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Wissenschaftliche Sitzungen der Untergliederung Wien der Deutschen Geologischen Gesellschaft Wien, am 12. Juni 1942 Wie trieb man Geologie vor 100 Jahren?

Pfannenstiel, M.

Kurzfassung

An Hand alter Literatur, besonders die Arbeiten AMI BOUÉ'S benützend, schilderte der Vortragende die Umwelt der Geologen von 1830-1840. Nach Erwähnung einiger bedeutender Vertreter der Geologie von damals werden die ersten Reiseführer und Führer für Geognosten besprochen, welche Ratschläge erteilen, wie man am besten und mit Methodik geologische Beobachtungen anstellt. Es wurde das Entstehen der ersten geologischen, farbigen Karten geschildert durch die Deutschen HACQUET und DE-CHARPENTIER (zwei Söhne von Hugenottenfamilien, wie auch BOUE einer solchen entstammte). Dann werden die frühen Bibliographien erwähnt, und dabei wurde länger auf BOUE'S riesigen Arbeitskatalog eingegangen und auf die historische Entwicklung des geologischen Referatewesens. Die alten Reiseführer, die frühen geolog. Bibliographien und die ersten Karten wurden entwicklungsgeschichtlich in Form von ,Stammbäumen" dargestellt, um zu zeigen, wie jeweils einer auf der Arbeit seines Vorgängers weiter aufbaut. Ein weiterer Abschnitt des Vortrages befaßte sich mit der Ausrüstung des Geologen, mit den Hämmern, dem Kompaß, dem Klinometer, dem großen Instrumentarium, das die Geologen von damals mitschleppten. Auch die Kleidung, z. T. auffallend, die Wäsche usw. wurde besprochen.