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Grundwasserversalzungen im saxonischen Faltungsfeld Niedersachsens

Keller, Gerhard

Kurzfassung

Überblick Nördlich des Mittelgebirgsrandes machen sich im niedersächsischen Raum Grundwasserversalzungen unliebsam bemerkbar, wenn es gilt, in den hier verbreiteten pleistozänen Ablagerungen geeignetes Trinkwasser zu erschließen. Diese Einschränkungen sind zum Teil erheblich, da brauchbare Grundwasserleiter für die Gewinnung im Großen nur in beschränktem Umfang angetroffen werden. Infolgedessen erscheint es vom Standpunkt einer wissenschaftlichen Hydrogeologie aus zunächst erwünscht, die Mannigfaltigkeit der Grundwasserversalzungsarten typologisch zu ordnen, wobei als dem Prinzip der Einteilung von tektonischen und stratigraphischen Gesichtspunkten ausgegangen werden soll. Die Typologie der Grundwasserversalzungen unter humiden Bedingungen wird für den niederdeutschen Raum im ersten Abschnitt dargestellt. Auch der anthropogene Einfluß wird dabei mit berücksichtigt. Aus dieser Betrachtung ergeben sich Einzelheiten über das Auftreten der Versalzungen insbesondere in ihren Beziehungen zu dem Süßwasser. Mit diesen Fragen setzt sich der nächste Abschnitt über das Erscheinungsbild der Grundwasserversalzungen auseinander. Hierbei soll dem Schlichtungsprinzip besondere Beachtung geschenkt werden. Auf die Frage der Gesetzmäßigkeiten der Versalzungsschichtung wird abschließend eingegangen und über die Ergebnisse von Untersuchungen berichtet, die hierzu im Geologischen Institut der TH Hannover durchgeführt wurden. In einer Schlußbetrachtung werden die gewonnenen Ergebnisse zusammengefaßt.