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Die Stellung des Jura im alpin-saxonischen Orogen Teil I.

Philipp, H.

Kurzfassung

Zusammenfassung (Vgl. hierzu das Schema Abb. 30.) Unter Hinweis auf die am Schluß der einzelnen Kapitel gegebenen Zusammenfassungen seien hier nur die wichtigsten Ergebnisse nochmals kurz herausgestellt. Ausgehend von der Studie des Verfassers über die Bedeutung des jungen ENE-Systems für die Saxonische Tektonik (PH. 1930), im besonderen für diejenige Süddeutschlands, würde zunächst auf feintektonischem Wege westlich der Saônesenke in der Côte d'Or und südlich davon bis Lyon die Übereinstimmung der dortigen Störungen mit den saxonischen in bezug auf deren Richtungen festgestellt. Aus den Kluftdiagraramen geht die absolute Gesetzmäßigkeit im Streichen der einzelnen Störungssysteme hervor. Auch zeitlich ordnen sie sich auf Grund der feintektonischen Beobachtungen in das Zeitschema der saxonischen Tektonik ein. Mit den jüngsten beginnend, ließen sich hier in Burgund folgende Hauptstörungsrichtungen mit aller wünschenswerten Schärfe erfassen: 1. ENE-WSW bei optimal 55-65° = svebohelvetisch (= schwäbisch), 2. NNE-SSW bei optimal 20-30° = rhenorhodanisch (= rheinisch), 3. annähernd N-S, mit geringen Schwankungen gegen E und W = eggisch (= meridional). 4. NW-SE in mehreren richtungsverschiedenen Einzelphasen = herzynisch, 5. E- W in rund 80- 110° = pyrenäisch. Rheinisch und eggisch, sich ablösend bzw. vergitternd wie im Rheihgraben, verlaufen vor allem die randlichen Staffelbrüche zur Saônesenke und ihre Parallelstörungen innerhalb der Côte d'Or, des Mâconnais und bis Lyon hinunter; durchkreuzt werden sie von den jüngeren svebohelvetischen, die sich z. T. gestaffelt auf größere Erstreckungen hin verfolgen lassen. Zu letzteren gehören u. a. die Linie Mâlain-Lantenay-Lux und St. Seine l'Abbaye -Is s. Tille-Vaux sous Aubigny mit deren weiterer Fortsetzung gegen E, ferner der große Störungszug, der sich von Alise St. Reine nördlich Champlitte gegen Vesoul nach Osten erstreckt und in seiner Fortsetzung wahrscheinlich den Südrand der Faucilles begleitet, andererseits vermutlich im Süden der Côte d'Or die große Störung, die von Chagny aus gegen W als Mt. Cenis-Linie den Nordrand des Beckens von Blanzy-Creuzot bildet. ...