Eiszeitliche Großsäugetiere der Sibirischen Arktis
Die Cerpolex/Mammuthus-Expeditionen auf Tajmyr. Mit einem Beitrag von Hans van der Plicht und einem Vorwort von Friedrich F. Steininger
2005. 96 Seiten, 51 Farbabb. , 22x21cm, 550 g
Language: German
(Senckenberg Bücher, 77)
ISBN 978-3-510-61374-8, gebunden, price: 19.80 €
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Contents
InhaltsbeschreibungCompte rendu: Géochronique numéro 96, 2005
Bespr.: ekz-Informationsdienst ID 5/06
Review: PalArch - Juli 2006
Bespr.: GMIT Nr. 24 Juni 2006, S. 78
Bespr.: der Aufschluss Jg 58 Jan/Feb 2007
Bespr.: Zentralblatt f. Geol. u. Pal. Jg. 2006, H. 5/6
Bespr.: Naturwiss. Rundschau 60. Jahrg. Heft 2 2007
Bespr.: Fossilien 4/07, S. 251
Review: Mammalian Biology 73 (2009), p. 252
Inhaltsverzeichnis
Ralf-Dietrich Kahlke und Dick Mol, Teilnehmer der internationalen Cerpolex/Mammuthus-Polarexpeditionen auf der sibirischen Tajmyr-Halbinsel, berichten hautnah über neueste Entdeckungen eiszeitlicher Lebensreste weit nördlich des Polarkreises. Die während monatelanger Geländekampagnen unter schwersten klimatischen Bedingungen geborgenen Neufunde werden vorgestellt und in überregionale Zusammenhänge der Eiszeitpaläontologie eingeordnet.
Die Autoren berichten sowohl über die Strategie der technisch hoch gerüsteten
Expeditionen, mittels Helikopter und Booten neue Fundstellen aufzuspüren, als
auch über Aufbewahrung und Auswertung der Fossilien in tief gefrorenem Zustand
unter Tage. Frische Mammutfunde liefern spannende Daten zu den von ihnen
bewohnten eiszeitlichen Landschaften. Aus ihren Stoßzähnen lassen sich mittels
einer völlig neuen Methode detaillierte Einzelheiten zur individuellen
Lebensgeschichte der Tiere ableiten. Neu entdeckte Reste von Eiszeitbisons,
Nachweise der nördlichsten Elche der Erdgeschichte und ein 13 000 Jahre altes
Rentier-Skelett mit Haut und Haar vervollständigen das Bild von der
eiszeitlichen Lebewelt.
Gegen Ende des Eiszeitalters verschwanden viele der großen Eiszeittiere für
immer. Nicht in allen Fällen sind uns die Gründe dafür bekannt. Das Buch
diskutiert Forschungsansätze, die der Aufklärung ihres Schicksals dienen.
Den beiden sachkundigen Autoren des neuen Senckenberg-Buches ist es gelungen, aktuelle Forschungsergebnisse sowohl für eine naturwissenschaftlich interessierte Leserschaft als auch für den Kreis der Fachwissenschaftler spannend und nachvollziehbar zu erläutern. Dabei kombinieren sie eine Fülle von zum Teil hier erstmals publizierten Informationen mit der Reflexion persönlicher Expeditionserlebnisse und dem Nachzeichnen von Lokalkolorit der sibirischen Arktis. Die dem Band in ansehnlicher Zahl beigegebenen, oftmals spektakulären Illustrationen unterstützen dieses Anliegen und vermitteln darüber hinaus einen Eindruck der unvergleichlichen Schönheit heutiger Tundrenlandschaften.
P. Tassy
Carl Münzel
ekz-Informationsdienst ID 5/06
They successfully raised money and assembled a team of scientists from various countries to help them analyse the finds and to do research into Late Pleistocene ecology. One of these scientists, Dr. R.-D. Kahlke of the Senckenberg-connected Institute of Quaternary Paleontology in Weimar, Germany, wrote this handsome little book on the Siberian larger mammals together with Dick Mol. Even though written in German, and counting less than one hundred pages, the volume is full of highly readable information, it is scientifically interesting and packed with enough information to keep the layman and the scientist awake. It mixes stories of the far north and its climatic harshness with the latest information on Pleistocene palaeoecology. Beautiful photographs of the endless and lush Taimyr landscape make you wish to join the party, until you suddenly read the casual fact that the ambient temperature the scientists work in is below 40 degrees Celsius! The storehouse where the expedition keeps its finds is not just a normal cellar of the type found everywhere around the globe, it is a 'Lednik', a cave dug into the permafrost where temperatures below 20 degrees Celsius preserve the material from deterioration.
We read about the history of the genus Mammuthus; about the other mammals that accompanied the mammoth in its particular ecosystem (called the mammoth steppe) and the ones that surprisingly did not (the woolly rhinoceros had a rather more choosy habitat preference); about the vegetation that grew in situ and that was found in the frozen intestines of the carcasses; about the beauty and the harshness of the Taimyr landscape. Please note: the Taimyr peninsula may seem a rather unsignificant spur extruding from the Russian continent, it is in fact two-and-a-half times the size of Germany! Travel does not go by car or by train as there are neither roads nor railways. Travel goes either by helicopter or by foot. Expedition crews eat frozen reindeer meat. And they rejoice when - after sometimes several weeks of walking and collecting and chewing Rangifer cutlets - they hear the sound of the MI8 chopping its way towards them through the frozen heavens.
Scientifically most interesting is the last chapter. The ultimate goal of the Cerpolex/Mammuthus expeditions is to increase knowledge of the Late Pleistocene ecosystem and of the reasons why the 'Mammuthus/Coelodonta faunal complex' (that is: the association of Late Pleistocene mammals living in the mammoth steppe ecosystem) became largely extinct. Reindeer, moose and musk-oxen have survived, but mammoths, woolly rhinos, giant elks, cave bears, cave lions, sabertooth tigers, steppe bisons, and others have perished. Why? Climate change? Human over-hunting? Lethal disease? The answer is not yet given, but it may comprise elements of each suggestion. We need expeditions like the Cerpolex/Mammuthus Expedition to obtain material for further study. We need people like Buigues and Mol to organise such undertakings. We need scientists like Kahlke and Mol to convey information to the general public. And we need books like this one to convince us of the usefulness of the work. Please do not feel reluctant because of the German language it is written in: there is so much information in this tome that it worth a buy anyway.
To end this review, I cannot ignore the most hilarious printing error I have ever seen. The first sentence of the text describes how the ice crystals on the walls of the frosty Lednik shine as a result of the illumination by a spotlight. A spotlight in German is 'Scheinwerfer'. The sentence, however, describes how the ice crystals shine in the light of a 'Schweinwerfer'. In English this literally translates as a pig-thrower. The simple erroneous addition of a 'w' creates a swine-throwing device to illuminate the remains of the Jarkov mammoth. A wonderful book.
Jelle W.F. Reumer
PalArch - July 2006
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Den Autoren Kahike und Mol ist es gelungen, abseits vom Museums-Exponat ein Beispiel von praktischer Paläontologen-Geländearbeit unter extremen Klimabedingungen spannend und instruktiv zu vermitteln. Dabei ist der Text niemals informationsüberladen oder gar reißerisch. Ausgestattet mit qualitativ hochwertigen Fotoabbildungen zu einem erschwinglichen Preis ist dieses Buch eine lohnende und empfehlenswerte Lektüre.
D. Kalthoff, Bonn
GMIT Nr. 24 Juni 2006
Nach einer geographischen Einführung zur Landschaft Sibiriens erfolgt eine Erklärung der spezifischen Erhaltungsbedingungen für organisches Material im Permafrost und der Zusammensetzung der eiszeitlichen Faunen. Die Einführung endet mit einem Abriss der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Mammute. Im Hauptteil folgt eine spannende Beschreibung der Bergung wichtiger Einzelfunde wie des Jarkov-Mammuts und deren wissenschaftlichen Interpretation. Die schweren und teils abenteuerlichen Arbeitsbedingungen während der Expeditionen werden durch eine Auflistung der einzelnen Stationen untersetzt, die ein Arbeitspensum von über 4.000 km abgesuchten Kliff- bzw. Uferstrecken belegt. Der Erfolg dieser internationalen Bemühungen sind mehrere Tausend Neufunde, die meist noch tiefgefroren auf ihre wissenschaftliche Auswertung warten. Hinsichtlich der Mammutreste spielt hierbei das Elfenbein eine besondere Rolle, denn es wird nicht nur als wichtige Handelsware des hohen Nordens vorgestellt, sondern dessen Bedeutung als Datenarchiv hervorgehoben. Anhand des Zahnaufbaues lassen sich Aussagen zum Individualalter der Tiere, deren Ernährungszustand und durch Isotopen-Untersuchungen auch das absolute Alter der Fossilien bestimmen. Neben den Mammuten stellen die Autoren weitere fossile Großsäuger wie Rentiere vor, von denen Mageninhalte überliefert sind, die ihrerseits Aussagen zur pleistozänen Flora ermöglichen. Eine Datierung dieser Funde, wie auch der von Elch, Bison und Moschusochse erlaubt eine Rekonstruktion der eiszeitlichen arktischen Säugerfauna und deren Veränderungen. So erfährt der Leser beispielsweise, dass die heute in Sibirien vorkommenden Moschusochsen auf eine Auswilderung zurückgehen und die ursprüngliche kontinentalasiatische Population vor 3.000 Jahren ausgestorben ist. Die daraus resultierende Frage nach den Ursachen eines solchen Aussterbens im späten Pleistozän wird in mehreren, globalen Faktoren gesehen, da dieses Phänomen nicht nur aus Sibirien bekannt ist und auch andere Großsäuger wie Mammut, Höhlenbär, Höhlenlöwe, Fellnashorn, Riesenhirsch, Steppenbison oder Spiralhornantilope betraf. Es kämen Faktoren wie die weltweite Erwärmung in Betracht, die zum Rückgang der Permafrostböden führte und spezialisierte Tierarten aussterben ließ. Eine weitere Ursache könnte der sich ausbreitende Mensch gewesen sein, der durch seine Jagd die Bestände dezimierte. Als dritte Alternative werden Krankheitsepidemien angeführt. All diese Faktoren müssten sich im Fossilbeleg nachweisen lassen, z.B. durch Zunahme Wärme liebender Pflanzen in spätglazialen Seesedimenten, durch Nutzungsspuren an den fossilen Knochen oder pathologischen Veränderungen am Skelett. Das vorliegende Buch stellt die wissenschaftliche Bedeutung der in einzigartiger Weise erhaltenen Funde aus dem Permafrostboden Sibiriens für die Klärung dieser Fragen hervor und weckt das Interesse an weiterem Lesen. Hierzu liefern die Autoren über zehn Seiten mit Literaturangaben und runden damit das Büchlein als Einstieg in die Thematik der Quartärpaläontologie ab.
Dr. Jörg ERFURT, Halle/Saale
der Aufschluss Jg 58 Jan/Feb 2007
Eine Einführung stellt Tajmyr vor und erläutert zugleich die fossile kälteresistente Mammutfauna sowie den ihre Erhaltung bedingenden Permafrostboden. Die Verf. stellen die wichtigsten Großsäugerfossilien aus dem Dauerfrostboden vor, und das sind natürlich zunächst Mammute, deren Geschichte seit dem Spättertiär knapp, aber prägnant und aktuell entwickelt wird. Das folgt in dieser guten Weise so auch bei den später genannten Säugetiergruppen; dass überall die neueste und gerade auch die einschlägige russische Literatur genannt ist, erfreut den Leser, der zuweilen doch etwas mehr wissen und nachblättern möchte. Die Bergungsgeschichte der bei den Expeditionen aufgesuchten Mammute findet sich ausführlich beschrieben und auch bildlich sehr gut erläutert (es handelt sich um ``Blockbergungen'', die eine genaue Untersuchung von Mageninhalten und anderen organischen Strukturen sowie sedimentologische Ermittlungen im nordischen Kaltklimalabor ermöglichen), soweit bekannt, zitieren die Verf. auch ausgewertete Mageninhalte vollständig. Die Missionen des Cerpolex-Unternehmens in Zusammenhang der Aufsuchung eiszeitlicher Funde werden genau aufgezeichnet. Nicht weniger als 2.400 bestimmbare Großsäugerfunde gehen im Zeitraum nur weniger Jahre auf sie zurück. Erfreulich ist, dass dem eiszeitlichen Rohstoff Elfenbein ein Kapitel gewidmet ist und man hier insbesondere den Wert der Fossilien zur Rekonstruktion der individuellen Lebensgeschichte der einstigen Träger demonstriert: Das sibirische Elfenbein besitzt Eigenwert als einmaliges Datenarchiv der Mammutpopulationen der letzten eiszeitlichen 30.000 Jahre, und aus dieser Erkenntnis heraus ist auch die - zwischenzeitlich leider beraubte - große Sammlung eiszeitlicher Großreste in der Permafrosthöhle in Chatanga entstanden. Von fast allen Funden liegen bereits relativ genaue 14C-Datierungen vor, die die Verf. ausnahmslos zitieren. Ein Beitrag von HANS VAN DER PFLICHT erläutert die 14C-Uhr.
Das Aussterben der Großtiere am Ende der Eiszeit diskutieren die Verf. abschließend mit besonderem Blick auf die Situation Tajmyrs während dieser Zeit. Der durch die Permafrostfunde belegte Zeitabschnitt fällt übrigens gerade in das Zeitalter des Aussterbens. Als Hauptursache des Aussterbens bzw. Verschwindens vermutet man ökologische Veränderungen des Lebensraums, gesteuert durch übergeordnete Änderungen der Temperatur und Feuchtigkeit; Klima-, Landschafts- und Vegetationsgeschichte Tajmyrs und des arktischen Raumes geben den großen Rahmen, in dem nach schlüssiger Ansicht der Autoren menschliche Aktivitäten kaum oder gar nicht zum späteiszeitlichen Artentod beigetragen haben.
Format und Zweispaltigkeit des Textsatzes ermöglichen Raum für schöne und eindrucksvolle Bilder von Funden, Forschern und Fundsituationen, einige einprägsame übrigens auch der arktischen Tundra. Das Buch zeigt einen hochaktuellen Ausschnitt von Forschungsvorhaben, die sich in der Gegenwart noch fortsetzen. Verständlich ge- Lehrbücher, zusammenfassende Darstellungen, Bibliographienmm 695 schrieben, mit packenden Bilder, auch zu einem günstigen Preis ist das vorliegende Werk empfehlenswert.
T. KELLER
Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Jg. 2006, H. 5/6
Kahlke und Mol nehmen uns mit auf ihre Expeditionsreisen in den Polarkreis und stellen knapp und übersichtlich sowohl die enormen logistischen Anforderungen paläontologischer Expeditionen am Rande des technisch Möglichen als auch die Methodik der Probennahme, der Sedimentanalyse von Permafrostböden und der Altersbestimmung von Knochen und Weichkörperfossilien aus dem Pleistozän vor. Obgleich das Mammut, der Fundhäufigkeit angemessen, im Zentrum der Darstellung steht, wird die Vielfalt der Fauna nicht vernachlässigt, und neue Funde von Ren, Elch, Wolf und Moschusochsen finden ihre angemessene Würdigung. So schlägt die Darstellung den Bogen zu einem eindrucksvollen und lebendigen Bild der geologischen, ökologischen und biogeographischen Rahmenbedingungen dieser faszinierenden Landschaften am Rande der arktischen Baumgrenze.
Die Autoren verstehen es, die Quartärpaläontologie frei von Sensationsrhetorik als mühsame, langwierige und letztlich unvorhersehbare, daher aber umso spannendere Wissenschaft zu vermitteln. Kahlke und Mol begleiten die Entdeckung, Bergung und Untersuchung zahlreicher faszinierender Neufunde, die mit noch nie gesehenem Bildmaterial illustriert sind. Sie zeichnen eindrucksvoll nach, wie moder- ne Technik, Erfindungsreichtum, Fleiß und das nötige Quäntchen Finder-glück gepaart mit kaufmännischem Geschick und Medienpräsenz eine systematische Fossiliensuche auf der sibirischen Tajmyr-Halbinsel heutzutage erst möglich machen. Die erfolgreiche Allianz privater Enthusiasten, gezielter Medienpräsenz und hoher wissenschaftlicher Qualität wird in ihrer Struktur deutlich und dürfte für zukünftige Unternehmungen dieser Art beispielhaft sein. Kahlke und Mol lassen auch die bisweilen nicht immer mit den Ansprüchen des abwägenden Wissenschaftlers in Einklang zu bringenden Anforderungen der Medienvermarktung aufscheinen und werfen so ein Licht auf die Unwägbarkeiten, die solche Allianzen mit sich bringen können. Es gelingt den Autoren meisterhaft, die Balance zu halten zwischen den erzählerischen Elementen der Expeditionsberichte und der Vermittlung des aktuellen Wissensstandes zur Paläontologie und Biologie der eiszeitlichen und gegenwärtigen Tundren der Tajmyr-Halbinsel. Dies geschieht auf hohem wissenschaftlichem Niveau und bleibt dabei stets allgemein verständlich. Zahlreiche Zitate führen zu den Originalquellen, wobei hervorzuheben ist, dass auch die russischsprachige Literatur, die in der Vergangenheit nur allzu oft vernachlässigt wurde, ihre angemessene Würdigung erfährt. Die unprätentiöse, sachliche Sprache macht dieses Werk zu einem kompakten, hochinformativen Lesevergnügen.
PD Dr. Thomas Kaiser, Universität Hamburg
Naturwissenschaftliche Rundschau 60. Jahrg. Heft 2, 2007
Bei allen beschriebenen eiszeitlichen Funden folgen nach einer kurzen Entwicklungsgeschichte der einzelnen Arten die neuen Untersuchungsergebnisse der Mageninhaltsstoffe und der Radiokarbondaten. Die verschiedenen Theorien über das Verschwinden der Eiszeittiere werden diskutiert. Abgerundet ist dieses reich bebilderte Werk mit einer Literaturliste zu diesem Th ema. Fazit: Den beiden Autoren des Senckenberg- Buches (insgesamt 96 Seiten) ist es gelungen, sowohl dem Fachpublikum wie auch dem naturwissenschaft - lich interessierten Leser einen Einblick in die heutige Tundrenlandschaft mit ihren beeindruckenden Permafrostbodenfunden zu vermitteln.
Fossilien 4/07, S. 251
The most impressive finds from the Tajmyr Peninsula are those of the woolly mammoth, Mammuthus primigenius. Not only great quantities of tusks have been found and were collected as precious ivory, but the northern expeditions initiated by B. Buigues of the abovementioned firm supplied a great wealth of mammoth fossil material, as well as specimens of other Pleistocene mammals. The book concentrates on the woolly mammoth, but interesting information on other Pleistocene large mammals is also supplied. The authors deal with reindeer (Rangifer tarandus), moose (Alces latifrons), bison (Bison priscus), and the muskox (Ovibos moschatus). Interestingly, woolly rhinos (Coelodonta antiquitatis) could not be found on the Taimyr Peninsula. The authors assume that water-logged areas in the south of the Pleistocene peninsula stopped the northern extension of rhinos, but represented no barrier for mammoths and other species.
This book is certainly worth much more than its moderate price suggests. It not only supplies most interesting reading to mammalogists, describing the ‘‘lost world’’ of the ice ages, but it makes an excellent present for old and young readers that are interested in arctic mammals and expeditions under extreme climatic conditions.
P. Langer, Giessen, Germany
Mammalian Biology 73 (2008), S. 252
7 Vorwort
9 Zum Geleit
11 In Sibiriens hohem Norden
14 Warum Tajmyr?
18 "Who or what killed the mammoths?"
24 Das Jarkov-Mammut, hält es was es verspricht?
27 18 000 Jahre ungestört
31 Mammuthaar am Angelhaken - Der Kampf um den Kadaver
36 Fishhooks letzte Mahlzeit
38 Glück im Unglück - Das Nikolai-Mammut
39 Eiszeitliches Elfenbein - Rohstoff und begehrte Handelsware
41 Datenarchiv Stoßzahn - Einblicke in Mammutwege
48 4 000 km Kliff und Funde am Lake Arilach
57 Tiefgefrorene Sammlungen
61 Die "Uhr" in toten Organismen
63 Ein Renskelett mit Haut und Haar
67 Elche auch im höchsten Norden
69 Eiszeitbisons - Ein Erfolgsmodell
74 Ein Moschusochsen-Paradoxon?
78 Fellnashörner unbekannt
79 Debatte um das Sterben
85 Dank
86 Literatur