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Lagerung und Grundwasser im tieferen Untergrund von Erlangen

v. Freyberg, B.

Kurzfassung

I. Grenze Lehrbergeschichten - Blasensandstein. a) Lagerungsverhältnisse. Im Jahre 1936 konnte der Verfasser 83 Tiefbohrungen aus Mittelfranken sowie zahlreiche Geländeaufnahmen zu einer Karte auswerten, welche die Lagerungsverhältnisse des Keupers zur Darstellung brachte. Leider reichten die damaligen Tiefbohrungen nicht aus, um das Verhalten der Schichten auch im Untergrund von Erlangen selbst in Streichkurven festzulegen. Inzwischen sind weitere in die Lehrbergletten oder noch tiefer reichende Bohrungen hinzugekommen, die das einigermaßen genau gestatten. Die Festlegung der Grenze Lehrbergletten - Blasensandstein ist auch von praktischer Bedeutung; denn sie stellt einen Grundwasserhorizont dar, der bei Bohrungen in unseren tieferen Untergrund anscheinend allein für die Erschließung von Trinkwasser in Frage kommt, da der tiefer liegende Benkersandstein bisher in Erlangen nur Mineralwasser lieferte (Bohrung am Dietrich-Eckart-Platz und Brucker Mühle). Erst recht sind die noch tieferen Sandsteinhorizonte salzig (man vgl. BIRZER 1936).