Original paper

Übersicht über die stratigraphische und regionale Verbreitung fossiler Holothurien

Sieverts-Doreck, Hertha

Kurzfassung

In Jahre 1925 sammelte Prof. C. H. FRITZSCHE in der Gegend von Chepica, Wüste Atacama, einen Callovien-Kalk mit dem Teilabdruck einer Reineckia sp. Dies Gesteinsstück gelangte in die Sammlungen des Geologisch-Palaeontologischen Instituts der Universität Bonn; G. STEINMANN glaubte darin Kalkkörper von Holothurien zu erkennen. Ich habe das Gesteinsstück auch im Dünnschliff genauer untersucht, bin aber schließlich mit Prof. J. WANNER in Bonn und Prof. W. J. SCHMIDT in Gießen, denen ich den Fund vorlegte, zu dem Ergebnis gekommen, daß die Holothuriennatur dieser Kalkkörperchen wegen schlechter Erhaltung nicht sicher nachweisbar ist. Für die Untersuchung des Fundes beschäftigte ich mich mit den bisheringen Arbeiten über fossile Holothurien. Unter diesen leistet besonders die Studie von CRONEIS & MCCORMACK ,Fossil Holothuroidea" (1932) bei der Bestimmung und Bearbeitung gute Dienste.