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Wissenschaftliche Sitzung der Gesellschaft Berlin, den 3. November 1943. Über den Basenaustausch an natürlichen und aktivierten Pechbraunkohlen.

Stach, Hans

Kurzfassung

Die geologisch dem Oligozän angehörenden Pechbraunkohlen Oberbayerns nehmen in der Inkohlungsreihe eine eigenartige Stellung zwischen den Erdbraunkohlen und den Steinkohlen ein. Sie werden als Braunkohlen aufgehaßt, die im Belieben. Für die chemische Natur der petrographisch durchweg vitritischen, insbesondere auch xylovitritischen Glanzkohle nahm man, fußend auf den Arbeiten von Erdmann innerlich neutralisierte Huminsäuren an. Ihre Neutralisierung sollte im Zuge der tecktonischen Beanspruchung der Pechkohlenmolasse und der hierdurch ausgelösten Erwärmung bis auf etwa 300° C im Sinne einer großräumigen Druckverschwelung der sauren Atomgruppen (Dekarboxylierung, Säureanhydrid- und Ketonbildung) zu alkaliumlöslichen Huminen Umgewandelt haben, womit die im Vergleich mit Erdbraunkohlen festgestellte geringe Alkalilöslickeit im besten Einklang zu stehen schien.