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Der Grundgebirgsaufbruch des Switschin und seine Stellung zu den südlichen Sudeten

Petrascheck, Walther Emil

Kurzfassung

Zusammenfassung. Der ,Switschingneis" ist in Übereinstimmung mit R. HANKE und im Gegensatz zu den älteren Bearbeitern nicht als Orthogneis, sondern als epimetamorphe Arkose zu deuten. Der deutlich klastische Mineralbestand dieser ursprünglichen Arkosen und Grauwacken - Albit-Oligoklas, serizitgefüllter Orthoklas, Mikroklin, Blauquarz, Apatit und Muskowit - verweist auf den Granitgneis des südlichen Riesengebirges als einen möglichen Schuttlieferer. Wenn dessen neuerdings angenommenes sardisches Alter zu Recht besteht, so würde das ein nachkambrisches Alter der Switschin-Gesteine bedeuten. Andererseits besagt die kräftige Dynamometamorphose, welche durch eine Kristalloblastese unter den Bedingungen der Epizone teilweise überholt ist, daß der Switschin zu den von der kaledonischen Gebirgsbildung erfaßten Westsudeten gehört, also aus vordevonischen Schichten besteht. Innerhalb dieser stratigraphischen Grenzen würde die Ausbildung der Feldspatgrauwacken und der Phyllite mit ihren Einlagerungen von schwarzen Quarziten und Diabastuffen am besten einen Vergleich mit dem Ordoviz der Sudeten ermöglichen. Der von allen Bearbeitern behauptete Großsattelbau des Switschin ist zweifelhaft. Eine sichere Kleinfältelung ist eindeutig gegen NO vergent.