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Karl Gustav Bischof (Zum hundertfünfzigsten Geburtstage)

Berg, G.

Kurzfassung

Vor 150 Jahren, am 18. Januar 1792, wurde in Wöhrd bei Nürnberg KARL GUSTAV BISCHOF, der Verfasser des ersten und auch jetzt noch umfänglichsten Lehrbuchs der chemischen Geologie, geboren. Sein Vater war damals noch Collaborator an der dortigen Schule. Spater wurde er Rektor der Waisenschule und der Lateinschule in Fürth. In den letzten Jahren war er im Staatsschuldentilgungsbüro angestellt. Seine Familie stammte aus Neuhaus bei Meißen. Schon der Vater hatte Neigung zu schriftstellerischer Tätigkeit und verfaßte neben anderen allgemein naturwissenschaftlichen Büchern ein zweibändiges Physikalisch-technologisches Handbuch. Nach Beendigung der Schulzeit bezog Karl Gustav die Universität Erlangen, an der als Ordinarius für Naturwissenschaften damals der namhafte Botaniker NEES V. ESENBECK, und neben ihm für Zoologie und Mineralogie der noch jugendliche KARL GOLDFUSS lehrte. Am Ende der Studienzeit verlor Bischof im Jahre 1814 seinen Vater. Er schloß daher seine Studien ab und habilitierte sich 1815 in Erlangen.