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Die Florengeschichte als Motor der tierischen Entwicklung

V. Bülow, Kurd

Kurzfassung

Wenn äußere Einwirkungen die ausschlaggebenden Anreize und Anstöße zu Mutationen und damit zur Neubildung von Tierformen liefern - Biologie und Paläontologie nähern sich heute dieser Auffassung, soweit sie sie sich nicht bereits zu eigen gemacht haben -, dann kommt der Pflanzenwelt und ihrer Entwicklung eine derart überragende Bedeutung zu, daß neben ihr geologische Katastrophen, kontinentweite Transgressionen, Gebirgsbildungen, Salzgehaltsänderungen, Abschnürung oder Öffnung von Meeresteilen u. a. m., ja selbst allmähliche Klimaänderungen und sogar Klimastürze als zweitrangig verblassen, ebenso wie Einflüsse von der Größenordnung der von WILSER diskutierten Lichtreize (1931) an Gewicht einbüßen.