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Peter Hupfer:

Die Ostsee - kleines Meer mit großen Problemen

Eine allgemeinverständliche Einführung

2010. 5. Auflage, 262 Seiten, 125 Abbildungen, 42 Tabellen, 15x21cm, 490 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-443-01068-3, brosch., price: 27.80 €

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baltic sea oceanography climateoriginglaciationbiotaecologypollution

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Inhaltsbeschreibung top ↑

OSTSEE. Schon das Wort fasziniert Millionen von Menschen in Deutschland und in all den Ländern, die das Meer säumen. Gedacht wird an Urlaub am Meer, an Fährpassagen und Kreuzfahrten, an unvergleichliche Küstenstädte und an die reizvoll abwechslungsreiche Natur aller Ostseeländer. Aber das kleine europäische Meer birgt in sich vielschichtige und ernste Umweltprobleme natürlichen und menschlichen Ursprungs, deren Besonderheiten für den Leser von Interesse sind.

Als die früheren Auflagen des Buches erschienen, war die Konvention zum Schutz der natürlichen Umwelt der Ostsee noch jung und koordinierte Maßnahmen zur Förderung der „Gesundheit“ des Meeres begannen gerade. In der vorliegenden Ausgabe werden eingetretene Fortschritte und neue Fragestellungen wie auch die internationalen Forschungsergebnisse zusammengestellt. Zu den bisherigen Problemen kommt nun noch die aktuelle Klimaänderung hinzu, durch die fast alle Vorgänge in diesem Meer betroffen werden und die im Buch genauer behandelt wird.

Ob es sich um Wetter und Klima, Sturmfluten, Seegang, Küstenschutz, Fischfang, Entwicklung der Ostsee, Bodden und Haffs oder die vielfältigen Prozesse innerhalb des reliefreichen Meeres, wie die enorm wichtigen Salzwassereinbrüche handelt, – auf nahezu alle interessierenden Fragen bekommt der Leser eine allgemeinverständliche Antwort und lernt damit die Ostsee erst richtig kennen.

Bespr.: Der Wetterlotse Jg. 62 Nr. 763/764 Juli/August 2010 top ↑

Das interdisziplinär angelegte, kürzlich in der 5. Auflage erschienene Buch sei allen an der Ostsee Interessierten ans Herz gelegt. Es ist sehr gut lesbar, zahlreiche Tabellen, teils farbige Abbildungen und Fotos illustrieren den Text.

In 12 Kapiteln wird eine allgemeinverständliche Einführung in die Geschichte (Kap. 1: vom Eis geformt: der Ostseeraum), den aktuellen Zustand (z.B. Kap. 3: Ostseeklima und Wassertemperaturen) sowie die mögliche Zukunft des Meeres (Kap. 10: die Ostsee im Klimawandel) gegeben. Weitere Themen sind das Leben in der Ostsee (Kap. 8) und ihre Nutzung (Kap. 10).

Ein großes Problem der Ostsee, die Stagnation und der Sauerstoffschwund in den tiefen Becken, verstärkt durch die anthropogen mit hervorgerufene Eutrophierung wird im Kap. 7 (Einflüsse des Menschen auf das Meer) behandelt. Hier schließt sich der Kreis zu den ersten vier Auflagen, die in den 1980er Jahren erschienen sind. Ein Forscherleben später stellt der Autor resümierend fest, dass trotz vielfältiger internationaler Schutzmaßnahmen nach wie vor Gefahr besteht, aktuell durch den sich bereits vollziehenden Klimawandel und seine Folgen.

B. Tinz

Der Wetterlotse Jg. 62 Nr. 763/764, Juli/August 2010, S. 166

Bespr.: Mitteilungen DMG 04/2010 top ↑

Der in der Fachwelt vor allem als Klimatologe bekannte Autor hat sich in seinem Berufsleben auch intensiv mit der Ostsee beschäftigt. Das 1957 gegründete Maritime Observatorium Zingst der Universität Leipzig wurde von ihm in den folgenden zwei Jahrzehnten energisch und fachkundig zu einer speziellen Lehr- und Forschungsstätte ausgebaut. Im Laufe dieser Jahre verfasste Peter Hupfer eine Reihe wissenschaftlicher Publikationen zu Problemen der Küstenmeteorologie und –ozeanologie. Daneben entstand eine allgemeinverständliche Darstellung über die Ostsee, die unter gleichem Titel wie das hier zu besprechende Werk (allerdings ohne den Zusatz „Eine allgemeinverständliche Einführung“) 1978 in der Reihe „Kleine naturwissenschaftliche Bibliothek“ des Leipziger Teubner-Verlags erschien.

Der Buchtitel hätte nicht besser gewählt werden können. Das kleine Meer, welches für die damaligen DDR-Bewohner eingedenk der beschränkten Reisemöglichkeiten wohl das Urlaubsparadies schlechthin war, hatte mit schwerwiegenden Umweltproblemen zu kämpfen, die im Büchlein offen angesprochen wurden. Sicher nicht zuletzt deshalb war die Veröffentlichung recht erfolgreich; sie erlebte bis 1984 drei weitere Auflagen. 1982 erschien sogar im renommierten Leningrader Verlag Gidrometeoizdat eine russischsprachige Version. Nun wird nach 26 Jahren eine wesentlich erweiterte und selbstredend aktualisierte 5. Auflage vorgelegt. „Als die früheren Auflagen des Buches erschienen, war“, wie auf der Rückseite des Buches festgehalten, „die Konvention zum Schutz der natürlichen Umwelt der Ostsee noch jung und koordinierte Maßnahmen zur Förderung der ‚Gesundheit’ des Meeres begannen gerade“. In der vorliegenden Ausgabe werden eingetretene Fortschritte und neue Fragestellungen wie auch die internationalen Forschungsergebnisse zusammengestellt.

Die Thematik wird in zwölf Kapiteln abgehandelt.

Das erste Kapitel beschreibt die Entstehung des noch jungen Meeres, die Vielfalt der Küstenformen, den durch Becken und Schwellen reich gegliederten Meeresboden wie auch den Sedimentteppich. Gleich das zweite Kapitel macht im Rahmen der Wasserhaushaltsbetrachtung die Besonderheit der Ostsee deutlich: Während das durch Flusszufuhr gespeiste salzarme Wasser an der Oberfläche in Richtung Atlantik ungehindert ausströmen kann, beeinträchtigt die nur sehr schmale und flache Verbindung zum Weltmeer den kompensierenden salzreichen Gegenstrom in der Tiefe, was dort zur Sauerstoffarmut führt. Nur bei besonderen meteorologisch- ozeanologischen Bedingungen kommt es zum „Lebenselixier Salzwassereinbrüche“.

Das Ostseeklima und die Wassertemperaturen, wozu auch das Thema der Eisverhältnisse gehört, und das „Wellenspiel“ in den verschiedenen räumlichen und zeitlichen Skalen sind Gegenstand der Kapitel drei und vier.

Danach wird die Küste, jene interessante Linie, an der die „Elemente“ Luft, Wasser und Erde zusammentreffen, ins Visier genommen. Hier ordnen sich auch die Ausführungen zu den Sturmfluten ein, wobei das folgenreiche Ereignis vom 12./13. November 1872 besondere Erwähnung findet. Es schließt sich im sechsten Kapitel die Behandlung der inneren Küstengewässer, der Bodden und Haffs, an.

Neben dem erschwerten Wasseraustausch mit dem Atlantik ist die Ostseeproblematik auf die vielfach dichte Besiedlung ihres Küstengebietes zurückzuführen. Dies hat vor allem den Eintrag unterschiedlichster Stoffe zur Folge, die das Selbstreinigungsvermögen der Ostsee überfordern. Das wichtige Kapitel „Einflüsse des Menschen auf das Meer“ behandelt ausführlich die Fragen der Eutrophierung und des Sauerstoffschwunds, wobei nochmals die Wichtigkeit der Salzwassereinbrüche deutlich wird.

Obwohl die Abhandlung vorwiegend auf abiotische Prozesse orientiert ist, werden meeresbiologische Fragen nicht unberücksichtigt gelassen (Kapitel acht). Es wird dabei betont, dass die zentrale Ostsee Brackwassercharakter aufweist, was eine Artenarmut, nicht aber unbedingt eine verminderte Individuenzahl zur Folge hat.

Im Kapitel „Ein Meer steht Modell“ zeigen sich wohl besonders die Fortschritte, die seit der letzten Auflage des Buches gemacht worden sind. Die Modellierung der marinen Prozesse für die Beratungs- und Vorhersagepraxis ist nicht mehr wegzudenken. Auch das zehnte Kapitel „Die Ostsee im Klimawandel“ hätte so vor 25 Jahren nicht geschrieben werden können. Zu den bisherigen Problemen ist die aktuelle Klimaänderung hinzugekommen, durch die fast alle Vorgänge in der Ostsee beeinflusst werden.

Im vorletzten Kapitel wird die Nutzung der Ostsee in ihren unterschiedlichsten Formen besprochen: Seeverkehr, Fischfang, Ausbeutung der Lagerstätten, Urlaub am Meer.

Das Büchlein schließt, von einer Liste ergänzender deutschsprachiger Literatur und einem ausführlichen Sachwortverzeichnis abgesehen, mit einem Kapitel zur Erforschung der Ostsee, an der auch das eingangs erwähnte Observatorium der Leipziger Universität, nicht zuletzt durch das internationale Küstenexperiment EKAM ( Einflüsse der Küste auf Atmosphäre und Meer) Anfang der 1970er Jahre, einen gewichtigen Anteil hat.

Es fällt dem Rezensenten schwer, das viel zitierte Haar in der Suppe zu finden. Er kann lediglich bemängeln, dass ein Teil der Abbildungen des ansprechend gestalteten Titels, sicher aus Sparsamkeitsgründen, nur in schwarzweiß wiedergegeben wurden, was bei einigen Fotos schade ist und wodurch zumindest bei einer Grafik (Abb. 2.1) die Erläuterungen nicht mehr passen. Die Publikation wird jeder, der sich nur ein wenig für die Ostsee interessiert, mit großem Gewinn in die Hand nehmen. Gerade für Meteorologen ist es lesenswert, da die ozeanographischen und indirekt die biologischen Verhältnisse der kleinen Ostsee und ihre Veränderungen fast ausschließlich (Ausnahmen sind Trägheitsschwingungen und die schwachen Gezeiten) von den Einflüssen des Wetters und des Klimas abhängen.

Michael Börngen

Mitteilungen DMG 04/2010

Bespr.: Küsten Newsletter 1/2011 top ↑

Vor 32 Jahren, im Jahr 1978, wurde die erste Auflage des Buches „Die Ostsee – kleines Meer mit großen Problemen“ von Prof. Dr. Peter Hupfer veröffentlicht, im August letzten Jahres erschien die fünfte, vollständig überarbeitete Fassung. Im Vorwort stellt der in Klima- und Meeresforschung renommierte Autor fest, dass es gerechtfertigt sei, das Buch unter dem alten Titel auf den Markt zu bringen. Leider, so möchte man anfügen. Geschrieben wurde das Buch als „eine allgemeinverständliche Einführung“ für Studenten und Personen, die an der Ostsee interessiert sind.

Das insgesamt 262 Seiten umfassende Buch besticht durch die klare Gliederung in zwölf Teilthemen, die jeweils auf 15-20 Seiten kompakt und präzise abgehandelt werden.

In den ersten vier Kapiteln werden die naturwissenschaftlichen Grundlagen gelegt: Beachtung finden zunächst die Entstehung der Ostsee (Kap. 1), ihr Wasserhaushalt (Kap.2) und Klima (Kap. 3) sowie Wellen, Gezeiten und Strömungen (Kap. 4). So wird deutlich, dass die Küste als Grenzsaum zwischen Land und Meer maßgeblich von den Eiszeiten geformt und heute durch die Wellenergie und dem dadurch verursachten Materialtransport gestaltet wird. Dieser Dynamik der Küstenlinie wird durch Küstenschutz und Küstenmanagement – einem Ansatz von dem in früheren Ausgaben noch nicht gesprochen werden konnte, weil er vergleichsweise jung ist – Einhalt geboten (Kap. 5). Anschließend widmet sich P. Hupfer den Besonderheiten von inneren Küstengewässern, wie Bodden und Haffs in der südlichen Ostsee (Kap. 6) und kommt damit unweigerlich auf das Problem der Eutrophierung zu sprechen. Dieser Aspekt wird auch in Kapitel 7 – Einflüsse des Menschen auf das Meer – aufgegriffen und durch meeresbiologische Grundlagen fundiert (Kap. 8). Es folgt ein kurzes Kapitel über Modelle/Modellierungen in der Meeresforschung, die sowohl für Sedimenttransportberechnungen, Stoffeinträge oder Wasserstände benötigt werden. Modelle spielen natürlich auch für die Klima(folgen)forschung eine bedeutende Rolle. Die Ostsee im Klimawandel ist ein hochaktuelles Thema und nimmt in dieser Zusammenschau ein längeres Kapitel ein (Kap. 10). Sozio-ökonomische Aspekte der Ostseenutzung (und der daraus erwachsenden Probleme) werden überblicksartig in Kapitel 11 dargelegt. Das Buch schließt mit einem Kapitel über die Ostseeforschung und deren Beitrag zu Schutzstrategien.

In der Gesamtschau stellt das Buch kompakt und allgemeinverständlich, aber dennoch in der notwendigen Tiefe, aus (natur-)wissenschaftlicher Perspektive den aktuellen Stand der Ostseeforschung dar. Aufgrund der zahlreichen Diagramme, Tabellen, Karten und Schemata bietet das Buch einen sehr guten Einstieg in die Thematik und ist uneingeschränkt empfehlenswert.

Dr. Antje Bruns

Küsten Newsletter 1/2011, Seite 11

http://www.eucc-d.de

Bespr.: der Aufschluss Ausgabe 1 Januar/Februar 2011 top ↑

Die Ostsee – denken wir dabei nicht an Urlaub, Sonne, Strand und Ferien? Das Buch ist aber kein Reiseführer zu den Küstenstädten, Stränden und Landschaften der neun Anrainerländer, sondern vielmehr ein gut verständlicher Überblick über die speziellen Eigenschaften eines vielgestaltigen intrakontinentalen Nebenmeeres. Die Entstehungsphasen der Ostsee im Quartär werden anschaulich verdeutlicht. Natürlich kann der ältere geologische Unterbau der Ostsee nicht ausführlich dargestellt werden, trotzdem wären hier aktuellere Altersangaben zu wünschen. Die geografischen Gegebenheiten, die Morphologie des Meeresbodens, Zu - flüsse und Einzugsgebiete sowie Durchlässe zum Weltmeer werden dargestellt und mit zahlreichen Daten zum Wasserhaushalt und zur Wasserchemie verknüpft. Faunen und Floren der Ostsee mit ihren speziellen ökologischen Anpassungen an unterschiedliche Lebensräume werden geschildert. Weitere Kapitel widmen sich den Auswirkungen, die der Mensch auf die Ostsee ausübt, sowie ihre Nutzung durch ihn. Das Buch beinhaltet damit eine enorme Menge an Daten und Fakten, die integrativ aufeinander bezogen werden und damit Wirkungsketten und im Einzelnen komplizierte, wechselseitige Beeinflussungen aufzeigen. Zahlreiche Bilder, Grafiken und Tabellen veranschaulichen das Datenmaterial. Ergänzende deutschsprachige Literatur und ein Sachverzeichnis runden das Buch ab.

Mit dem Buch vermittelt der Autor ein umfassendes Bild der Ostsee und integriert ein vielfältiges Themenspektrum von der Geologie zur Ozeanografie und Klimatologie, von der Biologie zu Umwelt- und sozioökonomischen Wissenschaftsaspekten.

Dorothee MERTMANN, Halle (Saale)

der Aufschluss Ausgabe 1 Januar/Februar 2011, Seite 54

Bespr.: ekz-Informationsdienst ID 7/11 top ↑

Interessante und umfassende Einführung in dieses europäische Nebenmeer und seine Besonderheiten und spezifischen Probleme. Schwerpunkte sind die Prozesse im Wasserkörper selbst (z.B. Salzgehalt, Temperatur) und an der Oberfläche (z.B. Wellen, Eis). Themen sind u.a. die wechselhafte Geschichte des Meeres, Ozeanografie, Klima und Klimawandel, Küstenformen und Strände, das Leben im Meer, Einflüsse von Gezeiten, die Einflüsse der Menschen in den Anrainerstaaten (und die Fortschritte, die durch Schutzmaßnahmen inzwischen erzielt wurden), Küstenschutz und Küstenmanagement. Viele Diagramme, Tabellen, Karten und Modellierungen setzen einige Vorkenntnisse beim Leser voraus. Neben vielen Büchern zu touristischen Aspekten der Ostseeküste gibt es nur wenige, die sich mit dem gesamten Ostseeraum beschäftigen, z.B. "Küsten der Ostsee" (BA 9/03) mit Schwerpunkt Küstenlandschaften und "Die Ostsee" (BA 12/02) mit Schwerpunkt Natur- und Kulturgeschichte, Geologie und Geografie. Daher ist dieser aktuelle Titel für ausgebaute Bestände und für Bibliotheken mit regionalem Bezug zur Ostsee zu empfehlen.

Ingrid Rall-Haiß

ekz-Informationsdienst

Bespr.: Neues Deutschland 66. Jg. Nr. 55 vom 07.03.2011 top ↑

Das Innenleben eines Meeres Porträt der Ostsee zeigt Flora und Fauna ebenso wie klimatischen Wandel

Von Dieter Hanisch Sie ist mit rund 415 000 Quadratkilometern nicht unbedingt ein großes Meer. Die Ostsee steckt dennoch voller großer Probleme. Das jedenfalls konstatiert der Berliner Meteorologe Peter Hupfer, der bereits in den 80er Jahren mit einer Dokumentation zum Baltischen Meer aufwartete. Eine Bestandsaufnahme von Artenarmut bis Zirkulation bietet die völlig überarbeitete fünfte Auflage der Ostsee-Analyse des Berliner Meteorologieprofessors Hupfer. Kurz und prägnant liefert er einen guten Einblick in das größte Brackwassermeer dieses Planeten.

Auf Seite 167 stellt der in Berlin beheimatete Hupfer mit »Was nun? «die eigentlich zentrale Frage. Sein Appell an die neun Anrainerstaaten ist dabei so unmissverständlich wie dringlich: »Entscheidend für den Gesundheitszustand dieses Meeres wird die weitere starke Einschränkung der schädlichen Einflüsse sein, die aus dem Einzugsgebiet das Meer erreichen.«Der zwischenstaatlichen Helsinki-Kommission kommt dabei aus der Sicht des Autors die Rolle des»Umweltpolizisten«und die eines»Think tanks«zu, die sich mit »Baltic21«eine Agenda für den Ostseeraum im 21. Jahrhundert gegeben hat.

Hupfers Werk, anschaulich versehen mit 125 Abbildungen und 42 Tabellen, reicht von der Erdgeschichte bis zu Geologie und Hydrographie. Die unterschiedlichen Küstenformen wie Bodden Haffs werden beschrieben. Hupfer geht natürlich auf die Gefahr »Mensch«ein und kommt berufs- bedingt natürlich auf die meteorologischen respektive klimatischen Veränderungen zu sprechen. Veränderungen, die laut Hupfer häufigere Westwindlagen zur Folge haben; damit zusammenhängend steigende Wasserstände an unserer Küste.

Gleichsam wie ein Taucher bewegt sich Hupfer auf der Suche nach dem Leben durch die Ostsee. Und dabei stößt er auf eine Vielzahl von Fischen und Plankton, die ebenso ein Buchkapitel füllen wie Säugetiere und Vögel. Zudem findet Hupfer aber auch umwelt- belastende Schwermetalle, Ölreste, giftige Weltkriegsmunition und radioaktiven Müll.

Die Nutzung des Meeres als touristischer Anziehungspunkt, als Verkehrsweg oder für die Fisch- industrie wird von Hupfer beleuchtet. Unweigerlich kommen künftige Aktionsfelder wie die Offshore-Windenergieanlagen oder der Energietransport etwa mittels der entstehenden Gas-Pipeline in den Fokus. Mit einem Exkurs über die Ostseeforschung schließt Kupfer seine Rundumbetrachtung. Gerade dabei wäre an mancher Stelle eine ökopolitische Gewichtung, Vertiefung und Parteinahme durchaus wünschenswert gewesen.

Ein Stichwortverzeichnis erleichtert die Benutzung des Buchs als Nachschlagewerk. Dazu gibt es noch diverse Hinweise auf vertiefende deutschsprachige Literatur.

Dieter Hanisch

Neues Deutschland 66. Jg. Nr. 55, 07.03.2011

Bespr.: Geographie und Schule Heft Nr. 205/35. Jg., Oktober 2013 top ↑

Das kleine europäische Meer birgt in sich vielschichtige und ernste Umweltprobleme natürlichen und menschlichen Ursprungs. Aus dem Inhalt: Vom Eis geformt: Der Ostseeraum; Salz- und Süßwasserspiegel im Wechselspiel; Ostseeklima und Wassertemperaturen; Überall und immer in Bewegung; Mit Blickpunkt Küste (z.B. Wellenenergie, Sturmfluten, Küstenschutz, Strandklima und mehr); Stille Wasser sind nicht immer tief; Einflüsse des Menschen auf das Meer; Vom Leben in der Ostsee; Ein Meer steht Modell; Die Ostsee im Klimawandel; Nutzung der Ostsee; Ostseeforschung. Das Buch ist eine umfassende und vielseitige Darstellung, die unter den verschiedensten Gesichtspunkten Eingang in den Unterricht finden kann.

Geographie und Schule Hefte Nr. 205/35. Jg., Oktober 2013

Bespr.: Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Teil II Jg. 2011, Heft 1/2 top ↑

Das Buch des Meteorologen PETER HUPFER war zuletzt 1984 in vierter Auflage in der Reihe Kleine naturwissenschaftliche Bibliothek als Band 40 bei Teubner in Leipzig erschienen und umfasste damals 152 Seiten. Inzwischen veränderte sich, insbesondere nach der politischen Wende in Europa und dem globalen Klimawandel, auf dem Gebiet der Meeresforschung rund um das Mare Balticum ziemlich viel. Dass man dem Rechnung trägt und dabei zugleich auf den breiten Fundus dieses frühen Werkes zurückgriff, ist nicht nur dem Autor zu verdanken, sondern auch dem Verlag Borntraeger.

In einer an den Anfang gestellten, recht nützlichen Übersichtskarte mit den Ostsee- Anliegerländern, wichtigen Städten und den hauptsächlichen Teilgebieten des Meeres stört die im Skagerrak eingezeichnete und nordsüdlich verlaufende, rein theoretische Grenze zwischen Nord- und Ostsee. Später im Text (z. B. S. 56 und S. 58) wird dann auch an entsprechender Stelle mehrfach darauf hingewiesen, diese Grenze zwischen den Meeren sei korrekter durch die Salinitätsunterschiede sowie durch Fauna- und Floragrenzen zu definieren und läge südlich des Kattegats in der Beltsee.

Die Ostsee ist in ihrer heutiger Form – geologisch betrachtet – mit einem Alter von ca. 7.000 Jahren ein extrem junges Meer. Seine Weiterentwicklung hält weiter an, auch ohne die zusätzlichen mehr oder weniger großen Entwicklungen, die der Mensch verursachte. Zudem ist dieses relativ kleine Meer mit seinen vielgestaltigen Meeresarmen, Buchten, Bodden und Haffs von ganz unterschiedlichen Küsten umgeben, besitzt ein vielfältiges Bodenrelief und ist durch zeitlich, mengenmäßig und – besonders was den Salzgehalt betrifft – durch sehr unterschiedliche und stark schwankende Zuflüsse geprägt. Man erfährt ganz nebenbei, das gesamte Einzugsgebiet der ins Meer mündenden Flüsse entspräche der fünffachen Fläche Deutschlands. Demgegenüber finden größere Salzwassereinströmungen von der Nordsee nur unter ganz bestimmten seltenen Bedingungen statt. Dadurch kommt den verschiedenen Belastungen eine große Bedeutung zu, die durch Kriege und deren ökologische Folgen, durch politisch, ökonomisch und technologisch sehr unterschiedlich geprägte Anrainerstaaten begründet waren und teilweise noch immer sind.

Wenn dann noch die wechselvollen natürlichen Einflüsse zu beachten sind – die unterschiedlichsten Wetterlagen und Windrichtungen mit den entsprechenden Wellensystemen und Sturmhochwassern, die zwar sehr gemäßigten aber nicht ganz zu vernachlässigenden Gezeiten und die komplexen durch unterschiedlichen Salzgehalt bedingten Wasserschichten, ferner lokale Turbulenzen, Oberflächen- und Tiefenströmungen sowie die noch immer wirksame nacheiszeitliche Landhebung Skandinaviens – gerät die umfassende Beschäftigung mit dem Thema Ostsee schnell zu einem komplexen und sehr umfangreichen Forschungsthema und sogar zu einem anspruchsvollen Modell für die gesamte Meeresforschung.

Die einzelnen Themen reichen von der Geologie, über Flora und Fauna, Einflüsse des Menschen, Nutzung der Ostsee durch Fischerei, Lagerstätten, Gütertransport und den Tourismus, die aktuellen Umweltgefahren und den heutigen international erfolgreich kooperierenden Umweltschutz bis hin zur modernen regionalen Klimatologie für das 21. Jahrhundert. So ist auch dieses aktualisierte und thematisch hoch interessante Buch als modellhaft zu bezeichnen, trotz zahlreicher (Schreib-)Fehler, die sich immer noch darin finden.

Als Hauptgefahr für die Ostsee wird auf der Seite 158 im Abschnitt Stagnation und Sauerstoffschwund „… eine ungesunde heftige Lebensentwicklung auf der einen Seite, fortschreitende Stagnation in der Tiefe auf der anderen Seite.“ resümiert. Für einen mit der Ostsee weniger vertrauten Leser mag die Aussage zum Benthos in den tiefen Becken der Ostsee sehr beunruhigend und aufrüttelnd sein: „Die Lebensgemeinschaften, die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts dort existierten, sind teilweise verschwunden. Neubesiedlungen aus flacheren Gebieten sind … oft nur von kurzer Dauer …“

Das neue und umfangreiche Kapitel 10 Die Ostsee im Klimawandel liefert zahlreiche Abbildungen und Tabellen mit Messdaten aus unterschiedlich langen Zeiträumen und stellt Prognosen aus rechnermodellgestützten aktuellen Forschungsarbeiten zur Verfügung. Man muss lobend die Bemerkung erwähnen, die Zuverlässigkeit derartiger Prognosen sei nur mit großer Vorsicht und Zurückhaltung zu bewerten. Es bleibt auf diesem Gebiet noch viel zu tun.

Das letzte Kapitel widmet sich kurz der Geschichte der Ostseeforschung, angefangen mit Untersuchungen durch ALEXANDER VON HUMBOLDT im Sommer 1834, über die, selbst im „Kalten Krieg“, erfolgreich wirkende Gdańsker Konvention der Anliegerländer von 1973 zum Umweltschutz und der Helsinki-Kommission von 1992 bis zur aktuellen Ostsee- und Küstenforschung in Deutschland.

Leider ist das eineinhalbseitige Literaturverzeichnis äußerst mager ausgefallen, und selbst die zahlreich erwähnten und genutzten Veröffentlichungen anderer Autoren sind im Literaturverzeichnis nicht zu finden. Lobend zu erwähnen ist, dass sowohl für Einsteiger in die Naturwissenschaften als auch für „Langgediente“ die kleine Liste der Vorsätze zu Maßeinheiten von Peta- = 1015 bis Atto- = 10-18 hin und wieder von Nutzen sein wird. Sehr bedauerlich ist jedoch das Fehlen eines Glossars der wichtigsten Fachbegriffe.

Wie aus Abb. 1.2 Grundzüge der Tiefenverteilung sowie Angaben zu den Küstenformen zu entnehmen ist, bestehen weite Teile der westlichen, südlichen und östlichen Küsten aus Glazialschutt (Glazialschuttküsten). Man findet deshalb dort an vielen Stellen sehr aktive Kliffs mit kaum beherrschbarem, starken Küstenrückgang und immer wieder auch interessanten Geschieben, die heute noch von Bedeutung für die Petrographie der Gesteine am Grund und rund um die Ostsee sind, und ebenso für die Paläontologie vom Kambrium bis ins Paläogen. Dieser letzte Aspekt und der Begriff Geschiebe wurde vom Autor auch im Abschnitt Näheres über den Sedimentteppich nicht erwähnt, obwohl dort von Steinen, Blöcken und Geschiebemergel die Rede ist.

Leider gibt es aber auch zahlreiche Schreibfehler. Man erhält zunehmend den Eindruck, Buchrezensenten müssten wohl immer häufiger einen gründlichen Lektor ersetzen! So steht in Abb. 1.1, S. 12 Göteburg, im Text S. 13 korrekt Göteborg. Nur mit Mühe und bei bester Beleuchtung lassen sich bei den eingezeichneten Küstenlinien in Abb. 1.2 die in der Legende dargestellten insgesamt 7 unterschiedlichen Grautöne unterscheiden. In Tab. 1.3 Entwicklung der Ostsee sollte man beim Limnaea- und Mya-Meer statt 500 v. h. besser 1500 v. Chr. schreiben, um so auch den zeitnahen und kulturellen Zusammenhang zu verdeutlichen. In Abb. 1.10 liest man Gottlandbecken statt Gotlandbecken. Die in der Beschriftung von Abb. 2.1 angegebenen blauen und roten Linien sind nicht eingezeichnet, bzw. nicht zu erkennen. Nach Ansicht des Rez. sind außerdem aktuelle verfassungsrechtliche Bezeichnungen von Ländern wie Tschechische Rep. und Slov[sic!]akische Rep. in diesem geographischgeologischen Zusammenhang unpassend. Konsequenterweise dürfte dann auch der nördliche Teil des ehemaligen Ostpreußens nicht einfach Russland heißen! Weiter S. 52: „Der Salzgehalt ausgedrückt in PSU (Practical Salinity Unit), was etwa gleichbedeutend ist mit 1 g (die 1 fehlt hier) Salz je kg Meerwasser“. In der zugehörigen Tab. 2.3 muss man sich bei zahlreichen Dichtewerten zwischen PSU 10 bis PSU 25 jeweils 1,00 bzw. 1,0 vor die angegebenen hinteren Stellen gesetzt denken. Das ist schon eine sehr eigenwillige Form von Sparsamkeit! Beim Betrachten der Tab. 6.2 muss einem erst einmal klar werden, dass mit z. B. 9.1, 9.2, 26.12 oder 8.3 die Kalendertage 09.01., 09.02., 26.12. und 08.03. gemeint sind. Und schließlich sind in Abb. 8.5 mit Verbreitungsgrenzen ausgewählter Pflanzen und Tiere in der Ostsee den im Finnischen Meerbusen eingezeichneten roten und blauen Linien, anders als im übrigen Teil der Ostsee, keine Arten zugeordnet, und aus einer Analogiebetrachtung der farblichen Reihenfolge der Linien sind die bis dort vorkommenden Arten leider auch nicht rekonstruierbar.

Es ist alles in allem ein sehr lesenswertes Buch für diejenigen Leser, die sich anhand der Situation der Ostsee einen Überblick über heutige Probleme der Meeresforschung verschaffen wollen. Der Autor beleuchtet ein breites Spektrum von Forschungsthemen. Gerade weil die Ostsee ein so vielfältiges und interessantes Meer ist, kann das Buch als einführendes Lehrbuch seinen Platz finden.

G. SCHÖNE

Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Teil II Jg. 2011, Heft 1/2

Bespr.: Berichte zur deutschen Landeskunde Band 85, Heft 2, 2011 top ↑

Das in mehreren Auflagen (1978, 1979, 1981, 1984) bei Teubner in Leipzig verlegte Buch ist 2010 in stark erweiterter fünfter Auflage bei Borntraeger in Stuttgart erschienen; der Umfang ist von 152 auf 262 Seiten angewachsen.

Der erweiterte Umfang ist, wie der Autor betont und die Durchsicht bestätigt, der Aufnahme neuer Themenbereiche, insbesondere der vielfältigen Nutzung der Ostsee und ihres Einzugsgebietes sowie ihrer Auswirkungen auf die Ostsee geschuldet. Damit erhält die aktualisierte Neuauflage eine bemerkenswerte und insgesamt logisch aufbereitete Komplexität, die einen Rahmen von der erdgeschichtlichen Entwicklung des Ostseeraumes bis zur gegenwärtigen ökologischen Situation der Ostsee auszufüllen versucht. Sie ist – wie auch die bisherigen Auflagen – als allgemeinverständliche Einführung angelegt. Diesem Anspruch wird das Buch, das sich zwar insbesondere an Studenten der Geo- und Biowissenschaften, aber auch an eine entsprechend interessierte breitere Leserschaft wendet, vollends gerecht.

Das Buch ist in zwölf Kapitel gegliedert, wobei die erste Hälfte – den bisherigen Auflagen nahestehend – die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Ostseeraumes behandelt. Hier findet der Leser ausführliche und gediegene Informationen zur erdgeschichtlichen Entwicklung, zum Wasseraustausch zwischen Ost- und Nordsee, zu den klimatischen Rahmenbedingungen und ihren tendenziellen Veränderungen, ihre Auswirkungen auf das Schichtungs- und Strömungsverhalten des Wasserköpers sowie den Küsten und ihrer Gefährdung. Das bis zur Gegenwart aufbereitete Datenmaterial, dessen tabellarische Darstellung manchmal etwas zu detailliert erscheint, vermittelt einen aktuellen Wissensstand. Allerdings wird der Wasserhaushalt der Ostsee auf der Grundlage der Jahresreihe 1951–1970 gekennzeichnet, obwohl inzwischen bereits längere Zeitreihen (1921/ 51–1990/ 00) zur Verfügung stehen.

Der zweite Teil des Buches ist den menschlichen Nutzungsaktivitäten sowohl im Einzugsgebiet der Ostsee als auch des Wasserkörpers selbst gewidmet und widerspiegelt die über die bisherigen Auflagen hinausgehende Erweiterung. Dabei ist hervorzuheben, dass Einzugsgebiet und Wasserkörper als funktionale Einheit betrachtet werden, was für meereskundlich orientierte Publikationen nicht selbstverständlich ist. Im Mittelpunkt stehen der Nährstoffeintrag und der daraus resultierende, auf den Wasseraustausch mit der Nordsee reagierende, sensible ökologische Status der Ostsee. Das Spektrum der Nutzung umfasst Seeverkehr, Fischfang, Lagerstätten, touristische Aktivitäten, Windenergienutzung, Pipelinetransport, Stromkabel und den Schadstoffeintrag; der nicht unumstrittene Einfluss der Zellstoff- und Papierindustrie in den skandinavischen Anrainerstaaten bleibt dabei leider unberücksichtigt.

Der modernen Forschungsmethodik trägt der Autor mit einem gesonderten Kapitel über die Modellierung ausgewählter Teilaspekte Rechnung, wobei – aus geophysikalischem bzw. ozeanologischem Blickwinkel – eine Beschränkung auf zwei- und dreidimensionale numerische Modelle erfolgt, deren Ergebnisse im folgenden Kapitel ausführlich diskutiert werden.

Aus geowissenschaftlicher Perspektive kommen in diesem Zusammenhang aber einige Aspekte, wie beispielsweise die räumliche Abbildung laminierter Sedimente als Widerspiegelung des variierenden Wasseraustauschs und daraus folgender pulsierender Volumina sauerstoffarmer Wasserkörper in den stagnierenden Beckenbereichen der Ostsee, zu kurz.

In diesem Kontext hat das Kapitel über die Auswirkungen der Klimaveränderungen im Ostseeraum an dieser Stelle seine Berechtigung, das sich ansonsten auch als Fazit der ersten Buchhälfte angeboten hätte. Der Autor wertet die modellgestützten Szenarien des Klimawandels wohltuend zurückhaltend und differenziert: im 21. Jh. (auf S. 210 hat sich dabei ein Fehler eingeschlichen) wird ein Anstieg der Luft- und Wassertemperatur, eine Verlängerung der Badesaison, ein Rückgang der flächenhaften Wintervereisung, ein Anstieg der mittleren und Sturmhochwasserstände sowie eine Verlängerung der Vegetationsperiode erwartet. Bei den nicht auszuschließenden Veränderungen des Wasserhaushalts und damit des Wasseraustauschs mit der Nordsee wird der zunehmende Talsperreneinfluss auf die Zuflussverhältnisse der Ostsee nur punktuell angedeutet. Da sich das Talsperrenvolumen – bezogen auf einen mittleren Zufluss zur Ostsee von 478,8 Mrd. m³ (1921–90) – aber von 0,50 Mrd. m³ (1910) auf 66,50 Mrd. m³ (2000) bereits um den Faktor 10² erhöht und einen Speichereffekt von 13,9% erreicht hat, wäre eine eingehendere Interpretation wünschenswert gewesen.

Abschließend wird der Weg der Ostseeforschung skizziert, wobei ihre zunehmende Internationalisierung sichtbar wird; die Küstenforschung wird dabei besonders berücksichtigt.

Insgesamt kann das Buch uneingeschränkt empfohlen werden. Es versteht sich zwar als eine allgemeinverständliche Einführung, doch macht es seine Detailliertheit und Komplexität zugleich zu einem wissenschaftlich fundierten Kompendium des Ostseeraumes, das zu einer vertieften Beschäftigung mit einzelnen Aspekten einlädt. Diesem Anliegen dienen auch 125 oft farbig ausgestaltete Abbildungen sowie 42 Tabellen. Dem Manko der Beschränkung des weiterführenden Literaturapparates auf nur 18 Zitate hätte durch die Vervollständigung der Quellenangaben durch die Jahreszahlen bei Tabellen und Abbildungen ein wenig begegnet werden können, sie hätten eine bessere Hinführung zu besonders interessierender Spezialliteratur ermöglicht; ein Register erleichtert die Erschließung des Buches.

Klaus D. AURADA, Greifswald

Berichte zur deutschen Landeskunde Band 85, Heft 2, 2011

Bespr.: GMIT Nr. 43 März 2011 top ↑

Nachdem vor drei Jahrzehnten (1978) die 1. Auflage dieses Titels erschien, damals hinsichtlich Umfang und Format wesentlich kleiner, ist die Ostsee zwar geographisch ein „kleines Meer“ geblieben, ihre „großen Probleme“ sind jedoch seitdem – trotz Fortschritten bei der Reduzierung von Umweltbelastungen – keineswegs kleiner geworden. Das hängt einerseits mit dem „geologischen Erbe“ zusammen, das die Entwicklungsgeschichte der Ostsee steuerte und auch in der Zukunft bestimmen wird, andererseits mit den ständig gewachsenen Herausforderungen an dieses nahezu ab- bzw. eingeschlossene intrakontinentale (Binnen-)Meer. Man denke u. a. an den heutigen „Wirtschaftsraum Ostsee“ sowie den „Klimawandel“! Vor diesem Hintergrund ist es völlig nachvollziehbar, wenn Hupfer die bewährte inhaltliche Grundgliederung der früheren Auflagen beibehält. Er präsentiert in dieser vollständig überarbeiteten und beträchtlich erweiterten, mit übersichtlichen und instruktiven Abbildungen gut ausgestatteten 5. Auflage sowohl bekannte Grundlagenkenntnisse als auch viele neue meereskundliche Forschungsergebnisse zur Ostsee in komprimierter und allgemein verständlicher Form.

Kapitel 1 (24 S.) gibt einen geographischen Überblick und behandelt die wesentlichen geologischen Aspekte der Entwicklung der Ostsee incl. ihrer heutigen vielgestaltigen Küsten. Die Bildungsund Lagerungsprinzipien der Meeresbodenablagerungen der Ostsee finden Berücksichtigung. Die Kapitel 2 bis 4 (insgesamt 103 S.) widmen sich ausführlich den ozeanographischen Merkmalen dieses Brackwassermeeres, d. h. einem langjährigen Forschungsfeld des Autors. Behandelt werden Wasserbilanz, Meeresspiegelschwankungen, Wasseraustauschprozesse einschließlich Salzwassereinbrüchen, Ostseeklima und Wassertemperaturen sowie Wellen und Strömungen. Auch dem weniger über meereskundliche Kenntnisse verfügenden Leser wird deutlich, dass die ozeanographischen Verhältnisse im Wasserkörper der Ostsee in Abhängigkeit von den häufig wechselnden meteorologischen Bedingungen sehr dynamisch sind. Dieser Umstand macht es schwierig, trotz der sich für numerische OstseeModellierungen positiv auswirkenden Größe dieses „kleinen Meeres“, die sehr komplexen und kurzzeitig schwankenden marin-terrestrischen Kopplungen zwischen dem Meeresund dem umgebenden Kontinentalraum zu erfassen und in hinreichend exakter Auflösung darzustellen (Kap. 9, S. 190 ff.). Kapitel 5 und 6 (45 S.) betrachten den engeren Küstenraum einschließlich Boddenund Haffgewässern. Diesen Grenzsaum Meer-Festland charakterisierende meteorologische, hydrographische und sedimentäre Prozesse werden kurz beschrieben, Besonderheiten im Hinblick auf die Bodden und Haffe als „inneren Seegewässern“ betont sowie Aspekte der Nutzung und des Naturschutzes (u. a. Küstenschutz, Eutrophierung) angerissen. Der in diesem Zusammenhang und vor dem Hintergrund des Klimawandels im zirkumbaltischen Raum sehr interessanten Frage einer zunehmenden Küstenbelastung durch häufigere Sturmhochwässer sind spezielle Ausführungen im Kapitel 10 (Ostsee im Klimawandel, 23 S.) gewidmet. Inhaltlich zusammengehörig, im Buch jedoch in verschiedenen Kapiteln (7 und 11) abgehandelt, werden anthropogene Einflüsse bzw. Wirkungen auf die Ostsee, auch im Hinblick auf die mit der zunehmenden Nutzung als Verkehrsbzw. Wirtschaftsraum einhergehenden Gefährdungen, aufgezeigt (u. a. Seeverkehr, Fischfang, Rohstoffgewinnung, infrastrukturelle Großprojekte). Abgerundet wird die sehr informative Publikation durch Kapitel zur Lebewelt (20 S.) und Ostseeforschung (10 S.) sowie ein sparsames, 17 Zitate umfassendes Verzeichnis ergänzender bzw. weiterführender Literatur. Der generelle Verzicht auf vollständige Quellenangaben (speziell bei Abbildungen und Tabellen: Autor ohne Jahr und Zitat) ist auch bei allgemein-verständlicher Fachliteratur nicht zu empfehlen.

Dessen ungeachtet erfüllt die sehr informative, stilistisch und didaktisch breite Leserkreise ansprechende Publikation in nunmehr 5. Auflage mittlerweile das Gütesiegel eines populären meereskundlichen Standardwerkes über die Ostsee in deutscher Sprache, dem eine weite Verbreitung zu wünschen bleibt.

Ralf-Otto Niedermeyer, Güstrow/Greifswald

GMIT Nr. 43 März 2011

Bespr.: Zingster Strandbote 04.05.2011 top ↑

Im Jahr 1978, also vor über 30 Jahren, als ich meine Assistenzzeit am Maritimen Observatorium beendete und die Leitung der Biologischen Station Zingst übernahm, stand ich vor dem Problem, mir ein völlig neues Fachgebiet zu erarbeiten. Waren bisher meeresphysikalische Prozesse in der ufernahen Zone der Ostsee zu erforschen, so lag nun mein Schwerpunkt auf der Erforschung der Beeinflussung biologischer Prozesse durch den Wasseraustausch zwischen der Ostsee und den inneren Küstengewässern, den Bodden. In jenem Jahr (1978) erschien in der "Kleinen Bibliothek" des Teubner Verlages von Hupfer unter dem Titel: "Die Ostsee - kleines Meer mit großen Problemen" die 1. Auflage. Schon damals fand ich die kleine (152 Seiten) Broschüre (mit dem "kleinen" Preis von 7,90 Mark) wie geschaffen, die Zusammenhänge in einem kurzen Überblick geboten zu bekommen, ohne gleich "12 Fachbücher" studieren zu müssen. Die 5. und wie auf der Titelseite bemerkt, vollständig neu bearbeitete Auflage im Jahr 2010, ist sehr viel umfangreicher (262 Seiten) sowohl vom Text als auch von den Grafiken, Diagrammen, Abbildungen, Informationen und, es wird der aktuelle Wissensstand vermittellt. Das Buch bleibt aber dankenswerter Weise bei seinem Anspruch, sowohl physikalische, chemische als auch biologische Prozesse des Meeres und die Beeinflussung des Meeres durch die Atmosphäre im Überblick dazustellen. Es will zwar den Wissensstand über die Ostsee populär vermitteln aber dies erfolgt mit sehr exakter Darstellung des wissenschaftlichen Hintergrundes. Der Autor, von 1957 bis 1979 zuständig für das Maritime Observatorium Zingst, versteht es, in 12 Kapiteln auf alle Fachfragen den richtigen Einstieg durch den Leser finden zu lassen: 1-Vom Eis geformt: der Ostseeraum (Geophysikalische Prozesse bei der Entstehung der Ostsee), 2-Salz- und Süßwasser im Wechselspiel (Salzwassereinbrüche in die Ostsee infolge des Wasseraustausches mit der Nordsee), 3-Ostseeklima und Wassertemperaturen (Einfluß des Meeres auf das Klima), 4-Überall und immer in Bewegung (wind- und gezeiteninduzierte Wellen), 5-Der Blickpunkt Küste (Küstenveränderungen infolge Wechselwirkung zwischen Meer und Atmosphäre, Klima der ufernahen Zone), 6-Stille Wasser sind nicht immer tief (Bodden und Haffe), 7-Einflüsse des Menschen auf das Meer (Nährstoffbelastung, Sauerstoffarmut, Schadstoffe), 8-Vom Leben in der Ostsee (Nahrungskette), 9-Ein Meer steht Modell (Rekonstruktion und Prognose von Prozessen im Meer), 10-Die Ostsee im Klimawandel (Einflüsse auf Wind, Temperatur, Pegel), 11-Nutzung der Ostsee (Verkehr, Nahrung, Rohstoff, Energie, Tourismus), 12-Ostsee-forschung (HELCOM), Ergänzende deutschsprachige Literatur, Sachwortverzeichnis. Trotz des relativ hohen Preises (27,80 Euro) ist das Buch durch die Breite des Dargestellten als Einstiegsliteratur außerordentlich prädestiniert für Studenten ausnahmslos aller naturwissenschaftlicher Fachrichtungen. Als Basiswissen zur Entscheidungsfindung ist das Werk aber auch Interessenten aus Politik, Behörden, Wirtschaft, Tourismus, Schulen, Naturschutzverbänden sehr zu empfehlen. Und nicht zuletzt wendet sich der Autor natürlich jedem interessierten Leser zu. Vielleicht veranlasst dies Buch ja auch dazu, faszinierende Landschaften kennenlernen zu wollen. Eine Abbildung in der 1. Auflage, in der die Kurische Nehrung dargestellt war, inspirierte mich dazu, 20 Jahre später mit meinen Studenten, die für Europa ganz ungewöhnlichen Wanderdünen, die "ostpreußische Wüste" zu erforschen.

Dr. Henning Bäudler, Zingst

04.05.2011 Zingster Strandbote

Bespr.: DGM-Mitteilungen 2/2012 top ↑

Erneut gibt es ein sehr brauchbares, handliches Fachbuch über die Ostsee. Es ist ein neues, altes Buch, vollständig neu bearbeitet allerdings mit dem selben treffenden Untertitel. Jeder, der in Forschung und Lehre irgendwie mit der Ostsee befasst war oder ist, kennt natürlich das zu DDR- Zeiten in vier Auflagen erschienene kürzer gefasste Teubner Taschenbuch aus der Feder von Peter Hupfer. Dieses war seinerzeit für Studenten schwer im Westen zu erlangen und ging bei Examensvorbereitungen in den meereskundlichen und geowissenschaftlichen Disziplinen von Hand zu Hand. Damals gab es in der Tat einen Mangel an Übersichtsdarstellungen. Die Ostsee als europäisches Mittelmeer mit sehr spezifischen hydrographischen Bedingungen und einer jungen und spannenden nacheiszeitlichen Erdgeschichte ist als Raum mit seinem Einzugsgebiet natürlich geblieben, allerdings haben sich die Probleme bzw. deren Wahrnehmung etwas verschoben. Auch durch die HELCOM–Aktivitäten sind die in vielen Aspekten dennoch weiter bestehenden Umweltprobleme der Ostsee besser bekannt geworden und politisch nicht ohne Erfolge angegangen. Die wichtigste Umwälzung des Ostseegebietes war aber zweifellos seit den ersten Auflagen des Buches das Ende des Kalten Krieges , auch für den neuen gesamtdeutschen Blick auf das Baltische Meer, seine Küsten und Zuflüsse und die Anwohner. Jetzt sieht man wieder stärker das Verbindende, auch in geographischer und ökonomisch-politischer Hinsicht.

Hupfer hatte schon in den ersten Ausgaben die Aspekte des Verkehrs und der Wirtschaft nicht ausgeklammert, obwohl der Schwerpunkt des neuen Ostseebuches eindeutig entsprechend seines akademischen Hintergrundes eindeutig bei den Naturwissenschaften bleibt. Das ist auch angemessen, denn hier bleiben die im Untertitel angesprochenen großen Probleme bestehen. Aber der Ostseeraum ist nicht nur ein großes Problem, es gibt auch positive und optimistische Tendenzen für die Zukunft. Die Neubelebung der Hanse hat sich nach der Wende zwar nicht eingestellt, aber durch die EU-Erweiterung hat sich um die Ostsee doch eine neue Region gebildet. Das betrifft auch die Forschungslandschaft und umweltpolitische Kooperation, man denke hier nur an diverse EU-finanzierte Projekte oder die Arbeiten der HELCOM. Die Ostsee bleibt das seit langer Zeit am besten erforschte Meeresgebiet auf unserem Planeten.

Jedes neue Buch über die Ostsee ist zu begrüßen. Hupfers Neubearbeitung ist hinreichend aktualisiert und in Ausstattung und Niveau sehr ansprechend. Es gibt natürlich vergleichbare Veröffentlichungen, wie die von Rheinheimer mitherausgegebene Meereskunde der Ostsee ( 2, Auflage, Springer, Berlin u.a. 1996) oder das 1996 bei Parey erschienene Warnsignale- Buch von Lozan u.a. Es ist hier nicht der Ort für einen längeren Vergleich dieser Werke. Es bleibt auch offen, ob es günstiger oder wissenschaftlich angemessener ist, das komplexe Thema mit seinen Teilaspekte als gut edierte Gemeinschaftsleistung von ausgewiesenen Experten oder als Monographie eines Autors auf den Markt gibt. Hierbei kommt es auf den Adressaten an. Hupfer hat laut Vorwort weiterhin Studenten verschiedener Fachrichtungen wie Geographie , Geo- und Umweltwissenschaften, Ozeanographie, Meteorologie, Biologie u.a. im Visier. Er meint sogar, daß dieses Fach- bzw. Sachbuch auch als Urlaubslektüre im Strandkorb geeignet ist. Das muß aber nach Anspruch und Gestaltung mit Fug und Recht bezweifelt werden, selbst wenn man ein unkritischer Anhänger des Bildungsoptimismus ist.

Zwei Dinge sind bei der insgesamt natürlich sehr positiven Würdigung in diesem Zusammenhang vielleicht eher kritisch zu sehen: Zunächst ist die nicht einmal zweiseitige Zusammenstellung ergänzender deutschsprachiger Literatur zu dem Thema unzureichend, zumal in vielen Abbildungen Hinweise auf Autoren gegeben werden, die nicht nachvollziehbar sind. Das sollte bei einer Neuauflage behoben werden, zudem ist es angebracht, auf die wichtigsten Internet- Portale zu Thema Ostseeforschung zu verweisen.

Wie gesagt, handelt es sich um ein Fach- bzw. Sachbuch. Es ergibt sich eine Diskrepanz zwischen dem (populär-)wissenschaftlichem Anspruch und dem bisweilen allzu lapidaren und flachen Kapitel- und Unterkapitelüberschriften, als hätte ein vertriebsorientierter Verlagsmitarbeiter zur Förderung des Verkaufs nochmals Hand an den sonst durch und durch seriösen Text gelegt (Turbulenz kontra Schichtung (S. 76), Wo die Ostseewellen (S. 90), Vom bewegten Innenleben (S.100),Ein Meer steht Modell ( S.190), Palmen an der Ostseeküste (S.244).

Der besonders für Hupfers hervorzuhebende Vorzug gegenüber anderen Ostseebüchern ist der Blick auf die Küsten und ihre Nutzung für Wirtschaft und Freizeit sowie eine Schwerpunktsetzung auf Wetter und Klima. Gelungen ist auch der ausführlichere Überblick über die Geschichte der Ostseeforschung am Ende des Werkes. Für alle öffentlichen Bibliotheken, relevante Institutionen, Studenten und auch für den Schulgebrauch (Kurse, Oberstufe)und nicht zuletzt für allgemein an der Ostsee interessierten Personen ist Hupfers Buch von großem Interesse.

Gerhard Kortum

DMG-Mitteilungen 2/2012, Seite 35-36

Inhaltsverzeichnis top ↑

1 Vom Eis geformt: der Ostseeraum 11
Ein Meer stellt sich vor 11
Vom Werden des jungen Meeres 16
Vielfalt der Küstenformen 26
Auslotung der Ostsee und ihre Ergebnisse 31
Näheres über den Sedimentteppich 35
2 Salz- und Süßwasser im Wechselspiel 39
Wassergewinn ≈ Wasserverlust 39
Schwankungen des Meeresspiegels 45
Der ozeanographische Grundzustand 52
Lebenselixier Salzwassereinbrüche 56
3 Ostseeklima und Wassertemperaturen 65
Zwischen maritim und kontinental 65
Von oben geheizt und gekühlt 73
Turbulenz kontra Schichtung 76
Beständige Unruhe 80
Der Eisbericht meldet 82
Produziert die Ostsee Wetter? 86
4 Überall und immer in Bewegung 88
Ruheloses Meer 88
Wo die Ostseewellen 90
Gezeiten und andere lange Wellen 93
Beständig unbeständige Strömungen 96
Vom bewegten Innenleben 100
5 Mit Blickpunkt Küste 102
Zwischen Land und Meer 102
Wellenenergie wird frei 104
Sturmfluten, Seebären und Niedrigwasser 108
Materialströme längs der Küste 116
Küstenschutz und Küstenmanagement 119
Strandklima voller Reize 122
Wassertemperatur und Auftrieb von Tiefenwasser 125
Eiswinter werden seltener 127
6 Stille Wasser sind nicht immer tief 130
Bodden und Haffs 131
Entstehung 132
Beachtliche Dynamik 133
Sommerwarm und winterkalt 137
Salzgehalt ist die Leitgröße 139
Zuviel Nährstoffe: Eutrophierung 142
Nutzung und Naturschutz 144
7 Einflüsse des Menschen auf das Meer 146
Das immer aktuelle Ostseeproblem 146
Ständige Nährstoffzufuhr 148
Eutrophierungsgefahr 152
Stagnation und Sauerstoffschwund 154
Schadstoffe erreichen das Meer 160
Was nun? 167
8 Vom Leben in der Ostsee 169
Was hängt an der Meeresnahrungskette? 169
Artenarmut im Brackwasser 171
Bioproduzent Ostsee 174
Vom Phytoplankton bis zum Fisch 176
Fremdlinge aller Art 186
Säugetiere 187
Vögel 187
9 Ein Meer steht Modell 190
Alles kann modelliert werden – nur wie? 190
Dreidimensionale dynamische Modelle sind das Herzstück 191
Einige Anwendungen 194
Ohne Modellierung geht es nicht mehr 201
10 Die Ostsee im Klimawandel 202
Durch Klimawandel entstanden 202
Kurze Aufklärung: Moderne Klimaforschung 203
Entscheidend: Veränderungen der Windverhältnisse 204
Die Lufttemperatur steigt 206
…. und auch die Wassertemperatur 210
Milde Winter – wenig Meereis 214
Der Wasserstand steigt 214
Mehr oder weniger Sturmfluten? 216
Der Wasserhaushalt in Bewegung 218
Wasseraustausch und Salzgehalt 219
Wirkungen auf Umwelt und Ökosysteme 222
Maßnahmen werden ergriffen 223
Palmen an der Ostseeküste? 224
11 Nutzung der Ostsee 225
Seeverkehr 225
Lebende Schätze des Meeres 229
Lagerstätten im Ostseebereich 234
Urlaub am Meer 237
Wind, Wasser, Pipelines und anderes 240
12 Ostseeforschung 244
Frühe Kenntnisse 244
Anfänge der Ostseeforschung 246
Meeresverunreinigungen werden Schwerpunkt 248
Die Helsinki-Kommission 250
Ostseeforschung in Deutschland 251
Küstenforschung 253
Ergänzende deutschsprachige Literatur 256
Sachwortverzeichnis 258