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Alt-Diluviale Faunareste aus dem Brennesselbau bei Pottenstein (Ofr.)

Brunner, Georg

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 99 (1949), p. 210 - 214

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published: May 1, 1949

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ArtNo. ESP171009900012, Price: 16.00 €

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Kurzfassung

Bei Ausschachtungsarbeiten, die in dieser Höhle vorgenommen wurden, kamen vereinzelt Molluskenreste zum Vorschein. Der Leiter dieser Arbeiten, JOS. R. ERL, Pottenstein, hatte die Güte, mich darauf aufmerksam zu machen. Leider waren meine Untersuchungen nur an einer Stelle von Erfolg (Abb. 1). Eine kleine Nische führte in einer dicht unter der Deckenwand liegenden, ca. 20 cm hohen Schicht die hier beschriebenen Reste von Mollusken und kleinen Wirbeltieren. Der Brennesselbau (= Brenn.) stand vor seiner Ausschachtung durch einen Dachsbau mit der nebenan liegenden "Kleinen Teufelshöhle" D 148 in Verbindung und war durch einen künstlich ausgegrabenen Ausgang talseits geöffnet. Der dichte Bewuchs des Ausganges mit Brennesseln brachte der Höhle den Namen. Durch die völlige Ausschachtung der Höhle ergaben sich, in Beziehung zur nebenanliegenden Kleinen Teufelshöhle, interessante stratigraphische Aufschlüsse insofern, als in beiden, ursprünglich in offener Verbindung zueinander stehenden Höhlen völlig verschiedenartige Sedimenteinlagerungen sich fanden, über welche in einer demnächst erscheinenden Arbeit über die Kleine Teufelshöhle näher eingegangen wird. Die kalksandigen Sedimente der Kleinen Teufelshöhle enthielten in allen Schichten vom Postglazial bis zum Altdilurium reiches Fossilmaterial der Farbabstufungen hellgelb (Postglazial) bis schwarzbraun (älteres Mitteldiluvium). Dagegen enthielten die stark mit Quarz versetzten, z.T. reinen Quarzsandschichten feiner und grober Körnung im Brenn. keine Fossilreste; erst im Seitengang, der in Richtung zur Uhuhöhle angelegt wurde, fanden sich die vorliegenden kalkigweißen Knochen (Abb. 2).

Keywords

Faunarestealt-diluvialBrennesselbauPottensteinstinging nettlemolluscsvertebrates