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Ein neues Muschelkalkvorkommen bei Hirschau in der Oberpfalz

Steinlein, Hans

Kurzfassung

Die Neuaufnahme des Buntsandsteins im Gebiet von Grafenwöhr- Weiden-Hirschau in der bayerischen Oberpfalz (Steinlein 1940) erbrachte auch den Nachweis eines neuen Muschelkalkvorkommens bei Hirschau. Dieses ist von besonderem Interesse für die Stratigraphie und Paläogeographie der Trias, denn dadurch ist eine einwandfreie Gliederung der Triassedimente in der Gegend von Hirschau möglich und außerdem läßt sich jetzt zum erstenmal mit größter Sicherheit die äußerste Küstenlinie des Muschelkalkmeeres in dieser Gegend bestimmen. Ein Ausschnitt aus meiner Kartenaufnahme, die durch den Krieg unterbrochen wurde, zeigt die Verbreitung des Buntsandsteins und Muschelkalks zwischen Hirschau und der Westrandstörung des Naabgebirges, die bei Krondorf ins Mesozoikum eintritt. Die Schichten fallen nach NW ein. Über dem Kristallin des Naabgebirges liegen die roten Permotriadischen Grenzschichten, die ich hier als die terrestrische Fazies des Zechsteins und als Vertreter des Unteren Buntsandsteins auffasse. Darüber folgen nach NW der Mittlere und Obere Buntsandstein und bei Krondorf und Hirschau ein schmaler Streifen von Muschelkalk, der zwischen beiden Orten aber größtenteils unter alluvialer und diluvialer Überdeckung liegt. Daran schließen sich nach NW die roten Sandsteine des Keupers. Die Aufeinanderfolge der Schichten von SO nach NW und die Abgrenzung der einzelnen Abteilungen ist sehr klar.