Original paper

Hydric erosion in Sierra Magina olive groves (Andalusia, Spain) - Prospects for sustainable development

Ballais, Jean-Louis; Cohen, Marianne; Bonté, Philippe; Larromanière, M.; Lefèvre, I.; Maingre, A.; Poumailloux, A.; Roussin, A.; Sol, S.

Abstract

Der Anbau von Olivenbäumen ist zu einer wahren Monokultur in der andalusischen Gegend von Jaen geworden, insbesondere seitdem Spanien der europäischen Union beigetreten ist. Wir haben mit Hilfe des 137Cs, einem künstlichen Cäsium-Isotop die Abschwemmung der Olivenhaine im Landesbezirk Sierra Maginan untersucht. Das Testgebiet von Villamorena, das sich seit einem halben Jahrhundert nicht verändert hat, bietet eine gute Vergleichsgrundlage, um die anderen Beispiele zu interpretieren. Der Hauptprozess ist die Abtragung: Sie ist maximal (mindestens 25 cm) auf lokaler Ebene, wo sie Baumwurzeln freilegt. Sie ist erhöht (mindestens 10 cm) auf der Ebene der Auffangbecken und beträgt noch 5 cm im Bereich der Parzellen sowie im Bereich der kegelförmigen Akkumulationsformen. Die Akkumulation von mindestens 15 cm lässt sich ausschließlich in den unteren terrassenförmigen Kegelformationen der Auffangbecken beobachten sowie in den Senken am Fuße der Olivenbäume. Die Kombination aus Mittelmeerklima, Höhenlage und Lithologie stellen eine sehr günstige Bedingung für die Abschwemmung dar. Vor allem im Herbst sättigt der Starkregen schnell die Bodenoberfläche und macht diffusen Rinnsalen Platz. Unsere Ergebnisse bestätigen darüber hinaus Studien, die die Rolle des Pflügens bei der Erdabtragung in den Olivenhainen aufzeigen. Unsere Arbeit bringt neue Erkenntnisse in Bezug auf die ausgleichende Wirkung traditioneller Praktiken der Formgebung der Abhänge und den Fortbestand natürlicher Elemente in der Landschaft, was von vorigen Studien vernachlässigt wurde. Diese Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für die Erhaltung des Bodens und die nachhaltige Entwicklung in den ländlichen Bergen des Mittelmeers.

Kurzfassung

Der Anbau von Olivenbäumen ist zu einer wahren Monokultur in der andalusischen Gegend von Jaen geworden, insbesondere seitdem Spanien der europäischen Union beigetreten ist. Wir haben mit Hilfe des 137Cs, einem künstlichen Cäsium-Isotop die Abschwemmung der Olivenhaine im Landesbezirk Sierra Maginan untersucht. Das Testgebiet von Villamorena, das sich seit einem halben Jahrhundert nicht verändert hat, bietet eine gute Vergleichsgrundlage, um die anderen Beispiele zu interpretieren. Der Hauptprozess ist die Abtragung: Sie ist maximal (mindestens 25 cm) auf lokaler Ebene, wo sie Baumwurzeln freilegt. Sie ist erhöht (mindestens 10 cm) auf der Ebene der Auffangbecken und beträgt noch 5 cm im Bereich der Parzellen sowie im Bereich der kegelförmigen Akkumulationsformen. Die Akkumulation von mindestens 15 cm lässt sich ausschließlich in den unteren terrassenförmigen Kegelformationen der Auffangbecken beobachten sowie in den Senken am Fuße der Olivenbäume. Die Kombination aus Mittelmeerklima, Höhenlage und Lithologie stellen eine sehr günstige Bedingung für die Abschwemmung dar. Vor allem im Herbst sättigt der Starkregen schnell die Bodenoberfläche und macht diffusen Rinnsalen Platz. Unsere Ergebnisse bestätigen darüber hinaus Studien, die die Rolle des Pflügens bei der Erdabtragung in den Olivenhainen aufzeigen. Unsere Arbeit bringt neue Erkenntnisse in Bezug auf die ausgleichende Wirkung traditioneller Praktiken der Formgebung der Abhänge und den Fortbestand natürlicher Elemente in der Landschaft, was von vorigen Studien vernachlässigt wurde. Diese Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für die Erhaltung des Bodens und die nachhaltige Entwicklung in den ländlichen Bergen des Mittelmeers.

Résumé

L'oléiculture est devenue une véritable monoculture dans la province andalouse de Jaén, en particulier depuis que l'Espagne a rejoint la Communauté Européenne. Nous avons étudié l'érosion hydrique dans les oliveraies du district rural de la Sierra Mágina, en utilisant le 137Cs, un isotope artificiel du césium. Le site test de Villamorena qui est resté stable depuis un demi-siècle constitue une bonne référence pour interpréter les autres exemples. Globalement, le processus principal est l'ablation: elle atteint son maximum (au moins 25 cm) l'échelle locale avec les oliviers déchaussés. Elle est élevée (au moins 10 cm) l'échelle des petits bassins versants et atteint encore environ 5 cm l'échelle des parcelles, y compris dans les formes d'accumulation comme les cônes. L'accumulation, au moins 15 cm, ne s'observe que dans les cônes d'aval des bassins versants façonnés en terrasses et dans les pozas (cuvettes) creusées au pied des oliviers. La combinaison du climat méditerranéen, du relief et de la lithologie constitue une condition très favorable l'érosion hydrique. Spécialement en automne, les pluies intenses saturent rapidement la surface du sol et permettent l'apparition d'un ruissellement diffus. Nos résultats confirment également les études qui ont démontré le rôle du labour dans l'érosion des sols des oliveraies. Notre travail apporte de nouveaux éléments concernant l'effet modérateur de pratiques traditionnelles de façonnement des pentes et de la persistance d'éléments naturels dans le paysage qui avait été négligé par les études antérieures. Ces résultats tracent de nouvelles perspectives pour la conservation du sol et le développement durable dans les montagnes rurales méditerranéennes.

Keywords

cesium 137radionuclideserosionaccumulationagricultural practices