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Hauptversammlung der Untergliederung Wien der Deutschen Geologischen Gesellschaft Wien, den 26. Feber 1943. Ein Jahr Freiwilliger geologischer Melde- und Beobachtungsdienst.

Beck, H.

Kurzfassung

Der Vortragende gab in diesem ersten Jahresbericht eine Übersicht über die Einrichtung, Organisation und die Leistungen des nach seinem programmatischen Vorschlag im Rahmen des Alpenländischen geologischen Vereines geschaffenen und von dessen Mitgliedern und auswärtigen freiwilligen Mitarbeitern ausgeführten neuen Dienstes. Für diesen Dienst ist naturgemäß behördliche Unterstützung notwendig. Die Beobachter müssen fallweise mit behördlichen Ausweisen versehen werden, er erfordert auch einen gewissen Geldaufwand für Auslagenersatz der Beobachter, namentlich aber für die Führung der Karteien, in denen die Beobachtungsergebnisse gesammelt und zur allgemeinen Einsicht bereit gehalten werden müssen. Da nur eine weitgehende Dezentralisation ein rasches und erfolgreiches Arbeiten ermöglicht, waren unter Führung der Wiener Zentralleitung Gauzentralen und Kreisarbeitszellen neben möglichst vielen untergeordneten Beobachtungs- und Meldestellen vorgesehen. Die Reichsstatthalter und Gauleiter des Donau-Alpenlandes haben in verständnisvoller und dankenswerter Weise auf Ansuchen des Vorsitzenden bereitwilligst den Melde- und Beobachtungsdienst in die Obhut der Gaue übernommen, an die Gaumuseen angeschlossen und die finanzielle Gebarung sichergestellt. Niederdonau ist hierin beispielgebend vorangegangen und nach seinem Muster wird die Organisation auch in den anderen Gauen, soweit die durch den Krieg bedingten Schwierigkeiten es zulassen, durchgeführt.