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Gerhard Henkel:

Der Ländliche Raum

Gegenwart und Wandlungsprozesse seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland. 4. ergänzte und neu bearbeitete Auflage

2004. 419 Seiten, 89 Abbildungen, 15 Tabellen, 14x21cm, 700 g
Language: Deutsch

(Studienbücher der Geographie)

ISBN 978-3-443-07109-7, brosch., price: 29.00 €

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Studienbuchländlicher RaumGeographie

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Der ländliche Raum hat - trotz seiner nicht nachlassenden Faszination auf den Menschen - im deutschsprachigen Raum in den letzten 35 Jahren keine wissenschaftliche Gesamtdarstellung erfahren. Dieses Defizit mag mit den rapiden Wandlungsprozessen zusammenhängen, die eine sichere Bestandsaufnahme erschweren, wird aber auch in dem schwindenden Gewicht des ländlichen Raumes in unserer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft begründet sein. Dennoch erfordert der ländliche Raum auch im Zeitalter der Verstädterung und Industrialisierung die allgemeine und wissenschaftliche Aufmerksamkeit, weil das Gesamtwohl von Staaten und Gesellschaften nicht allein von den urbanisierten Räumen abhängt.
Die neu überarbeitete Gesamtdarstellung des ländlichen Raumes und seiner wesentlichen Entwicklungsprozesse seit dem 19. Jahrhundert hat die bis dato dominierenden formalen und genetischen Betrachtungsweisen der Geographie um ökonomische, soziale, administrative, planungsorientierte und anwendungsbezogene Fragestellungen erweitert. Das Buch wurde in Rezensionen mehrfach als Klassiker und Standardwerk bezeichnet.

Das vorliegende Studienbuch, das bereits nach wenigen Jahren die 3. Auflage erreicht hat, richtet sich mit seinem umfassenden und interdisziplinären Ansatz zunächst an Studierende und Lehrende des Faches Geographie, aber auch der benachbarten Fächer wie Architektur, Geschichte, Soziologie, Raumordnung, Ökologie, Wirtschafts- und Kommunalwissenschaften. Darüber hinaus werden Planer, Verwaltungsfachleute, Politiker, Pädagogen und nicht zuletzt die allgemeine Öffentlichkeit angesprochen.
Der ländliche Raum gehört seit drei Jahrzehnten zum Forschungsschwerpunkt des Verfassers, der darüber hinaus konkrete ´Dorferfahrung´ durch sein Leben auf dem Lande und jahrzehntelanges Mitwirken in der ländlichen Kommunal- und Vereinspolitik gewinnen konnte.

Bespr.: der gemeinderat Nr. 4/47. Jg., April 2004, S. 54 top ↑

Der ländliche Raum erfodert im Zeitalter der Verstädterung und Industrialisierung Aufmerksamkeit, weil das Gesamtwohl von Staat und Gesellschaft nicht allein von den urbanisierten Räumen abhängt.

Die hier vorgelegte Gesamtdarstellung des ländlichen Raumes und seiner Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert hat die bislang dominierenden geografischen Betrachtungsweisen um ökonomische, soziale, administrative und anwendungsbezogene Aspekte erweitert.

der gemeinderat Nr. 4/47. Jg., April 2004, S. 54

Bespr.: "Heimatpflege in Westfalen", 17. Jg. 3/2004, S. 26 top ↑

Vor elf Jahren erschien ein Studienbuch der Geographie mit dem knappen, aber bezeichnenden Namen Der ländliche Raum". Damals beschrieb der Autor Prof. Dr. rer. Nat. Gerhard Henkel die Hintergründe zu seinem Werk: Der ländliche Raum hat ­ trotz seiner nicht nachlassenden Faszination auf den Menschen ­ im deutschsprachigen Raum in den letzten 30 Jahren keine wissenschaftliche Gesamtdarstellung erfahren." Grund genug also für Gerhard Henkel, eine Gesamtdarstellung des ländlichen Raumes und seiner wesentlichen Entwicklungsprozesse seit dem 19. Jahrhundert auszuarbeiten. Gut zehn Jahre später nun ist die vierte Auflage erschienen und wird mittlerweile als Standardwerk und als Klassiker einer Gesamtdarstellung des ländlichen Raumes bezeichnet. In der vierten Auflage ist das Werk noch verbessert worden, die Zahl der Abbildungen wurde erhöht. Neu eingefügt und ergänzt wurden die Themen Landschaftsparks, Separationen, Landhauskultur, Erlebnisparks, Tourismus, nachhaltige Landbewirtschaftung sowie historische und moderne Waldfunktionen. Sieben Kapitel und zahlreiche Unterkapitel beschreiben auf gut 400 Seiten im Taschenbuchformat nun Ländliche Bevölkerung und Sozialstrukturen", Agrare und gewerbliche Wirtschaft", Gestalt, Lage und Funktion von Siedlung und Flur", Grundzüge der politischen Behandlung des ländlichen Raumes", Infrastruktur und Kommunalpolitik" und den Blick in die Zukunft des ländlichen Raumes". Der Autor ist seit 1980 Professor für Geographie, Schwerpunkt Anthropogeographie, im Institut für Geographie der Universität Duisburg-Essen.

"Heimatpflege in Westfalen", 17. Jg. 3/2004, S. 26

Bespr.: Stadt und Gemeinde 6/2004, S. 254 top ↑

Die hier vorgelegte Gesamtdarstellung des ländlichen Raumes und seiner wesentlichen Entwicklungsprozesse seit dem 19. Jahrhundert hat die bis dato dominierenden formalen und genetischen Betrachtungsweisen der Geographie um öpkonomische, soziale, administrative, planungsorientierte und anwendungsbezogene Fragestellungen erweitert. Das Buch wurde in Rezensionen mehrfach als Klassiker und Standardwerk bezeichnet.

Für diese 4. Auflage wurden u. a. folgende Themen neu eingefügt bzw. ergänzt: Landschaftsparks, Separationen, Landhauskultur, Erlebnisparks, Touristmus in denneuen Ländern, Beispiele nachhaltiger Landbewirtschaftung, historische und moderne Waldfunktionen. Die allermeisten Daten konnten aktualisiert werden und die einschlägige neue Literatur wurde durchgesehen und in den Text eingebaut.

Das vorliegende Studienbuch, das bereits nach wenigen Jahren die 4. Auflage erreicht hat, richtet sich mit seinem umfassenden und interdisziplinänren Ansatz zunächst an Studierende und Lehrende des Faches Geographie, aber auch der benachbarten Fächer wie Architektur, Geschichte, Soziologie, Volkskunde, Raumordnung, Forstwissenschaft, Ökologie, Wirtschafts- und Kommunalwissenschaften. Darüber hinaus werden Planer, Verwaltungsfachleute, Politiker, Pädagogen und nicht zuletzt die allgemeine Öffentlichkeit angesprochen.

Christiane Steinmetz

Stadt und Gemeinde 6/2004, S. 254

Bespr.: i.m.a. Newsletter Oktober 2005 top ↑

Inzwischen in der vierten Auflage erschienen, kann dieses Buch mittlerweile als Standardwerk einer Gesamtdarstellung des ländlichen Raumes bezeichnet werden. Umfassend zeigt es die Entwicklung der ländlichen Bevölkerung und der Sozialstrukturen auf, beschreibt den Wandel der Agrargesellschaft hin zur Dienstleistungsgesellschaft und gibt einen Einblick in die Behandlung des ländlichen Raumes durch die Politik. Ein Ausblick zeigt Trends, Prognosen und neue Aufgaben des ländlichen Raumes auf. Die Inhalte und Grafiken, die sich im Schwerpunkt an Geografen richten, können auch gut zur Unterrichtsvorbereitung eingesetzt werden.

i.m.a. Newsletter Oktober 2005

Essay: Frankfurter Rundschau 17.01.07 top ↑

Das Dorf lebt

Gerade junge Familien wohnen gern im Grünen, im öffentlichen Bewusstsein aber spielt der ländliche Raum kaum eine Rolle

Trotz Landflucht wohnt jeder zweite Deutsche auf dem Land - naturnah, im Eigenheim, eingebettet in soziale Netze und meistens glücklicher als die Großstädter.

Wenn nicht gerade die Kohlebagger kommen, wie in Otzenrath, das komplett umgesiedelt wurde. Das Dorf ist auch Schwerpunktthema der Grünen Woche in Berlin.

Das Dorf hat es nicht leicht. Es ist die beliebteste aller Siedlungsformen, erfährt jedoch durch Medien, hohe Politik und Wissenschaften eine eher geringe Wahrnehmung und Wertschätzung. Die Beschreibungen und Bewertungen des Dorfs sind oft widersprüchlich: Mal wird sein Ende beschworen, dann wieder wird es als Garten Eden oder Aktivposten des Staats gepriesen.

Wie kommt es zu diesen Marginalisierungen und widersprüchlichen Bewertungen des Dorfs? Die Antwort ist zunächst einfach: Das Dorf ist nicht leicht zu fassen. Zum einen haben die fließenden, aber durchschlagenden Wandlungsprozesse von der Agrar- zur Industrie- und Städtegesellschaft besonders in den vergangenen sechzig Jahren auch den ländlichen Raum nachhaltig verändert. Das Dorf hat - von Region zu Region und von Ort zu Ort sehr unterschiedlich - seine Gestalt, seine überkommenen Funktionen, seine traditionellen Lebensinhalte gewandelt. Ein paar Zahlen: Von den hundert bis 150 Bauernhöfen, die um 1950 noch in mittelgroßen Dörfern bestanden, sind bis heute höchstens zehn bis 15 übrig geblieben. Ähnliche Verluste gelten für das Dorfhandwerk und die Forstwirtschaft. Dazu kommen gravierende Infrastrukturverluste: Post, Molkerei und Polizeiposten, Schule, Bürgermeisteramt und Rathaus, Gasthöfe und Läden, Genossenschaft.

Eine weitere Zugangshürde besteht darin, dass es das Dorf oder den ländlichen Raum nicht gibt. Dörfer und ländliche Regionen sind äußerst vielfarbig und tiefgründig zugleich. Ihre ausgeprägten regionalen und lokalen Individualitäten, ihre vielschichtigen Potenziale und Probleme entziehen sich einer einfachen Darstellung und Generalisierung. Welche Region könnte den ländlichen Raum in Deutschland repräsentieren: die Einzelhof- und Streusiedlungsgebiete im Nordwesten oder die städteähnlichen Dorflandschaften des Südwestens, die Gutsdörfer Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns, die Klosterdörfer Bayerns und Westfalens oder die Arbeiterbauerndörfer des Saarlands und Sachsens, die Dörfer und Weiler des Mittelgebirges oder der Küste, die Bördendörfer oder die Winzerdörfer Süddeutschlands?

Die größte Aufmerksamkeit gilt meist den peripheren Dorfregionen abseits der Ballungsgebiete und Großstädte, die - vor allem im deutschen Nordosten - von Abwanderung und Stagnation betroffen sind. Den Gegenpol bilden die ballungsraum- und großstadtnahen Dörfer, die permanentem Siedlungsdruck ausgesetzt sind. Dazwischen liegt die große Gruppe der Dörfer im Einflussbereich von Klein- und Mittelstädten. Dorfregionen mit sehr hohen und sehr niedrigen Arbeitslosenquoten stehen einander gegenüber, ohne dass man auf den ersten Blick deren Ursachen erkennt. Generell gibt es große Unterschiede zwischen kleinen Dörfern mit etwa hundert Einwohnern und großen bis zu 10 000 Einwohnern, nicht nur bei den Arbeitsplätzen und der Infrastrukturausstattung, sondern beispielsweise auch im Vereinsleben. Wer vermag ein "typisches" Dorf zu benennen oder zu definieren? Selbst kleinräumige Vergleiche zwischen benachbarten Dörfern lassen oft Kontraste bezüglich des Siedlungsbilds, des Wirtschafts- und Sozialgefüges sowie der Entwicklungsdynamik erkennen.

Rein numerisch hat der ländliche Raum noch ein großes Gewicht: Gut die Hälfte der Bevölkerung und 90 Prozent der Fläche des Staats gehören zum ländlichen Raum. Auch ökonomisch ist der ländliche Raum nicht von vornherein das Armenhaus der Nation. Natürlich gibt es viele ländliche Gebiete, die von hoher Arbeitslosigkeit und Abwanderung betroffen sind. Auf der anderen Seite stehen jedoch reiche oder aufstrebende Agrarlandschaften mit baulich und infrastrukturell attraktiven und intakten Dörfern. So finden sich beispielsweise in Westfalen oder Baden-Württemberg prosperierende Dorflandschaften mit sehr geringer Arbeitslosigkeit und zahlreichen mittelständischen Firmen, die erfolgreich für den Weltmarkt produzieren.

Dennoch spielt der ländliche Raum im öffentlichen Bewusstsein eine geringere Rolle, als ihm eigentlich zusteht. Wie ist dies zu erklären? Der Hauptstrom der Meinungsbildung in unserer Gesellschaft geht von den Zentren der Medien, Politik, Wissenschaften und (Hoch-)Kultur aus, die nun einmal in den großen Städten sitzen. Die Perspektive auf das Dorf ist somit in der Regel eine Fernsicht, die politische, wissenschaftliche und mediale Behandlung oft eine Fern- und Fremdsteuerung. Wissenschaftler und Redakteure suchen lieber die Nähe zu den (Fördertöpfen der) Ministerien und Kulturverwaltungen als zu den ländlichen Bürgermeistern oder Dorfvereinen. Manchmal sind es auch konkurrierende Interessenverbände, die den ländlichen Raum gezielt klein- oder schlechtreden. So sprechen die Präsidenten des Bayerischen Städtetags davon, dass der ländliche Raum nur noch ein "gedankliches Kunstprodukt" und alles doch längst Stadt(region) sei.

Wo liegen - generalisiert - die Besonderheiten, die Stärken und Schwächen des ländlichen Raums? Obwohl etwa zwei Drittel aller deutschen Dörfer seit 1945 an Einwohnern gewachsen sind, gingen zahlreiche Arbeitsplätze und Infrastruktureinrichtungen verloren. Allerdings stehen diesen Verlusten auch Gewinne gegenüber: Wasser-, Abwasser-, Energieversorgung, Sport-, Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Dorfgemeinschaftshaus, Heimatstube und Brauchtumspflege. Als neuer Trend ist zu beobachten, dass - fast unsichtbar - moderne private Dienstleistungen wie Versicherungen, Steuer- und Unternehmensberatung, Soft- und Hardwareentwicklung ins Dorf Eingang gefunden haben. Ein zentrales Problem ist derzeit der Leerstand vieler älterer Gebäude samt Gärten in den Dorfkernen. Da gerade diese Anwesen, deren Verschwinden droht, oft das Dorfbild prägen, geht es an die Substanz. Hier sind neben den Fachbehörden vor allem auch die ländlichen Kommunen gefordert, sinnvolle Um- und Weiternutzungen zu unterstützen, damit die alten Dorfkerne für die nächste Generation nicht verloren gehen.

Ein wesentlicher Vorzug des Dorfs liegt neben der sehr hohen Eigenheimquote in den "weichen" Faktoren seiner Lebensqualität beziehungsweise Lebensstile, die es trotz aller Angleichungsprozesse zwischen Stadt und Land immer noch gibt. Ländliche Lebensstile sind natur-, traditions- und handlungsorientiert. Durch seine Naturnähe bietet das Dorf in Feld, Wald und Garten eine unmittelbare Chance der Erholung, Entspannung, Freizeitnutzung und körperlichen Betätigung. Vor allem der dörfliche Garten gilt inzwischen als ein Kernbestand ländlicher Lebensqualität.

Dörfliche Lebensstile sind durch eine überdurchschnittlich hohe Dichte sozialer Netze und Kontakte geprägt. Verwandtschafts- und Nachbarschaftshilfe, Engagement in Vereinen und Kirchen sowie Brauchtumspflege spielen im Zusammenleben wichtige Rollen und tragen sowohl zum Wohlstand als auch zur Identität in den Dörfern bei. So gibt es Dörfer, in denen Vereine ehemals kommunale Freibäder ehrenamtlich führen. Gerade junge Familien mit kleinen Kindern schätzen das Leben auf dem Lande mit Haus und Garten. Die Zufriedenheit der Landbewohner mit ihrem Umfeld ist nach wiederholten Umfragen stets doppelt so hoch wie das der Großstadtbewohner.

Die Faszination des Dorfs als Lebensraum ist also ungebrochen. Das "flache" Land hat auch deshalb Zukunft, weil Dörfer und Kleinstädte vergleichsweise sehr viel mehr Kinder produzieren, aufziehen und beschulen als Großstädte. Nach einem kürzlichen Zeitungsbericht kommen auffällig viele Chefs der größten deutschen Unternehmen aus ländlichen Regionen. Als wesentliche Erklärung für dieses Phänomen werden die auf dem Dorf oder in der Kleinstadt erworbenen sozialen und emotionalen Kompetenzen sowie ein auf dem Lande noch vorhandenes "Arbeitsethos" angeführt, die sich so in der unpersönlicheren und virtuelleren Großstadt nicht erlernen lassen. Die hoch entwickelte Fähigkeit der Menschen im ländlichen Raum zum eigenständigen und ehrenamtlichen Handeln ist eine bedeutende Zukunftsressource für unseren Staat. Die Partizipationstraditionen im ländlichen Raum bedürfen allerdings der Respektierung und Förderung.

Gerhard Henkel

Frankfurter Rundschau 17.01.2007

Inhalt top ↑

1 Einführung 17
1.1 Thematische und methodische Einleitung 17
1.2 Der ländliche Raum als Forschungsgegenstand 21
1.3 Grundbegriffe Ländlicher Raum, Ländliche Siedlung und Dorf 30
1.4 Allgemeine Stadt-Land-Beziehungen 38
2 Ländliche Bevölkerung und Sozialstrukturen 45
2.1 Demographische Entwicklung des ländlichen Raumes
seit dem 19. Jahrhundert 45
2.1.1 Natürliche Bevölkerungsbewegungen 46
2.1.2 Räumliche Bevölkerungsbewegungen (Wanderungen) 49
2.1.3 Gesamtbilanzen und Strukturmerkmale der Bevölkerungsentwicklung 61
2.2 Ländliche Sozialstrukturen 69
2.2.1 Soziale Gliederung der ländlichen Bevölkerung 70
2.2.2 Elemente der Sozialstruktur 81
2.2.3 Soziale Institutionen Familie, Religion und Politik 94
2.2.4 Resümee des sozialen Wandels der letzten Jahrzehnte 98
3 Agrare und gewerbliche Wirtschaft 101
3.1 Skizze der gesamtökonomischen Entwicklung des ländlichen Raumes
seit dem 19. Jahrhundert 101
3.2 Landwirtschaft 103
3.2.1 Natürliche Voraussetzungen der Landnutzung 104
3.2.2 Sozioökonomische Strukturen und Faktoren 109
3.2.3 Produktion und Einkommen 133
3.2.4 Agrarmarkt und Genossenschaftswesen 158
3.2.5 Agrarpolitik 164
3.2.6 Maßnahmen der Agrarstrukturverbesserung: Flurbereinigung 178
3.3 Wald-, Forst- und Holzwirtschaft 184
3.3.1 Waldverbreitung, Forschungsinteressen 184
3.3.2 Geschichte der Waldnutzung seit dem 19. Jahrhundert 185
3.3.3 Betriebs- und Erwerbsstrukturen der Forstwirtschaft 188
3.3.4 Neue Waldfunktionen und Aufgaben der Forstpolitik 190
3.3.5 Holzwirtschaft 196
3.4 Handwerk, Gewerbe, Industrie 197
3.4.1 Das Dorfhandwerk in der frühen Neuzeit bis zur Wende
des 18. zum 19. Jahrhundert 199
3.4.2 Liberalisierung des ländlichen Handwerks durch
Gewerbefreiheit und Reformen der Agrar- und Dorfverfassung
(1. Hälfte des 19. Jahrhunderts) 201
3.4.3 Das Dorfhandwerk in der ersten Phase der Industrialisierung
(ca. 1850 bis 1945) 202
3.4.4 Die gewerbliche Entwicklung seit dem Zweiten Weltkrieg.. 204
3.4.5 Resümee und Perspektiven der gewerblichen Wirtschaft
im ländlichen Raum 206
3.5 Tourismus 208
3.5.1 Zur Entwicklung von Fremdenverkehr und Massentourismus. 208
3.5.2 Voraussetzungen der Tourismusentwicklung 210
3.5.3 Vielfalt der Fremdenverkehrsorte 212
3.5.4 Wirkungen (und Grenzen) der ländlichen Entwicklung
durch Fremdenverkehr 213
3.5.5 Zur geographischen Forschung des Freizeit- und
Fremdenverkehrs 221
3.6 Kommunale Wirtschaftspolitik als Basis für eine endogene
Wirtschaftsentwicklung auf dem Lande 222
4 Gestalt, Lage und Funktion von Siedlung und Flur 227
4.1 Siedlungsgröße 227
4.2 Siedlungs- und Flurformen 229
4.2.1 Forschungsübersicht 229
4.2.2 Siedlungsformen 230
4.2.3 Flurformen 237
4.3 Siedlungslage 239
4.4 Haus- und Gehöftformen 241
4.4.1 Die traditionellen Bauernhaustypen 243
4.4.2 Die herkömmlichen Baumaterialien 248
4.5 Siedlungsfunktionen 250
4.5.1 Zur Vielfalt agrarer und nicht-agrarer ländlicher Siedlungen. 250
4.5.2 Sozioökonomische Siedlungs- und Gemeindetypisierung.. 258
4.6 Formenwandel und Erbe der ländlichen Kulturlandschaft 262
4.6.1 Markante Wandlungsprozesse im 19. und 20. Jahrhundert.. 262
4.6.2 Die ländliche Kulturlandschaft als Erbe 269
5 Grundzüge der politischen Behandlung des ländlichen Raumes 275
5.1 Raumordnung 275
5.1.1 Ziele und Geschichte der Raumordnung und Raumforschung. 275
5.1.2 Hierarchie (Träger) der Raumordnung 278
5.1.3 Instrumente der Raumordnung 282
5.1.4 Bilanzen und neue Konzepte der Raumordnung
für den ländlichen Raum 295
5.2 Fachplanungen zur Erneuerung des Dorfes 297
5.2.1 Vereinödung und Dorfverschönerung 298
5.2.2 Ortsauflockerung und Dorfsanierung (etwa 1945-1975) 302
5.2.3 Dorferneuerung (seit etwa 1975) 306
6 Infrastruktur und Kommunalpolitik 321
6.1 Infrastruktur 321
6.1.1 Definitionen, Merkmale und Leitbilder 321
6.1.2 Infrastrukturausstattung des ländlichen Raumes (im Wandel) 322
6.1.3 Resümee und Perspektiven 343
6.1.4 Vorschläge zur Verbesserung der ländlichen Infrastruktur 348
6.2 Ländliche Gemeinden und Selbstverwaltung 353
6.2.1 Zur historischen Entwicklung der ländlichen Gemeinden
und ihrer Selbstverwaltung 353
6.2.2 Gemeinden im Staatsaufbau 355
6.2.3 Aufgaben der Gemeinde(verwaltung) 357
6.2.4 Kommunalverfassungen in der Bundesrepublik Deutschland. 359
6.2.5 Lokale Rahmenbedingungen der Kommunalpolitik 361
6.2.6 Einschränkungen der kommunalen Selbstverwaltung
durch überregionale Politikverflechtung 364
6.2.7 Lokale Autonomien und kommunale Gebietsreform 367
7 Ein Blick in die Zukunft des ländlichen Raumes: Trends, Prognosen und neue
Aufgaben 379
7.1 Der ländliche Raum zwischen Fremdbestimmung und endogener
Entwicklung 379
7.1.1 Die Perspektive der Fremdbestimmung durch die Zentralen. 380
7.1.2 Die Perspektive der eigenständigen Entwicklung 383
7.1.3 Stadt-Land-Beziehungen im Spiel der Kräfte und Interessen. 386
7.2 Der Auftrag zur nachhaltigen Entwicklung 389
7.2.1 Motive und Leitbilder der Lokalen Agenda 21 389
7.2.2 Strategien, Aufgaben und Potentiale nachhaltiger Entwicklung
im ländlichen Raum 392
Literaturverzeichnis 396
Sachregister 415

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Diese Gesamtdarstellung des ländlichen Raumes und seiner wesentlichen Entwicklungsprozesse seit dem 19. Jahrhundert hat die bis dato dominierenden formalen und genetischen Betrachtungsweisen der Geographie um ökonomische, soziale, administrative, planungsorientierte und anwendungsbezogene Fragestellungen erweitert. Das Buch wurde in Rezensionen mehrfach als Klassiker und Standardwerk bezeichnet.
Das neu bearbeitete Studienbuch, welches bereits nach wenigen Jahren die 3. Auflage erreicht hat, richtet sich mit seinem umfassenden und interdisziplinären Ansatz zunächst an Studierende und Lehrende des Faches Geographie, aber auch der benachbarten Fächer wie Architektur, Geschichte, Soziologie, Raumordnung, Ökologie, Wirtschafts- und Kommunalwissenschaften. Darüber hinaus werden Planer, Verwaltungsfachleute, Politiker, Pädagogen und nicht zuletzt die allgemeine Öffentlichkeit angesprochen.