Original paper

Schrägschichtung im mittleren Buntsandstein des Saarlandes und angrenzender Gebiete

Seifert, Alfred

Kurzfassung

Zusammenfassung. Die Aufschlußverhältnisse im mittleren Buntsandstein (sm) des Saarlandes zwingen, wenn eine gewisse Mindestanzahl von Messungen an der auftretenden Schrägschichtung (Einfallrichtung, Neigungsgrad) für statistische Auswertungen erreicht werden soll, zur Erweiterung der Möglichkeiten zu Messungen und zu stärkerer Zusammenfassung der Werte als bisher üblich. Die Ergebnisse sind für paläogeographische Auswertungen ausreichend. Im unteren (geröllreichen) sm herrscht meist wechselnd gerichtete Schrägschichtung mit einer Mächtigkeit i. a. nicht über 1 m, im oberen (geröllarmen) sm gleichmäßige Schrägschichtung in bis zu 3,5 m mächtigen Bänken. Die Schüttungsrichtungen zeigt Abb. 1. Zur Zeit des unteren sm, als die aus der Rotliegendzeit noch bestehenden Teilmulden aufgefüllt wurden, machte sich der Saarbrücker Karbonsattel gefällsgestaltend bemerkbar; im oberen sm bedingte er vermutlich das relativ starke Gefälle, das die von SW kommenden Wasserläufe bzw. Schichtfluten zwang, sich mit einem Teil nach N zu wenden (Richtungen Saarlautern - Mettlach - Trier) und dabei Durchlässe zwischen den Inselbergen der Hunsrückschwelle bei Mettlach zu passieren. Abb. 6 zeigt die Richtungsmessungen in Zsammenhang mit dem schon früher bekannten Schüttungsrichtungen im südwestdeutschen Buntsandstein. Die bisher dem sm zugerechneten Sandsteine zwischen Wadern-Mitlosheim-Hausbach, bei St. Wendel und gewisse Schichten bei Schwarzenholz gehören wahrscheinlich dem Oberrotliegenden (ro 2) an.