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Tektonik und Erzlagerstätten in den Ostalpen

Schwinner, Robert

Kurzfassung

Les extrêmes se touchent: die Beschäftigung mit Lagerstätten nutzbarer Mineralien scheint eine nüchtern und mit Vorsicht zu behandelnde Aufgabe zu sein. Aber man findet manchmal gerade bei hartgesottenen Praktikern außerhalb des Bereiches von Beruf und Geschäft, sozusagen als Ausgleich, eine Neigung zum Wunderbaren, zu Hypothesen, die auch ein kühner Theoretiker als gewagt bezeichnen wird. Und auch die Lehre von den Lagerstätten im allgemeinen ist von dieser Neigung nicht ganz frei geblieben. Demgemäß hatte schon bald, nachdem der Nappismus in die Ostalpen ungebrochen war (TERMIER 1904), Granigg (1917) diese Lehre als Grundlage für ein System der ostalpinen Lagerstätten auszuwerten versucht, und dies sehr übersichtlich in einer großen schematischen Lagerslättenkarte der Ostalpen dargestellt - damit allerdings auch gleich ,ohne Absicht, aber augenfällig aufgezeigt, daß in der Lagerstättenlehre mit dem orthodoxen Nappismus nach TERMIER nicht viel anzufangen ist". (SCHWINNER 1934.)