Original paper

Glazialmorphologie und geologische Kartierung

Gripp, Karl

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 99 (1949), p. 190 - 205

15 references

published: May 1, 1949

BibTeX file

ArtNo. ESP171009900010, Price: 16.00 €

Download preview PDF Buy as PDF

Kurzfassung

Wenige Jahre bevor TORELL (1875) der Anschauung zum Siege verhalf, daß nicht Eisschollen, sondern das Inlandeis selber die oberen Ablagerungen Norddeutschlands geschaffen hatte, hatte die Preußische Geologische Landesanstalt begonnen, diese Ablagerungen zu kartieren. Die kartierenden Geologen brachten Erfahrungen und Grundanschauungen von den wohlgeschichteten Gesteinsfolgen anderer Gegenden mit und glaubten, mit ihnen in den Eis-Absätzen in gleicher Weise wie z. B. im Mittelgebirge die Schichtenfolge und daraus den Ablauf der Erdgeschichte erkennen zu können. Die von der Kartierung in dieser Hinsicht erwarteten Ergebnisse blieben aber trotz vieler Mühen in erheblichem Umfange aus. Die Grenze der Weichsel-Vereisung, welche durch die Kartierung einer Reihe von Blättern zwischen der Ostsee bei Lübeck und der Aller aufgefunden werden sollte, wurde nicht erkannt. Der Streit zwischen Mono- und Polyglazialisten wurde nicht durch die Kartierung, sondern durch die Ergebnisse von Bohrungen entschieden. Der Verlauf der Eis-Randlagen konnte nur selten auf größere Erstreckung eindeutig geklärt werden, wie z. B. KEILHACKs Karte von Brandenburg 1:500 000 bezeugt. Die Verhältnisse auf Jasmund konnten von KEILHACK gleichfalls nicht klargestellt werden. Selbst klassische Endmoränen wurden wieder angezweifelt (C. SCHOTT, 1933, S. 71/72).

Keywords

Glazialmorphologiegeologische KartierungOst-Holsteinglacial morphologyGermanygeological mapping