Original paper

Lehrausflug nach den diluvialen Aufschlüssen bei Phöben und Glindow am Sonntag, 30. März 1941 Führung: Herr SCHNEIDER.

anonymos

Kurzfassung

Von Werder, das mit der Vorortbahn gegen 16 Uhr erreicht wurde, ging die Fahrt in einem von der Stadt Werder bereitgestellten Autobus in nordwestlicher Richtung nach Phöben. Kurz vor dem Ostausgang des Dorfes befindet sich am Osthang des Wachtelberges eine große Sandgrube, die vor wenigen Jahren zur Entnahme von Dammschüttungsmaterial angelegt worden war. Der Aufschluß ist jetzt schon etwas verfallen, läßt aber noch deutlich die Schichtlagerung erkennen. Der Kern der Kuppe wird von Sanden gebildet, die von einer dünnen Decke jungdiluvialen Geschiebelehms bedeckt sind. Der Geschiebelehm steigt von der südlichen und ebenso von der nördlichen Seite des Aufschlusses, der jetzigen Erdoberfläche parallel, nach der Höhe der Kuppe an. In die Sande ist eine 0,5-1 m mächtige Bank eingeschaltet, die durch ihre gelblich-grünliche Farbe sich gut heraushebt. Sie führt eine individuenreiche Conchylienfauna, die von SCHMIERER untersucht worden ist und die anzeigt, daß hier das jüngere Berliner Interglazial vorliegt. Auch diese Interglazialschicht steigt, der Oberfläche parallel, von den Seiten nach der Mitte des Aufschlusses zu an.