Obituary

- Nekrolog - Dr. Rudolf Fabian, Oberleutnant in einem Infanterie-Regiment.

anonymos

Kurzfassung

RUDOLF FABIAN einer ostpreußischen Beamten- und Arztfamilie entstammend, war am 2.3.1912 in Kuckerneese (Ostpr.) geboren und verlebte seine Schulzeit in seinem Geburtsort, in Köslin und in Breslau. Vom Studium der Neuphilologie mit Erdkunde als Nebenfach wechselte er nach 4 Semestern zur Geologie und Mineralogie, legte als Abschluß seines Studiums eine Dissertation, ,Metamorphose devonischer Phyllite im Altvatergebirge", vor und bestand im Sommer 1935 das mündliche Doktorexamen. Nach einer einjährigen freiwilligen Dienstzeit beim Inf.-Regt. 57 in Siegen war er in Breslau Assistent; am 1.4.1938 trat er in das Staatliche Materialprüfungsamt in Berlin-Dahlem ein und wurde von diesem mit dem petrographischen Anteil der Gesteinsuntersuchungen für die gerade in Angriff genommene Deutsche Steinbruchkartei beauftragt; im Rahmen dieser Arbeit hat er an einer sehr großen Anzahl selbst im Gelände entnommener Proben quantitative Dünnschliffuntersuchungen durchgeführt, die in der Steinbruchkartei niedergelegt sind und einen auch in der Zukunft fruchtbringenden Grundstock dieser wichtigen Materialsammlung bilden. ,Untersuchungsergebnisse an den technisch nutzbaren Sandsteinen des mittleren Keupers im Maintal" hat FABIAN aus diesem Tätigkeitsbereich veröffentlicht. Mit der Kartierung eines oberschlesischen Gebietes als Meldearbeit hat er im Herbst 1937 das erste, mit der wissenschaftl. Examensarbeit ,Beobachtungen an Erzen der Magneteisenlagerstätte Schmiedeberg im Riesengebirge" während eines Urlaubs 1940 das zweite Staatsexamen am Reichsamt für Bodenforschung bestanden; am 1.11.1943 wurde er zum Bezirksgeologen befördert.