Original paper

Wissenschaftliche Sitzungen der Gesellschaft Berlin, den 3. März 1943. Zur geologischen Deutung regionaler Anomalien der Schwere und des Erdmagnetismus (Vorlage einer Schwerekarte des mittleren Norddeutschland und vergleichende Betrachtung von Untersuchun

Von Zwerger

Kurzfassung

Die Pendel- und Gravimeteruntersuchungen der geophysikalischen Reichsaufnahme im mittleren Norddeutschland haben gezeigt, daß das Schwerehoch der Prignitz (KOSSMAT 1931) eine größere Ausdehnung besitzt als auf Grund der früheren Pendelmessungen des Geodätischen Instituts Potsdam anzunehmen war. Das nunmehr bekannte ausgedehnte ostelbische Hochgebiet der Schwere, welches im großen und ganzen dem durch V. BUBNOFF (1934) umgrenzten ostelbischen Massiv entspricht, umfaßt - außer dem Pritzwalker + magnetischen Massiv REICH'S und dem + magnetischen mecklenburgischen Hauptrücken SCHUH'S - im NO noch die magnetische ,Schwaaner Senke" SCHUH'S und im NW die magnetischen Hochgebiete von Ratzeburg und Schwerin, geographisch also den gesamten Raum zwischen Spandau und Prenzlau im SO und der Ostsee (Lübecker und Mecklenburger Bucht) im NW. Die + magnetische Warnemünde-Neukalen-Schwelle SCHUH'S liegt dagegen bereits überwiegend in oder am Rande der von Greifswald in Richtung auf Warnemünde streichenden Schwere senke. Letztere deckt sich ± mit dem magnetischen ,Swinemünder Hoch" (KUTSCHER 1942).