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Wissenschaftliche Sitzungen der Untergliederung Wien der Deutschen Geologischen Gesellschaft Wien, den 16. Mai 1941. Zur Gliederung der sarmatischen Schichten des Wiener Beckens.

Papp, A.

Kurzfassung

Im Wiener Becken werden die dem oberen Miozän zugerechneten Schichten von Sedimenten gebildet, die wahrscheinlich in einem Meere mit abnormalem Salzgehalt zur Ablagerung kamen. Es ist zu erwarten, daß sich Veränderungen des Salzgehaltes bei der Fauna ähnlich auswirken wie in der Gegenwart, daher ist anzunehmen, daß derartige Abänderungen im Faunenbestand eine gute Grundlage zu weitgehender stratigraphischer Gliederung darstellen. In den Sarmalschichten des Wiener Beckens ist nun folgende Gliederung festzustellen: 1. Älteres Sarmat: tonig-mergelig mit kleinen Bivalven, als Leitformen können Rissoen gelten. In unmittelbarer Landnähe treten an deren Stelle Sande oder Schotter mit Cerithien. 2. Jüngeres Sarmat: sandig-kalkig mit großen grabenden Bivalven, Ervilien bankbildend, Tegel und Mergel sind selten.