnitten, die das gesamte Quartär an Dauer um ein Mehrfaches übertrafen, haben keine nennenswerten Klimaänderungen stattgefunden. Noch im Pliozän war die Artenzahl in der Zusammensetzung der Wälder eine sehr große. Dadurch ist ein wesentlich größerer Unterschied in der Waldzusammensetzung der einzelnen Standorte bedingt. Eine stratigraphische Feingliederung ist daher mit Hilfe der Pollenanalyse nicht ohne weiteres durchführbar.