Original paper

The magnitude-frequency concept in fluvial geomorphology: a component of a degenerating research programme?

Richards, Keith

Zeitschrift für Geomorphologie Supplement Volumes Band 115 (1999), p. 1 - 18

38 references

published: Jul 1, 1999

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ArtNo. ESP023011500001, Price: 29.00 €

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Abstract

This paper presents a critique of that magnitude-frequency concept which defines an “effective ”, or “dominant” event in terms of long-term sediment transport, and then associates this with channel morphology. It argues that the concept was associated with a research programme which emphasised engineering time scales and equilibrium forms, but which is now degenerating in geomorphology. The paper demonstrates that the concept has been protected by a series of ad hoc auxiliary statements and hypotheses, of which a critical one is that the effectiveness of an event is dependent on the initial morphological boundary conditions. This implies that the effectiveness of an event depends on morphology, as much as vice versa. A more appropriate geomorphological research programme is suggested, which emphasises the continuing and spatially-distributed feedback between form and process. This is applicable to a wide range of geomorphological problems, in both unconsolidated materials and hard rock, and is considered to lend itself to rigorous examination of observational evidence and critical, rational and scientific evaluation of alternative interpretations.

Kurzfassung

Diese Arbeit präsentiert eine Kritik an dem Magnituden-Häufigkeits-Konzept, das ein ‘effektives' oder ‘dominantes’ Ereignis hinsichtlich Langzeitsedimenttransport definiert und es dann mit der Gerinnemorphologie assoziiert. Es wird argumentiert, daß das Konzept mit einem Forschungsprogramm verbunden war, welches Ingenieurzeitskalen und Gleichgewichtsformen betonte, das aber heute in der Geomorphologie an Bedeutung verliert. Die Arbeit zeigt, daß dieses Konzept von einer Reihe ad hoc Hilfsaussagen und -hypothesen gestützt wird, wovon eine entscheidende besagt, daß die Effektivität eines Ereignisses von den anfänglichen morphologischen Randbedingungen abhängt. Damit wird impliziert, daß die Effektivität eines Ereignisses von der Morphologie abhängt und umgekehrt. Es wird ein besser angepaßtes geomorphologisches Forschungsprogramm vorgeschlagen, in dem ein kontinuierliches und räumlich verteiltes feedback zwischen den Formen und Prozessen betont wird. Dies ist auf eine große Anzahl von geomorphologischen Problemen anwendbar, sowohl im Locker- wie auch im Festgestein. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, daß es für die gründliche Untersuchung von Beobachtungsmaterial und eine kritische, vernünftige und wissenschaftliche Bewertung alternativer Interpretationsversuche geeignet ist.

Keywords

magnitude-frequency conceptfluvial geomorphologysediment transportchannel morphology