Original paper

Berechnung der Grundwasserneubildung und des nutzbaren und verbrauchbaren Grund- und Oberflächenwasserdargebotes für die wasserwirtschaftliche Rahmenplanung

Limprich, H.

Kurzfassung

Zusammenfassung Die in den bisher veröffentlichten wasserwirtschaftlichen Rahmenplänen benutzten Ermittlungsverfahren werden aufgezählt und durch weitere Verfahren ergänzt. Es zeigt sich, daß die zahlreichen speziellen Forschungsarbeiten des letzten Jahrzehnts auf dem Gebiete des unterirdischen Wassers kaum Auswirkungen auf die Methodik der wasserwirtschaftlichen Rahmenplanung hatten. An Beispielen werden die besonderen Probleme der Ermittlung des nutzbaren Oberflächen- und Grundwasserdargebotes erläutert. Beziehungen zwischen Grund- und Oberflächenwasser werden aufgezeigt. Die Beschaffenheit des Wassers ist entscheidend für dessen Nutzbarkeit. Die Anforderungen des Gewässerschutzes (Reinhaltung) müssen beachtet werden. Der "Rückkopplungseffekt" einer vorweg aufgestellten überschläglichen Bilanz für den Planungsraum ist zu berücksichtigen. Für die Ermittlung des nutzbaren Wasserdargebotes werden folgende Verfahren vorgeschlagen: Oberflächenwasser: Ermittlung von NQ30 aus der Abflußstatistik; Grundwasser: 1) für durch Pegel erfaßte Flußgebiete: Ermittlung von Qu (MoMNQr) aus der Abflußstatistik; 2) für Teilniederschlagsgebiete ohne Abflußpegel: Ermittlung nach der Wasserhaushaltsgleichung und sonstigen vergleichenden Methoden. Bei 1) und 2) wird die Grundwasserneubildung (Au) ermittelt. Der nutzbare Anteil hängt von den örtlichen Verhältnissen und technischen Möglichkeiten ab. 3) für kleinere Niederschlagsgebiete (kleiner als 5-10 km2): vorwiegend Ermittlung nach hydrogeologischen Methoden (Pumpversuche, Geoelektrik u. a.).