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Syrabien (Arabien und Syrien.)

Krenkel, E.

Kurzfassung

Syrabien ist nach Oberflächenformung und Struktur Glied des afrikanischen Kontinents. Diesen begrenzen erst die taurisch-iranischen Faltenketten, die als alpidische Elemente über seiner Tafel in starker Bewegung aufstreben. Viereckig-klotzig ist Syrabien umrissen und großzügig gegliedert. Es dehnt sich einerseits aus zwischen Mesopotamien und Perser-Golf als Vorsenke vor den asiatischen Faltensträngen, wie dem Roten Meere als scharfkantiger Grabenscheide. Andererseits zwischen Indischem Ozean und Mittelmeer, die seine beiden Schmalseiten, Bruchflanken verschiedenen Charakters, bespülen. Die Grenzen Syrabiens sind baulich also ganz verschieden zu bewerten. Hochplateau ist Syrabien nur in Jemen (2500-3500 m) und Hadramaut (1000-2000 m); breite Täler der Vorgraben-Zeit durchadern es. Diese Hochlandsecke des ,glücklichen Arabiens" fällt nach Mekka, wie gegen die Rob' al Kali und Dofar langsam ab. - Tafelland von mittleren Höhen ist Syrabien in seiner weiten saharischen Mitte. Lange, gestaffelte Geländestufen vor allem aus mesozoischen Schichten umziehen den kristallinen Kern: ein morphologisches Gegenstück zum Ahaggar-Massiv der Sahara-Region und dem Kranze seiner Tassili. Die Sande der Nefud, Hammaden, die Öden der Harras lasten ihm auf. - Die Hauptabdachung der syrabischen Groß-Kippscholle sieht gegen NO, gegen den niedrigen Außensaum vor dem Fuße der asiatischen Gebirge. - Faltenland schließlich ist Syrabien in Syrien zwischen Suez-Golf und Taurus, und in Oman.