Original paper

Tektonik und Erzlagerstätten in den Ostalpen - Entgegnung an Herrn R. SCHWINNER, Graz,

Schneiderhöhn, Hans

Kurzfassung

Es war vorauszusehen, daß eine zusammenfassende Darstellung und Synthese der ostalpinen Lagerstätten in kurzer Lehrbuchform nicht ohne Widerspruch dortiger Fachgenossen bleiben würde. Dafür sind die tektonischen, stratigraphischen, ja sogar die petrogenetischen Grundtatsachen des ostalpinen Raumes noch zu sehr umstritten. Auch ist die eingehendere und neuzeitliche Untersuchung und Erforschung der Lagerstätten, selbst ihres Inhaltes und seiner Verknüpfung mit der unmittelbaren Umwelt für große Gruppen kaum 10-15 Jahre alt. Bei der Fülle der Einzelvorkommen, die ja erst seit 1938 wieder ein praktisches Interesse haben, ist das ein viel zu kurzer Zeitraum, um bei einer genetischen Synthese schon mit dem Beifall der Mehrheit der Fachgenossen rechnen zu dürfen. Dabei soll freudig und dankbar anerkannt werden, daß in dieser kurzen Zeit bis 1938, z.T. ja unter recht erschwerten äußeren Umständen, die Fachgenossen in der Ostmark viele und schöne Ergebnisse erzielt haben, die sich von Jahr zu Jahr progressiv mehren.