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Uralte Anlagen in der Tektonik Europas

Stille, Hans

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 99 (1949), p. 150 - 174

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published: May 1, 1949

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ArtNo. ESP171009900008, Price: 16.00 €

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Kurzfassung

Auf die saxonische Tektonik als einen Teil der europäischen fällt mancherlei Licht erst aus gesamteuropäischen, ja noch über Europa hinausgreifenden geotektonischen Zusammenhängen. Beim Einsetzen dieser Tektonik hatten die Räume, in denen sie sich abzuspielen hatte, schon vielerlei Schicksale hinter sich, und die dadurch geschaffenen Vorstrukturen haben sie stark bestimmt. Z. B. ist die saxonische Tektonik als eine germanotype durch die Unzahl von Verwerfungen charakterisiert, die sich richtungsmäßig zu Systemen ordnen lassen. Diese Systeme bedeuten aber nichts grundsätzlich Neues, sondern haben eine lange Vorgeschichte. Weiter betrifft ein bedeutsamer Teil der saxonischen Tektonik den "Rohbau" Saxoniens, der in den saxonischen Becken und den saxonischen Schwellen gegeben ist. Gerade für ihn gewinnt man in mancher Hinsicht erst aus der alten und uralten Geschichte des Untergrundes ein vertieftes Verständnis. Die saxonische Technik hat nach den vorangegangenen variszischen Vorgängen und nach den saarselkischen Übergangsverhältnissen mit der Zechsteinzeit eingesetzt, und so ist das Zechsteinbecken als das Ausgangsbecken der späteren Entwicklung zu betrachten. Damit gibt die Klärung der Vorbedingtheiten, aus denen heraus es sich gestaltet hat, einen wesentlichen Beitrag zur Deutung der ganzen nachfolgenden Tektonik. Aus solchen Überlegungen heraus zielt ein erheblicher Teil der nachfolgenden Ausführungen auf dieses Zechsteinbecken hin.

Keywords

TektonikEuropaSaxonientectonicEuropeSaxonian