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Die Silizifikate des dänischen kontinentalen Pliozäns

Jörgensen, K. Dreyer

Kurzfassung

In der norddeutschen Literatur finden sich seit der Zeit von L. MEYN häufig Angaben, über eigentümliche, kieselige, klastische Komponenten der jungtertiären Sande und Kiese. Es fanden für die Bildungen Namen Verwendung wie ,kambrische und silurische Gerölle" (STOLLEY 1901), ,silurische Gerölle" (HUCKE 1927), ,Kieseloolithe" (KRAUSE 1933) und ,Silizifikate" (MIELECKE 1933). Die Ergebnisse der bisherigen Veröffentlichungen können kurz folgendermaßen zusammengefaßt werden: Die Silizifikate sind sekundäre, autigene Kieselgesteine, die im Jungtertiär mit Hilfe von Flüssen, Wind oder möglicherweise pliozänem Eis von den schwedisch-ostbaltischen Silurgebieten zu den heutigen Fundstellen transportiert worden sind (STOLLEY 1901 und 1905, HUCKE 1927, RICHTER 1935, BERGER 1941). Ort und Zeit der Silifizierung wurden noch nicht mit Sicherheit festgelegt. Der Ausdruck ,Silizifikate" wurde 1928 von M. STORZ eingeführt, der auch verschiedene Bildungsmöglichkeiten zusammenstellte. Für die Petrogenesis der Silizifikate des nordeuropäischen Jungtertiärs wird im allgemeinen ein Wüstenklima vorausgesetzt.