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Jürgen Boess; Ernst Gehrt; Jan Sbresny:

Bodenübersichtskarten von Niedersachsen: Erläuterungen zur digitalen Bodenkundlichen Übersichtskarte 1:50000 (BÜK 50) von Niedersachsen

Erläuterungen zur Ableitung und den Inhalten der Bodenübersichtskarten 1:200000 (BÜK 200) und 1:500000 (BÜK 500) von Niedersachsen

1999. 98 Seiten, 15 Abbildungen, 27 Tabellen, 21x30cm, 300 g
Language: Deutsch

(Arbeitshefte - Boden, Heft 1)

ArtNo. ES185040800, brosch., price: 8.00 €

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Contents

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Der Boden ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Natur. Er zählt neben Luft, Wasser und Sonnenlicht zu den natürlichen und unverzichtbaren Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Die meisten menschlichen Aktivitäten sind untrennbar mit der Nutzung des Bodens verbunden. Daraus resultieren zahlreiche Beanspruchungen der Böden. Menschliche Eingriffe führen zu Belastungen und Veränderungen der Böden, ferner zu Verlusten von Bodenmaterial. Hieraus wiederum ergeben sich Auswirkungen auf Fauna und Flora, auf die Menge und Qualität von Nahrungs- und Futtermitteln und auf das Grundwasser. Böden sind leicht zerstörbar und praktisch nicht vermehrbar, ihre Neubildung und Regeneration vollzieht sich in außerordentlich langen Zeiträumen. Der Erhaltung der Lebensgrundlage B kommt daher herausragende Bedeutung zu.

Für einen wirksamen Bodenschutz ist es erforderlich, Unterlagen über die Verbreitung der Böden und ihre jeweiligen Eigenschaften zu besitzen, um den Boden bei Nutzungsplanungen entsprechend berücksichtigen zu können. Diese bodenkundlichen Basisinformationen müssen in einer Form bereitgehalten werden, die es ermöglicht, sie schnell für die vielfältigen Bedürfnisse des Umwelt- und Bodenschutzes zu nutzen (OELKERS & VINKEN 1989, KUES & OELKERS 1996, OELKERS & VOSS 1998).

Im Jahr 1985 wurde daher, durch einen Kabinettsbeschluß der niedersächsischen Landesregierung initiiert, mit dem Aufbau eines "Bodenkatasters von Niedersachsen" begonnen. Dessen Ziel war, eine flächendeckende und aktuell verfügbare bodenkundliche Datenbasis durch Sammeln, Zusammenfügen und gemeinsame fachliche Interpretation der bei verschiedenen Stellen verstreut vorliegenden bodenkundlieh relevanten Unterlagen zu errichten.

Um die sehr großen Datenmengen reibungslos handhaben zu können und um eine schnelle und benutzerfreundliche Auswertung zu gewährleisten, wurde das Bodenkataster in digitaler Form konzipiert und als Bestandteil eines umfassenderen Bodeninformationssystems aufgebaut (NLFB 1985, HEINEKE 1991). Hierdurch soll auch gewährleistet werden, daß diese Datenbestände ständig aktualisiert und korrigiert werden können.

Als eine erste, für ganz Niedersachsen flächendeckende bodenkundliche Informationsgrundlage wurde in den Jahren 1987 und 1988 die bereits analog, d. h. als konventioneller Kartendruck vorliegende "Bodenkundliche Standortkarte von Niedersachsen und Bremen" (BSK 200) im MaBstab 1: 200 000 aufgearbeitet und in das Fachinformationssystem Bodenkunde des NIBIS integriert. Hierbei wurde die Klartextlegende in eine EDV-verarbeitbare Kürzellegende umgeschrieben. Für diese Struktur wurden in Folge rechnergestützte Auswertungsverfahren konzipiert, die nicht nur eine einfache Reproduktion des Karteninhaltes, sondern eine gezielte Auswertung ermöglichten (ECKELMANN & MÜLLER 1989).

Die Niedersächsische Landesregierung verabschiedete im Jahre 1994 ein Landes-Raumordnungsprogramm, das Informationsgrundlagen für Maßnahmen zum Bodenschutz für die Regionalebene fordert. Die vorgesehene Maßstabsebene für das Regionale Raumordnungsprogramm ist der Maßstab 1: 50 000. Als Reaktion hierauf erarbeitete das NLfB eine neue flächendeckende Kartenserie, die "Bodenübersichtskarte 1: 50 000" (BÜK 50) von Niedersachsen, die Ende 1996 abgeschlossen wurde.

Die BÜK 50 ist die erste Kartenserie des NLfB, deren Daten ausschließlich digital vorliegen. Es werden von diesen Karten keine Auflagendrucke hergestellt, sondern die Karten werden immer nur auf Anfrage erzeugt und als Kartenplots oder als digitale Datensätze abgegeben (daher die Bezeichnung Kartenserie als Abgrenzung zu den gedruckten Kartenwerken). Da die Daten ständig fortgeführt werden, stellen die Kartenplots jeweils den aktuellen Stand dar.

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Boess, Jürgen, Müller, Udo & Sbresny, Jan:
Erläuterungen zur digitalen Bodenkundlichen Übersichtskarte 1 : 50 000
(BÜK 50) von Niedersachsen
1 Die Kartenserie 5
1.1 Einleitung 5
1.2 Konzeption der Kartenserie 6
1.2.1 Bodenkarten 7
1.2.2 Bodenkundlich relevante Unterlagen 11
1.3 Umsetzung 14
1.4 Aussage- und Auswertungsgenauigkeit 16
1.5 Zusammenfassung 20
1.6 Fortführung 20
2 Auswertung 22
2.1 Generelles Auswertungsprinzip 22
2.2 Informationsbereitstellung 24
2.3 Fortführungsmöglichkeiten 25
2.4 Auswertungsmethoden für bodenkundliehe Fachbeiträge 25
2.4.1 Ertragspotential 27
2.4.2 Filterpotential 27
2.4.3 Bodenwasserhaushalt 28
2.4.4 Erosion 29
2.4.5 Bodenverdichtung 29
2.4.6 Standorte für spezielle Vegetation 29
2.5 Bodenbelastungen 30
3 Erläuterunen der Datenfelder der Generallegende und ihrer Inhalte 30
3.1 Allgemeine Sonderzeichen 30
3.2 Bodenlandschaftliche Gliederung 30
3.3 Zusammenfassende, das Profil beschreibende Daten (Titeldaten) 31
3.4 Schichtbezogene Daten 40
4 Informationen zur Abgabe der digitalen Daten der BÜK 50 49
4.1 Datenbestände und logisches Datenmodell 49
4.2 Technische Realisierung im NIBIS 49
4.2.1 Datenstrukturen 50
4.2.2 Tabellendefinitionen 52
4.3 Abgabeformate und Abgabemedien 55
4.3.1 Reines ARC/INFO-Exportfile 55
4.3.2 ARC/INFO-Exportfile mit Geometrie und ACCESS-Datenbank 55
4.3.3 Abgabemedien 56
5 Informationen zur CD "Böden in Niedersachsen 1 : 50 000" 56
5.1 Allgemeines 56
5.2 Datenumfang der CD 57
5.3 Darstellung der bodenkundlichen Einheiten 57
66 Literaturverzeichnis 58


Gehrt, Ernst & Sbresny, Jan:
Erläuterungen zur Ableitung und den Inhalten der Bodenübersichtskarten
1 : 200 000 (BÜK 200) und 1 : 500 000 (BÜK 500) von Niedersachsen
1 Einleitung und Zielsetzung 63
2 Generelle Prinzipien der Aggregierung und Generalisierung von
Bodenkarten 62
2.1 Pedoregionale Gliederung 65
2.2 Verfahrensweise der Aggregierung und Generalisierung 66
2.3 Inhaltliche Aggregierung (inhaltliche Zusammenfassung) 66
2.4 Räumliche Aggregierung (Generalisierung) 67
2.5 Regeln der kartographischen AnpasSung 68
2.6 Beschreibung der Legende 68
3 Ableitung von Bodenregionen und Bodengroßlandschaften 68
4 Ableitung und Definition der Bodenlandschaften 71
4.1 Erläuterung der inhaltlichen Aggregierung am Beispiel der Bodenart
und der Geologie 72
4.2 Ableitung und Definition der Geolandschaften 73
5 Bodenübersichtskarte 1: 500 000 77
5.1 Inhaltliche und räumliche Aggregierung der Bodenlandschaften 78
5.2 Untergliederung nach Bodengenese 79
5.3 Räumliche Aggregierung und kartographische Anpassung 81
5.4 Flächenstatistik und Auswahl der repräsentativen Profile 81
5.5 Legende und Kartenbild 82
5.6 Fortführung 85
6 Bodenübersichtskarte 1: 200 000 93
6.1 Inhaltliche Aggregierung 94
6.2 Räumliche Aggregierung und kartographische Anpassung 95
6.3 Legende und Kartenbild 95
6.4 Fortführung 97
7 Literatur 97