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Beziehungen zwischen geologischen Verhältnissen und Trockenwetterabfluß in kleinen Einzugsgebieten des Rheinischen Schiefergebirges

Karrenberg, H.; Weyer, K. U.

Kurzfassung

Zusammenfassung Im morphologisch gegliederten Rheinischen Schiefergebirge und im Münsterland sind in kleinen Vorflutern Abflußmessungen in etwa 1500 Einzugsgebieten durchgeführt worden. Diese Einzugsgebiete sind wegen ihrer geringen Größe geologisch gut definierbar und bedecken - nebeneinander liegend - größere Landschaften. Nach einer speziellen statistischen Aufbereitung kann die regionale Verteilung der Abflußspenden mit der Geologie der Untersuchungsgebiete verglichen werden. Für die Abflußspenden (l/s km2) der verschiedenen Festgesteine ergeben sich in Abhängigkeit vom Grad der tektonischen Zerstörung teilweise überraschend hohe Werte. Deswegen sind in Gebieten, in denen Gesteine mit definiertem hydrogeologischem Abflußtyp anstehen, neuartige hydrogeologische Meßstellen entwickelt worden. In diesen Einzugsgebieten wird der Wasserkreislauf in jeweils einem Typ der Festgesteine fortlaufend beobachtet. Aus den Daten über Abfluß, Niederschlag und Verdunstung gewinnen wir nähere Kenntnisse über den unterirdischen Teil des Wasserkreislaufs, indem nach jedem Niederschlag der Grundwasseranteil im Abfluß des Vorfluters bestimmt und seine Änderung über die Zeit betrachtet wird. Die Versickerung und der Grundwasservorrat können berechnet werden.