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Die Devonmolasse am Ausgang des Drontheimfjordes

Richter, Max

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 99 (1949), p. 1 - 7

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published: May 1, 1949

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ArtNo. ESP171009900000, Price: 16.00 €

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Kurzfassung

Am Ausgang des Drontheimfjordes liegt ein langer Streifen von Old red, der vom Downton bis in das untere oder mittlere Devon reicht. Er ist zu einer Mulde gefaltet und wird meist durch starke Störungen begrenzt, denen das Old red seine Erhaltung in diesem Gebiet verdankt. Das Liegende sind kaledonische Migmatite, ordovizische Sedimente und postkaledonische Plutone. Die sichtbare Mächtigkeit beträgt 1800 m, ist aber erheblich größer, da an den Störungen und durch Abtragung große Teile verloren gingen, außerdem weitere Teile unter dem Wasser liegen. Die lithologische Zusammensetzung entspricht genau derjenigen der alpinen Molasse, typische Arkosesandsteine (,granitische Molasse") und Nagelfluhbänke bilden den Hauptanteil, bunte Schiefer treten zurück. Die Nagelfluhbänke können auf kurze Entfernung in Sandsteine übergehen. Zwei tektonisch voneinander getrennte, aber im Streichen liegende Mulden bilden das hauptsächliche Verbreitungsgebiet, beide Mulden zeigen beträchtliches östliches Achsenfallen. Lage und Tektonik entspricht daher den an der norwegischen Westküste vorkommenden Old red-Gebieten zwischen Sognefjord und Nordfjord. Faziell und lithologisch handelt es sich um eine typische Molasse, tektonisch und der Verbreitung nach kann dagegen ein Vergleich nur mit den Rotliegend-Gebieten des variszischen Gebirges vorgenommen werden.

Keywords

DevonmolasseDrontheimfjordNorwayDevonian molasses