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Wissenschaftliche Sitzungen der Untergliederung Wien der Deutschen Geologischen Gesellschaft Wien, am 29. Mai 1942. Studien am Rande des kaledonischen Gebirges.

Kautsky, F.

Kurzfassung

In den ersten Jahrzehnten des gegenwärtigen Jahrhunderts schien es, als ob die großzügige Auffassung TÖRNEBOHM'S, nach der die skandinavischen Kaledoniden aus einer einheitlichen Überschiebungsmasse bestehen, aufgegeben werden müßte. An ihre Stelle suchte man eine Deutung durch mehrere kleinere Schuppen zu setzen. Die neuesten Aufnahmen und besonders die zahlreichen für bergbauliche Zwecke niedergebrachten Bohrungen haben aber im wesentlichen zu der Vorstellung TÖRNEBOHM'S zurückgeführt. Allerdings scheint es, daß der autochthone Untergrund nicht einfach passiv überfahren wurde, sondern eine ziemlich verwickelte kaledonische Eigentektonik aufweist.