Original paper

Zur Stratigraphie und Faunenkunde des Lias in Nordbayern, Teil 2

Krumbeck, Lothar

Kurzfassung

Allgemeine Zusammenfassung Grundlage dieser Abhandlung (Teil 1 und 2) sind 14 Profile in der mergeligen Beckenfazies des Lias |, davon 9 am Westrand nebst Südwest- und Nordwestrand der Alb, 5 am Ostrand, außerdem 3 in der sandigen Randfazies des Südostens Dazu kommen 7 Teilprofile und viele stratigraphisch wichtige Einzelbeobachtungen. Fast alle Profile sind durch Grabung gewonnen. In vielen von ihnen konnten Bifrons- und Torulosus-Schichten mit untersucht werden. Stratigraphisch wird mit einem umfassenden Bestand von Ammoniten und Belemniten die profilmäßige Gliederung des Lias von Nordbayern in 7 Horizonte regional begründet. Eine Übersicht geben Teil 1, Taf. 12 und 13 sowie Teil 2 Taf. 1 und 2. In geeigneten Aufschlüssen läßt sich | von Lias | und Dogger | befriedigend abgrenzen. Jedes Profil, jeder Horizont und jede Lage sind so eingehend beschrieben, wie es der Rahmen der Arbeit zuläßt. Neuzeitliche petrologische Feinuntersuchungen konnten unter den Zeitumständen der Gegenwart nicht veranlaßt werden; ebensowenig eine Prüfung der möglicherweise auch stratigraphisch bemerkenswerten Mikrofauna, vor allem der. Foraminiferen. Von den Ergebnissen ist das meiste für Nordbayern neu, wenn man die kurzen nur vorbereitenden Veröffentlichungen des Verf.'s einbezieht. Darüber unterrichtet in knapper Form die stratigraphische Zusammenfassung Vollständig neu ist für | nebst Ober-| der Nachweis von Schichtlücken Einen Überblick gewährt Teil 2, Abb. 1. Ihre Auswertung im Verein mit den ± ausgeprägten Umlagerungen (Haufwerke von Belemniten, Ammoniten u. a.) der vorwiegend phosphoritischen Gesteine führen zur Vorstellung einer von der ausgehenden Variabilis-Zeit bis in die Dispansus-Zeit währenden Regression, die spätestens in Ober-| von einer Transgression abgelöst wurde. In ursächlichem Zusammenhang damit fanden strecken- und gebietsweise Bewegungen des Meeresgrundes statt, die in der Fallaciosus-Zeit am verbreitetsten und wohl auch verhältnismäßig am kräftigsten waren. Im Unter- und Mittel-| der Mergelfazies scheinen am Westrand je 2 sehr breite flache Senken und Schwellen bestanden zu haben; am Ostrand vornehmlich nur eine solche Schwelle. Die ganz im Westen auftretende Sonderfazies von Wittelshofen erinnert durch ihre Phosphorit-freie Kalkfazies an Württemberg, durch ihre trümmerigen Oolithkalk-Bänke an NW-Deutschland. Diesen Abschnitt beschließen Bemerkungen zur Phosphorit-Regel, worin einige Ausnahmen von ihr herausgestellt sind, und Betrachtungen über den Einfluß von Regression und Transgression auf die Wirbellosen unseres |.