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Wissenschaftliche Sitzung der Untergliederung Wien der Deutschen Geologischen Gesellschaft Wien, den 7. Jänner 1943. Gebirgsbildung, Vulkanismus und Metallogeneso in den Karpathen und Balkaniden.

Petrascheck, W. E.

Kurzfassung

Die gebirgsbildenden und vulkanischen Ereignisse der Kreide-Tertiärzeit sind in den Karpathen und Balkaniden besser datierbar als in den Alpen. Den einzelnen vulkanischen Vorgängen lassen sich bestimmte Gruppen von Erzlagerstätten zuordnen. Im einzelnen sind zu unterscheiden: Der senone untermeerische Andesitvulkanismus in der Subbalkanischen Zone mit Kupfer- und Manganvorkommen; der postlaramische Syenitplutonismus in Bulgarien und die ungefähr gleich alte Bildung der Banatitstöcke in den Banater Karpathen und im Bihorgebirge, jeweils verbunden mit kontaktnahen Lagerstätten; gleichzeitig entstanden wahrscheinlich auch die nachjurassischen, aber voreozänen Blei-Zink-Kupfervorkommen der zentralbalkanischen Antiklinale; schließlich der jüngere, mittel- bis jungtertiäre Magmatismus. Ihm gehören die Pb-Zn-Gänge der Rhodopen und die siebenbürgischen Goldlagerstätten an. Diese letztere, teils vulkanogene, teils plutogene Metallogenese ist in den inneren Zonen des ganzen balkanisch-karpathisch-alpinen Gebirgsstammes feststellbar.