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Zur Frage der Magnetisierung von Bohrkernen

Reich, Hermann

Kurzfassung

In einem kurzen Aufsatz der Zeitschrift hat sich R. SCHWINNER zur Frage der Magnetisierung von Bohrkernen geäußert. Ich möchte zu dieser Äußerung auf Grund meiner sehr ausgedehnten eigenen Untersuchungen Stellung nehmen. In den meisten Punkten kann ich hierzu auf einen Aufsatz in ,Öl und Kohle" (REICH 1941) und auf eine Diskussion mit HAALCK in dieser Frage, die z. Zt. in den ,Beiträgen zur angewandten Geophysik" erscheint, verweisen und möchte hier nur kurz die wesentlichen Punkte herausgreifen. Die großen Unterschiede in der Gesteinsmagnetisierung von verschiedenen Stücken des gleichen Vorkommens ist eine Tatsache, die jedem bekannt ist, der sich praktisch mit der Frage der Gesteinsmagnetisierung beschäftigt hat. Schon in der ersten mir vorliegenden exakten Untersuchung dieser Art von ANDREAE, A. und KÖNIG, W. 1888 heißt es u. a.: ,Es fiel uns sehr bald auf, daß geologisch zusammengehörige, räumlich ganz nahe beisammengelegene makroskopisch nicht zu unterscheidende Gesteine sich teils als stark permanent magnetisch, teils als unmagnetisch oder ganz schwach und nicht polarmagnetisch erwiesen." Diese hier für das Frankensteiner Vorkommen erwähnte Tatsache kann man bei jedem Vorkommen magnetischer Gesteine bestätigt finden.