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Rezso Maucha:

Hydrochemische Methoden in der Limnologie

Mit besonderer Berücksichtigung der Verfahren von L.W. Winkler

1932. 173 Seiten, 36 Abbildungen, 19 Tabellen, 4 Tafeln, 490 g
Language: Deutsch

(Die Binnengewässer, Band 12)

ArtNo. ES128001200, gebunden

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Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Der gewaltige Aufschwung der Süßwasserforschung in den letzten Dezennien, der in erster Linie durch das Heranziehen der Ergebnisse und Hilfsmittel anderer Forschungszweige charakterisiert werden kann und zur Begründung der modernen Limnologie im weiteren Sinne des Wortes führte, weist eine Fruchtbarkeit auf, die fast ohne Beispiel in der Geschichte der Wissenschaft steht. Es dürfte nicht als Übertreibung gelten, wenn man behauptet, daß zu dieser Fruchtbarkeit auch das Eindringen des chemischen Ideenkreises in das Gebiet der Limnologie in nicht geringem Maße beitrug. Es ist ja bekannt, daß bei der Lösung der zur Zeit im Vordergrund stehenden ökologischen und produktionsbiologischen Fragen die Gesichtspunkte der Chemie mit entscheidendem Gewicht in die Wagschale fallen.
In jedem Zweige der Wissenschaft, der es mit der Chemie zu tun hat, beruht die Richtigkeit der empirisch festgestellten Tatsachen auf der Zuverlässigkeit der zur Anwendung kommenden analytischen Methoden. In dieser Hinsicht tauchen aber eben in der Limnologie recht beträchtliche methodologische Schwierigkeiten auf, indem die hier brauchbaren Verfahren spezielle Vorbedingungen erfüllen müssen. Und zwar verlangt man von diesen Methoden, daß sie sich erstens zu Massenanalysen, zweitens zu Untersuchungen eignen, die an Ort und Stelle zur Ausführung gelangen und drittens, daß diese nebenbei möglichst genau und zuverlässig sind. Wie leicht einzusehen ist, besteht zwischen den beiden ersten und der dritten dieser Forderungen ein gewisser Gegensatz, indem durch die Massenanalysen, die unter freiem Himmel meistens in einem Boot auszuführen sind, einerseits die auf den Einzelversuch entfallende Zeit, anderseits die Benutzung von Laboratoriumsgeräten bedenklich beschränkt wird. Diese Beschränkungen würden bei gewöhnlichen Laboratoriumsverfahren zu Konzessionen führen, die nur auf Kosten der Genauigkeit gemacht werden könnten, welcher Umstand aber in der Limnologie nicht zulässig ist. Deswegen kann der Limnologe sich bei seiner Arbeit nur spezieller limnologischer Methoden bedienen, die den oben angeführten Bedingungen in jeder Hinsicht genügen. Diese sind die sogenannten hydrochemischen Feldmethoden.

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Vorwort V
Einleitung 1
I. Die Probeentnahme 8
II. Die Bestimmung der gelösten Luftgase 16
1. Der Sauerstoff 35
a) Die Urmethode 35
b) Das Plätzchenverfahren 41
c) Die limnologische Ausführungsart 42
d) Korrektionsverfahren mit Benutzung volumetrischer Jodlösung nach Winkler 45
e) Der störende Einfluß der salpetrigen Säure 45
f) Korrektionsverfahren mit Zusatz von Manganichlorid nach Winkler 47
g) Korrektionsverfahren mit n/100-Kaliumhypermanga-natlösung nach Winkler 48
h) Korrektionsverfahren mit Chlorkalk und Rhodanid-lösung nach Winkler 49
i) Das Chlorkalkverfahren mit Parallelproben nach Winkler 51
j) Die Kohlensäuremethode nach Winkler 51
k) Die modifizierte Kohlensäuremethode nach Bruhns 52
l) Nolls Verfahren 52
m) Das Verfahren von Rideal und Stewart 52
n) Das Verfahren von Lehmann und Fitzau 53
o) Die Methoden von Clarke, Haie und Melia und die von Romijn 54
p) Kritische Anschauungen von Alsterberg 54
q) Die Azidmethode von Alsterberg 55
r) Die Brom-Salicylmethode von Alsterberg 56
s) Sauerstoffgehalt kleiner Wassermengen 59
t) Schätzung des Sauerstoffgehaltes mit Adurol 61
2. Die absorbierte Luft 62
3. Das absorbierte Kohlendioxyd (Freie Kohlensäure) 68
a) Bestimmung der freien Kohlensäure 73
b) Bestimmung der Alkalität nach Wartha 76
c) Bestimmung der Alkalität nach Lunge 77
d) Bestimmung der aggressiven Kohlensäure nach Heyer 77
e) Bestimmung der aggressiven Kohlensäure nach Lehmann und Reuss 78
III. Die Bestimmung der Elektrolyte 79
A. Die Bestimmung der Anionen 89
1. Hydrokarbonat und Karbonat-Ionen 90
a) Die Bestimmung der Gesamtkohlensäure 90
b) Die Bestimmung des Karbonat-Ions 93
2. Das Siliciumdioxyd (Kieselsäure) 96
3. Das Phosphat-Ion (Phosphorsäure) 98
a) Das durch den Verfasser modifizierte Verfahren
von Denigés und Atkins 98
b) Das Verfahren von L. W. Winkler . 103
4. Das Sulfat-Ion (Schwefelsäure) 105
a) Das Zeitverfahren 105
b) Maßanalytische Bestimmung durch Farbenvergleich 106
5. Das Chlorid-Ion (Gebundenes Chlor) 108
6. Das Jodid-Ion 109
B. Die Bestimmung der Kationen 112
1. D a s Calcium- und Magnesium-Ion
(Kalk und Magnesia) 112
a) Die Bestimmung der Gesamthärte 113
b) Die Bestimmung der Calciumhärte 116
2. Das Kalium- und Natrium-Ion (Kali und Natron) 120
3. Das Ferro-Ion (Eisen) 124
4. Das Mangano-Ion 126
IV. Die Bestimmung der organischen Substanzen und deren Abbauprodukte 128
1. Das Reduktionsvermögen (Sauerstoffverbrauch) 138
a) Zehnminuten-Probe 138
b) Das Zeitverfahren 141
2. Das Proteïdammoniak 143
3. Das Ammonium-Ion (Ammoniak) 147
4. Das Nitrit-Ion (Salpetrige Säure) 148
a) Das Bikarbonat-Verfahren 151
b) Das Zeitverfahren 152
5. Das Nitrat-Ion (Salpetersäure) 155
6. Der Schwefelwasserstoff 157
7. Das Methan (Sumpfgas) 160
Literatur 162
Register 169