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Wissenschaftliche Sitzungen der Untergliederung Wien der Deutschen Geologischen Gesellschaft Wien, den 12. November 1943. Geologische Ergebnisse der Quellaufschließungen in der Mühlauer Klamm bei Innsbruck.

Ampferer, Otto

Kurzfassung

Bezüglich der Wasserversorgung nimmt unter den Städten der Ostalpen Innsbruck eine hervorragende Stellung ein. Die im Jahre 1891 vollendete bisherige Hochdruckleitung ist durch die Zunahme der Einwohner von 24 000 auf über 100 000 unzureichend geworden und bedarf einer Vergrößerung, deren Bau im Jahre 1942 in Angriff genommen wurde. Innsbruck besitzt zwei von der Natur geschenkte Möglichkeiten der Wasserversorgung, eine durch weiteren Ausbau der Quellfassungen in der obersten Mühlauer Klamm und eine durch artesisches Wasser aus dem Untergrund des Inntales. Letztere Möglichkeit wurde 1920 durch eine Tiefbohrung bei Rum entdeckt, die starkes artesisches Wasser aus einer Tiefe von etwa 200 m unter der Innebene lieferte. Die Stadtverwaltung beschloß, die erste Möglichkeit zu ergreifen. Die geologische Beratung wurde dem Verfasser anvertraut.