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Lucien F. Trueb:

Pflanzliche Naturstoffe

Wie Pflanzenprodukte unseren Alltag prägen

2015. 189 Seiten, 78 Abbildungen, 17x24cm, 480 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-443-01084-3, brosch., price: 24.80 €

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Pflanzenproduktepflanzliche RohstoffeMaterialkundeWerkstoffeFasernNaturstoffe

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Der moderne Mensch nutzt eine fast unübersichtlich gewordene Fülle synthetischer Stoffe, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts in den Laboratorien der Materialwissenschaftler und Chemiker entstanden sind. Es handelt sich dabei primär um Kunststoffe, Synthesefasern, Metalllegierungen, Keramiken und Gläser.
Zwischenzeitlich sind auch die Probleme dieser modernen Materialien (Müll, Entsorgung, Recycling) offenbar geworden. Deren Allgegenwart verdrängt oft, dass wir auch weiterhin in hohem Maße von pflanzlichen Naturprodukten abhängig sind. Denn ohne diese aus Pflanzen gewonnenen Werkstoffe, Fasern, Elastomere, Hydrokolloide, Alkohole, Öle, Wachse, Harze und Energieträger wäre unser Alltag nicht nur weit weniger angenehm, sondern völlig undenkbar.
Pflanzen sind seit vielen Jahrmillionen die Grundlage aller anderen Lebensformen. Nur Pflanzen sind in der Lage, aus den rein anorganischen Stoffen Kohlendioxid und Wasser unter Nutzung von Licht als Energiequelle den einfachen Zucker Glucose zu synthetisieren. Daraus entsteht mit Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor, Schwefel, Chlor und etwa 20 weiteren, vorwiegend metallischen Elementen eine äußerst eindrückliche Vielfalt lebenswichtiger Moleküle.
Der Autor erklärt, wie stark wir in zahlreichen, z.T. kaum bekannten Bereichen von der pflanzlichen Biosphäre abhängen (unter Ausklammerung von Nahrungspflanzen und pharmazeutischen Wirkstoffen). In lexikonartiger Weise werden Werkstoffe (z.B. Holz), Fasern, Elastomere, Verdickungsmittel, Alkohole und Öle, Wachse, Farbstoffe sowie verschiedene weitere Naturstoffe und pflanzliche Energieträger vorgestellt, deren Gewinnung, Verarbeitung und Nutzen für den Menschen von Bedeutung sind. Unsere Lebensqualität und unser längerfristiges Überleben hängen auf kritische Weise vom Schutz und nachhaltiger Nutzung dieser Naturstoffe ab.
Dieses Buch spricht jeden an, der sich für unsere Umwelt und die aus der Natur zur Verfügung gestellten pflanzlichen Rohstoffe interessiert.

Bespr.: Bücherrundschau - Buchneuheiten 2 - 2015 top ↑

Noch nie in der Geschichte des Menschen konnte dieser auf eine derart hohe Vielzahl unterschiedlicher Roh- und Werkstoffe zurückgreifen wie heute. Dabei gibt es kaum noch Anwendungen, bei denen nicht synthetische Stoffe oder Kunststoffe eingesetzt werden. Mit den Fortschritten in Forschung, Herstellung und Massenproduktion taucht aber ein Problem auf, mit dem zahlreiche Kunststoffe behaftet sind. Nicht alle werden recycelt und einer neuen Verwendung zugeführt. Riesige Mengen an Kunststoffen landen weltweit in Gewässern und am Ende im Meer und in den Ozeanen. Das ungelöste Problem moderner Materialien lässt jedoch vielerorts nach Alternativen zu vielen der Kunststoffe suchen. Dabei werden Werkstoffwissenschaftler vor allem in der Natur fündig und rufen in Erinnerung, was sich über Jahrhunderte oder Jahrtausende bewährt hat. Lucien F. Trueb zeigt in einem reich illustrierten Band aus dem Stuttgarter Verlag Borntraeger Science Publishers, wie sehr der Mensch auch heute noch von pflanzlichen Naturprodukten abhängig ist. Denn ohne die aus Pflanzen gewonnenen Werkstoffe, Fasern, Elastomere, Hydrokolloide, Alkohole, Öle, Wachse, Harze und Energieträger wäre der Alltag des Menschen nicht nur weit weniger angenehm, sondern völlig undenkbar. Pflanzen sind seit vielen Jahrmillionen die Grundlage aller anderen Lebensformen. Nur Pflanzen sind in der Lage, aus den rein anorganischen Stoffen Kohlendioxid und Wasser unter Nutzung von Licht als Energiequelle den einfachen Zucker Glucose zu synthetisieren. Daraus entsteht mit Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor, Schwefel, Chlor und etwa 20 weiteren, vorwiegend metallischen Elementen eine äußerst eindrückliche Vielfalt lebenswichtiger Moleküle. Der Autor erklärt, wie stark der Mensch in zahlreichen, z.T. kaum bekannten Bereichen von der pflanzlichen Biosphäre abhängt (unter Ausklammerung von Nahrungspflanzen und pharmazeutischen Wirkstoffen). In dem aufwändig gestalteten Band werden in lexikonartiger Weise Werkstoffe (z.B. Holz), Fasern, Elastomere, Verdickungsmittel, Alkohole und Öle, Wachse, Farbstoffe sowie verschiedene weitere Naturstoffe und pflanzliche Energieträger vorgestellt, deren Gewinnung, Verarbeitung und Nutzen für den Menschen von Bedeutung sind. Die Lebensqualität und das längerfristige Überleben des Menschen hängen auf kritische Weise vom Schutz und nachhaltiger Nutzung dieser Naturstoffe ab. Dieses topaktuelle Buch spricht jeden an, der sich für die Umwelt und die aus der Natur zur Verfügung gestellten pflanzlichen Rohstoffe interessiert; es empfiehlt sich mit seiner inhaltlichen Tiefe für Bibliotheken und Schulen, die naturkundliche Bücher führen und naturkundlichen Themen mit entsprechender Literatur ausreichend Raum geben.

Bücherrundschau - Buchneuheiten 2 - 2015

Bespr.: Deutsche Apotheker Zeitung 155. Jg. Nr. 41, 08.10.2015 top ↑

Was haben „Ein Streifzug durch das Periodensystem“ und „Wie Pflanzenprodukte unseren Alltag prägen“ miteinander zu tun? Es ist ein und derselbe, naturwissenschaftlich umfassend gebildete, kompetente, journalistisch geschickte Autor, der beide Bücher verfasst hat und sie lesenswert macht.
Schon im Vorwort wird die Frage beantwortet, warum Pflanzen die Basis aller anderen Lebensformen sind.
Sie können mithilfe der Energiequelle Licht aus den anorganischen Modulen Wasser und Kohlendioxid eine Unzahl organischer Verbindungen synthetisieren, die auch zur Vielfalt der pflanzlichen Naturstoffe und zu brauchbaren Rohstoffen führen. Darunter dominiert das Holz als weitaus häufigstes pflanzliches Naturprodukt. Beschrieben werden der Anbau, die Gewinnung, die Eigenschaften und die Verwendung von 36 Hölzern. Dabei erfährt man einige äußerst merkwürdige Details, z.B. dass Balsaholz dreimal leichter ist als andere Holzsorten oder dass sich Koalas ausschließlich von Eukalyptusblättern ernähren. Wie zu erwarten, fehlt auch nicht das neben Bau- und Industrieholz wichtigste, aus Holz hergestellte Produkt, das Papier, in seinen verschiedenen Qualitäten.
Eine interne Alliteration bilden Torf, Kork und Kohle, womit natürlich die Holz- und Aktivkohle gemeint sind. Zu den Fasern zählen die Baumwolle, die Kokosfaser, der Flachs, der Hanf, die Bastfaser aus Chinagras (Ramie), die Iute und andere Haar- und Bastfasern. Auch fast schon vergessene natürliche Materialien, die im Haushalt und der Chirurgie Einsatz fanden, wie Kapok oder Balata und Guttapercha werden beschrieben. Damit kommen wir von den Fasern zu den Elastomeren, worunter natürlich der Naturkautschuk den ersten Platz einnimmt.
Aus der Reihe der Hydrokolloide, die aus der modernen Lebensmittelindustrie als Verdickungsmittel nicht mehr wegzudenken sind, werden behandelt unter anderem Agar-Agar, Alginsäuren, Carrageen, Johannisbrotkernmehl, Guarmehl, Pektine und Tragant. Die fetten Öle werden in trocknende und nicht trocknende unterschieden. Einen breiten Raum nehmen auch die etherischen Öle ein (kein Schreibfehler!). Man erfährt alles Wesentliche über pflanzliche Wachse und Harze bis hin zum fossilen Harz Bernstein. Zu den Gummen zählen unter anderem Asa foetida, Gummi arabicum, Myrrhe und Weihrauch.
Obwohl durch die Einführung der Chrom-Gerbung die pflanzliche Gerbung weitgehend verdrängt wurde, bilden die pflanzlichen Gerbstoffe ein nicht uninteressantes Kapitel. Dem vorgegebenen Umfang des Buches entsprechend fällt das Kapitel „Pflanzliche Farbstoffe“ etwas mager aus. Ihrer heutigen Bedeutung nach wird auf die pflanzlichen Energieträger eingegangen. Einige Schlagworte sind: Ethanol aus Futterreis, Holzverzuckerung, Biodiesel aus Algen, Biogas, Holzvergasung.
Ausgenommen wurden die Nahrungspflanzen, die für sich alleine schon buchfüllend sind, und die pflanzlichen Arzneistoffe als ein spezieller Bereich. Um es kurz zu machen, dieses Buch sollte jeder gelesen haben, der für sich in Anspruch nimmt, allgemein gebildet zu sein, und jenen empfohlen werden, die wissen möchten, welchen Einflüssen sie durch pflanzliche Naturstoffe ausgesetzt sind, die trotz der Vielzahl synthetischer Materialien heute immer noch umfangreiche Verwendung finden.

Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Hermann J. Roth

Deutsche Apotheker Zeitung 155. Jg. Nr. 41, 08.10.2015

Bespr.: ekz-Publikation / IN 2015/43 top ↑

Der Autor (hier zuletzt "Die chemischen Elemente", ID-B 33/05) ist Chemiker und Wissenschaftsjournalist. Die vorliegende Neuerscheinung wird insbesondere jene Nutzer ansprechen, die sich informieren möchten über die in der Natur vorkommenden und für den Menschen nützlichen Rohstoffe auf pflanzlicher Basis. Das sehr ausführlich gehaltene Inhaltsverzeichnis (ergänzt durch ein detailliertes Stichwortregister) ermöglicht es dem Leser, die jeweils interessierenden Naturstoffe - beispielsweise Kork, Latex, Henna oder Harze - problemlos aufzufinden. Das Werk erhält dadurch einen Nachschlagecharakter. Man erfährt etwas über Vorkommen, Zusammensetzung, Verarbeitung der Naturstoffe sowie zur Geschichte der Nutzung durch den Menschen. Weiterführende Literatur am Ende eines jeden Unterkapitels sowie farbige Abbildungen ergänzen die Darstellung. Zur Biologie von Naturstoffen (vgl. J. Ludwig-Müller: ID-G 7/14) und zu Naturstoffen der chemischen Industrie (vgl. B. Schäfer: ID-G 34/07). Gern empfohlen für interessierte Laien, Schüler, Auszubildende, Studierende, Lehrende und Praktiker.

Beate Hörning

ekz-Publikation / IN 2015/43

Bespr.: Berichte d. Bayer. Botan. Gesellschaft 85, 2015 top ↑

Pflanzen haben sich im Laufe der Evolution aufgrund ihrer sessilen Lebensweise an fluktuierende Umwelt— und Standortbedingungen, an Fraßfeinde, pathogene Bakterien, Pilze und Viren anpassen müssen. Dieser Prozess spiegelt sich in einer erstaunlichen Diversität an Arten aber auch in einer enormen Vielfalt an pflanzlichen Naturstoffen wider. Pflanzen produzieren jährlich rund 170 Milliarden Tonnen Biomasse, darunter viele Rohstoffe die das Interesse der Industrie geweckt haben und deren Bedarf in Zukunft sicher zunehmen wird.
Während sich die meisten Bücher über Naturstoffe bevorzugt mit biogenen Arzneistoffen befassen und die Brauchbarkeit dieser Verbindungen hinsichtlich ihrer medizinischen Anwendungen betrachten, ist das Buch des Chemikers und Materialwissenschaftlers Lucien F. Trueb ausschließlich auf pflanzliche Produkte fokussiert, die unseren Alltag bestimmen. In unserer hochtechnisierten Welt nutzen wir eine fast kaum überschaubare Fülle synthetischer Stoffe, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts in den Laboratorien der Materialwissenschaftler und Chemiker entstanden sind. Es handelt sich dabei primär um Kunststoffe, Synthesefasern, Metalllegierungen, Keramiken und Gläser. Trotz der Allgegenwart dieser modernen Materialien und den damit verbundenen Problemen (Müll, Entsorgung, Recycling) sind wir auch weiterhin in hohem Maße von pflanzlichen Naturprodukten abhängig. Denn ohne diese aus Pflanzen gewonnenen Fasern, Elastomere, Hydrokolloide, Alkohole, Öle, Wachse, Harze und Energieträger wäre unser Alltag völlig undenkbar.
Das 189 Seiten umfassende mit 78 Farbbildem ausgestattete Buch behandelt in lexikonartiger Weise zahlreiche Werkstoffe. Ein umfassendes Kapitel ist dem nachhaltigen Rohstoff Holz gewidmet. Hier werden Aspekte der Forstwirtschaft, Herstellung von Verbundwerkstoffen, Zellstoffgewinnung, Korknutzung, Holzkohleproduktion dargestellt und wirtschaftlich wichtige Hölzer (36 Baumarten) im Hinblick auf Anbau, Gewinnung, Eigenschaften und Verwendung charakterisiert. Weitere Kapitel befassen sich mit pflanzlichen Fasern (z.B. Baumwolle, Kapok, Kokos, Hanf, Ramie, Jute, Manilahani), Elastomeren (z.B. Balata, Guayule, Kautschukbaum - Latexgewinnung, Gummiproduktion), Verdickungsmitteln (z.B. Agar-Agar, Algine, Carrageen, Pektine, Stärke usw), Alkoholen und einer Vielfalt an Ölen (z.B. Erdnussöl, Rizinusöl, Jojobaöl incl. ätherische Öle). Breiten Raum nehmen auch die Ausführmengen zu Wachsen, Harzen und Gummen, Gerbstoffen, Farbstoffen, verschiedenen weiteren Naturstoffen (Schädlingsbekämpftmgsmittel wie Nicotin und Pyrethroide), und pflanzlichen Energieträgern (Biotreibstoffe — Ethanolproduktion, Biogas, Holzvergasung) ein. Im abschließenden Teil widmet sich der Autor noch den schnell wachsenden Energiepflanzen (z.B. Silphie (Silphium perfolitaum), Jatropha, Miscanthus oder Sudangras (Sorghum x drummondii)) deren Gewinnung, Verarbeitung und Nutzen für den Menschen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Das Buch richtet sich bevorzugt an jene Leser, die sich für die mehr technische Anwendung pflanzlicher Rohstoffe interessieren und sich einen schnellen Überblick auf diesem Gebiet verschaffen wollen. Es kann vor allem Lehrenden im Bereich der Botanik, Chemie und Materialwissenschaften empfohlen werden, aber auch Schüler, Studenten und an Umwelt interessierte Laien werden an diesem Streifzug durch die Welt der pflanzlichen Rohstoffe Gefallen finden. Literaturangaben im Anhang zu den einzelnen Kapiteln und ein ausführlich gehaltenes Inhaltsverzeichnis (ergänzt durch ein detailliertes Stichwortregister) ermöglichen es dem Leser, die jeweils interessierenden Naturstoffe problemlos aufzufinden.

G. Heubl

Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft 85, 2015

Bespr.: Biologie in unserer Zeit 6/2015 top ↑

Die Natur produziert eine große Diversität an Naturstoffen und anderen Pflanzenprodukten, die von Menschen seit tausenden von Jahren genutzt wurden und immer noch verwendet werden. Auf 188 Seiten ist es dem Autor gelungen, einen interessanten Überblick über die wichtigsten Naturprodukte, ihre Herkunft sowie ihre historische und aktuelle Nutzung zu geben. Das Buch behandelt dagegen kaum Naturstoffe in dem Sinne, wie sie in der phytochemischen Literatur abgehandelt werden, also die diversen Alkaloide, Terpene und Phenole, die pharmazeutisch oder medizinisch genutzt werden.
Ausführlich werden auf 51 Seiten die wichtigsten Hölzer und daraus hergestellte Werkstoffe beschrieben, mit einem Ausflug in die Themen Lignin, Kork, Torf, Kohle und in die Zellstoff- und Papierherstellung. Weitere zwölf Seiten sind den Faserpflanzen und der Verwendung von Fasern als Werkstoffe oder zur Gewebeherstellung gewidmet. Spannend ist die Erörterung der diversen Latexproduzenten und der Verwendung von Guttapercha, Guayule und Kautschuk. Weitere wichtige Polymere sind Pek tine, Galactomannane, Stärke, Cellulose und andere, die als Verdickungsmittel und Diätetika genutzt werden. Auf über 35 Seiten werden Alkohole, fette und ätherische Öle, Wachse, Harze und Gummen abgehandelt. Bei den ätherischen Ölen ist die Auswahl eher klein geraten; würde man dieses Thema ausführlicher behandeln wollen, wäre ein Buch von vielen hundert Seiten notwendig gewesen. Historisch interessant ist das Thema der pflanzlichen Farbstoffe, das auf sieben Seiten kurz erörtert wird. Mehr Raum nehmen pflanzliche Energieträger und Energiepflanzen ein; hier werden aktuelle Entwicklungen der Gewinnung von Ethanol und von Biodiesel referiert.
Der Autor führt den Leser auf eine weite Wanderung durch das große Feld der Pflanzenprodukte. Bei der Breite der Thematik kann es nicht ausbleiben, dass manche Aussagen unscharf bleiben (z. B. die Verwendung von Naturstoffen in der Medizin und ihre Wirkungen) und die Auswahl der Produkte manchmal unvollständig ist. Ein Leser, der verstehen möchte, welche Naturprodukte er im Alltag einsetzt, wo sie herkommen und wie sie verarbeitet werden, findet in diesem Buch eine Fülle von spannenden Informationen.

Michael Wink, Universität Heidelberg

Biologie in unserer Zeit 6/2015

Inhaltsverzeichnis top ↑

Vorwort 8
1. Werkstoffe 9
1.1 Holz als nachhaltiger Rohstoff 9
1.1.1 Archetyp der Materie 9
1.1.2 Natürlicher Verbundwerkstoff 9
1.2 Holz aus moderner Forstwirtschaft 10
1.2.1 Der Taiga-Wald Fennoskandias 10
1.2.2 Vom Raubbau zum halbnatürlichen Wald 11
1.2.3 Bäume pflanzen oder säen 11
1.2.4 Drei Durchforstungen in hundert Jahren 12
1.3 Technisch und wirtschaftlich wichtige Hölzer 12
1.3.1 Ahorn 12
1.3.2 Akazie 13
1.3.3 Arve (Zirbelkiefer) 13
1.3.4 Balsa 13
1.3.5 Birke 14
1.3.6 Buchs 14
1.3.7 Ebenholz 15
1.3.8 Eberesche 15
1.3.9 Edelkastanie 15
1.3.10 Eibe 16
1.3.11 Eiche 17
1.3.12 Erle 17
1.3.13 Esche 18
1.3.14 Espe 18
1.3.15 Eukalyptus 18
1.3.16 Fichte 19
1.3.17 Hainbuche 19
1.3.18 Hasel 20
1.3.19 Hickory 20
1.3.20 Kiefer 20
1.3.21 Lärche 22
1.3.22 Linde 22
1.3.23 Mahagoni 23
1.3.24 Mammutbaum 23
1.3.25 Nussbaum 24
1.3.26 Palisander 24
1.3.27 Pappel 24
1.3.28 Platane 25
1.3.29 Quebracho 25
1.3.30 Robinie 26
1.3.31 Rosskastanie 26
1.3.32 Rotbuche26
1.3.33 Schlehdorn27
1.3.34 Tanne 27
1.3.35 Teakholz 28
1.3.36 Ulme 29
1.4 Bambus 29
1.5 Plattenförmige Werkstoffe 31
1.5.1 Sperrholz 31
1.5.2 Hartfaserplatten, MDF und OSB 33
1.5.3 Spanplatten 34
1.5.4 Zementgebundene Holzfaserplatten 36
1.6 Holz-Kunststoff Verbundwerkstoffe36
1.7 Strukturelle Produkte aus minderwertigem Holz36
1.8 Zellstoff 37
1.8.1 Holzstoff 37
1.8.2 Sulfat- und Sulfit-Zellstoff 38
1.8.3 Der Bleichprozess 38
1.8.4 Abwasserarmes Bleichen 39
1.9 Papier 40
1.9.1 Vom Zellstoffwerk direkt zur Papierfabrik 40
1.9.2 Von der Faseraufschlämmung zum Papier 40
1.9.3 Vom Zeitungspapier zum Büttenpapier 41
1.9.4 Selbstzerstörendes Papier 42
1.10 Cellulosederivate 42
1.11 Lignin 45
1.12 Bagasse 46
1.13 Torf 46
1.14 Kork 47
1.14.1 Schutz gegen Wasserverlust, Hitze und Feuer 47
1.14.2 Anwendungen 47
1.14.3 Die Korkgewinnung4 8
1.14.4 Dom Pérignon und die Folgen 48
1.15 Stärke 49
1.16 Holz-Destillationsprodukte 50
1.17 Holzkohle und Aktivkohle 50
1.18 Holzasche 51
2. Fasern 52
2.1 Haarfasern 52
2.1.1 Baumwolle 52
2.1.2 Kapok 55
2.1.3 Kokosfaser56
2.2 Bast- oder Stängelfasern 57
2.2.1 Flachs 58
2.2.2 Hanf 59
2.2.3 Ramie 61
2.2.4 Jute62
2.2.5 Jute-Substitutionsfasern 63
2.3 Blattfasern 65
2.4 Weitere Fasern 66
3. Elastomere 69
3.1 Balata und Guttapercha 69
3.2 Guayule: Latex vom Wüstenstrauch 70
3.2.1 Reifen und Brennstofftanks 70
3.2.2 Verwilderte Plantagen und Ölkrise 71
3.2.3 AIDS deckt Latexallergien auf 72
3.2.4 Nicht-allergisierendes Naturprodukt 72
3.2.5 Mehrstufiges Zentrifugieren 73
3.3 Kok-Saghys 74
3.4 Naturkautschuk 75
3.4.1 Latex und Kautschuk 75
3.4.2 Von Brasilien nach Singapur 75
3.4.3 Gefürchtete Pilze 76
3.4.4 Ein strategisches Material 76
3.4.5 Gewinnung von Latex 76
3.4.6 Standard Malaysian Rubber 78
3.4.7 Gummi 78
4. Hydrokolloide - Verdickungsmittel 79
4.1 Agar-Agar 79
4.2 Algine 80
4.3 Aloe vera 82
4.4 Carrageen 82
4.5 Cellulosederivate 83
4.6 Galactomannane 84
4.6.1 Carobin (Johannisbrotkernmehl) 84
4.6.2 Taraschotenmehl 86
4.6.3 Guarmehl 86
4.7 Isländisch Moos 89
4.8 Pektine 90
4.9 Stärke und Dextrine 91
4.10 Tamarind 93
4.11 Tragant 93
4.12 Xanthan 94
5. Alkohole und Öle 94
5.1 Alkohole 94
5.1.1 Ethanol 94
5.1.2 Glycerin 95
5.2 Öle 95
5.2.1 Nichttrocknende Öle96
5.2.2 Halbtrocknende Öle 97
5.2.3 Trocknende Öle 99
5.2.4 Etherische Öle 104
5.2.5 Koniferenöle 117
5.2.6 Tallöl 120
5.2.7 Wacholderteeröl 120
6. Wachse, Harze, Gummen 121
6.1 Wachse 121
6.2 Harze 124
6.3 Hart-Harze 125
6.4 Weich-Harze und Balsame 129
6.5 Fossile Harze 131
6.6 Gummen oder Schleimharze 132
7. Gerbstoffe 137
7.1 Pflanzliches und chemisches Gerben 137
7.2 Hydrolisierbare Gerbstoffe 138
7.3 Kondensierte Gerbstoffe 140
7.4 Gerben mit pflanzlichen Stoffen 142
7.4.1 Eine "Bio-Gerberei" 142
7.4.2 Vorbereitung der Häute 142
7.4.3 Fass- und Grubengerben 143
7.4.4 Falzen, Fetten und Färben 143
8. Farbstoffe 144
8.1 Die Erschließung der Farbe 144
8.1.1 Körperfarben und Textilfarben144
8.1.2 Indigo, Krapprot und Safran 145
8.1.3 Die Färberdistel Saflor 146
8.1.4 Synthetische Farbstoffe 147
8.2 Blütenfarbstoffe 147
8.2.1 Anthocyane 148
8.2.2 Flavone 148
8.2.3 Betalaine 148
8.2.4 Carotinoide 148
8.3 Weitere Pflanzenfarbstoffe 149
8.3.1 Chlorophyll 149
8.3.2 Coleone 149
8.3.3 Brasilin 149
8.3.4 Blauholz 150
8.3.5 Henna 150
8.4 Flechtenfarbstoffe 150
8.4.1 Lackmus 150
8.4.2 Orcein 151
8.5 Von Pflanzenprodukten abgeleitete Farbstoffe 151
8.5.1 Medizinische Kohle 151
8.5.2 Zuckercouleur und Karamell 151
9. Verschiedene Naturstoffe 152
9.1 Abscisinsäure 152
9.2 Gibberelline 152
9.3 Lecithine 152
9.4 Lycopodium 152
9.5 Nicotin 153
9.6 Panamarinde 153
9.7 Pyrethrum 153
9.8 Reisstärke 154
10. Pflanzliche Energieträger 154
10.1 Biotreibstoffe 154
10.1.2 Ethanol aus Zucker 155
10.1.3 Ethanol aus Stärke 156
10.1.4 Ethanol aus Futtermais 157
10.1.5 Ethanol aus Cellulose 158
10.1.6 Holzverzuckerung 158
10.1.7 Enzymatischer Abbau von Cellulose 159
10.1.8 Ein thermochemisches Verfahren 160
10.1.9 Biodiesel 160
10.1.10 Biodiesel aus Algen 161
10.1.11 Bakterielles Biodiesel 163
10.1.12 SunDiesel 164
10.1.13 Biogas 165
10.1.14 Holzvergasen in den USA 165
10.1.15 Vergasen von Abfallholz 167
10.1.16 Holzvergasen in Europa 169
10.1.17 Holzpellets 170
10.2 Schnellwachsende Energiepflanzen 172
10.2.1 Durchwachsene Silphie 172
10.2.2 Jatropha 173
10.2.3 Pappeln 174
10.2.4 Riesen-Chinaschilf oder Miscanthus 174
10.2.5 Sudangras 175
10.2.6 Switchgras 176
Danksagung 177
Abbildungsliste / Bildnachweis 179
Index 183