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Palaeontographica Abteilung B Band 269 Lieferung 1-6

2004. 23x31cm, 1250 g
Language: English

(Palaeontographica Abteilung B, Band 269 Lieferung 1-6)

ArtNo. ES164026900, paperback, price: 280.00 €

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Bespr.: Zentralblatt f. Geo. u. Pal. Teil II, Jg. 2007, H. 1-2 top ↑

Verf. untersuchten 22 palynologische Proben aus der Kohlengrube Yangyi (ca. 25° N, 99° E, 1521 m NN) im Westteil der Provinz Yunnan. Die Proben aus der bereits seit 1975 als Yangyi-Formation bezeichneten und dem oberen Pliozän zugeordneten, ca. 60 m mächtigen Schichtenfolge enthielten 52 Taxa von Palynomorphen. Verf. stellen sie zu 32 natürlichen Familien, 31 gehören zu den Angiospermen, sechs zu den Gymnospermen, 13 zu den Farnen und zwei zu den Grünalgen. Alle Taxa erhielten die Namen rezenter Gattungen. Die Verf. beschreiben hier nur die wichtigsten Palynomorphen (36), meist nur bis zur Familie oder Gattung bestimmt, und bilden sie auch ab. In einer Tabelle sind die in 17 Proben 338 Basisgruppen und Paläobotanik angetroffenen Sporen und Pollenkörner prozentual aufgeführt. Die nachfolgende statistische Auswertung wird nach Ansicht des Ref. durch die meist zu niedrige und außerdem sehr ungleiche Anzahl von Sporen und Pollenkörnern erschwert. Diese Anzahl variiert von 89 bis 970. Nur in sieben Proben lag sie über 400 Exemplaren. Die Polypodiaceae dominierten in 14 der 17 Proben mit Prozentanteilen von über 54 %. In 10 Proben sind es über 85 %. Trotzdem gelingt es den Verfn., an Hand des Pollendiagramms vier Pollenzonen auszuscheiden und die Veränderungen des im Untersuchungsgebiets im Ober-Pliozän vorherrschenden Vegetationstyps darzustellen, wobei der in der Pollenzone 4 vorherrschende Immergrüne Koniferenwald (hohe Humidität und niedrige Temperatur) auch in den anderen Pollenzonen existierte, aber abseits des Ablagerungsraums an den Hängen oder in den Hochländern. Es habe während des gesamten Zeitraums ein montan-subtropisches Klima geherrscht, mit Trends zur Erwärmung in den Pollenzonen 1 und 2 bzw. zur Abkühlung in den Pollenzonen 3 und 4. Obgleich der Ref. darauf hinweisen muß, daß die statistische Grundlage für diese paläoklimatische Auswertung recht spärlich ist, sind die Ergebnisse doch für regionale und vielleicht auch für überregionale Vergleiche von Bedeutung.

D. H. STORCH

Zentralblatt f. Geol. u. Pal. Teil II, Jg. 2007, H. 1-2