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Geochemische Untersuchung einer jungtertiären Verwitterungsreihe: Granatglimmerschiefer -> Ton Mit einer kurzen Darstellung der geologischen Verhältnisse in der jungtertiären Kohlenmulde von Nieder-Schöckel (Graz NO-Steiermark)

Hübl, Harald Hans

Kurzfassung

1. Vorbemerkungen. Anläßlich der Aufnahme des Tertiärs am Grundgebirgsrand zwischen Graz und Weiz, die die Klärung der Altersfrage der jungtertiären Sedimente herbeiführte (HÜBL, 1939) hatte der Verfasser Gelegenheit, die Art der Auflage des Jungtertiärs am Grundgebirgsrand an einigen seltenen Aufschlüssen zu beobachten. Das Grundgebirge besteht zwischen Graz und Weiz einerseits aus kristallinen, mitteldevonischen Schöckelkalken, andererseits aus Kristallin der 1. und 2. Tiefenzone. Schwierig gestaltete sich die Grenzziehung zwischen Tertiär und Grundgebirge, ganz besonders in den leicht verwitterbaren Phylliten, Glimmerschiefern, zwischen Nd. Schöckel (Graz NO) und Weiz, da durch die tiefgreifende Verwitterung bzw. Umlagerung der Verwitterungsprodukte meist ein allmählicher Übergang vom nichtzersetzten Anstehondgestein des Grundgebirges in die Tone, sandigen Tegel, Sande und Kleinschotter des Jungtertiärs stattfindet. Infolge der üppigen Vegetation gerade in diesen Landstrichen finden sich selten natürliche Aufschlüsse, die einer direkten Beobachtung zugänglich sind. ...