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Wolfgang Brücher:

Energiegeographie

Wechselwirkung zwischen Ressourcen, Raum und Politik

2009. 280 Seiten, 41 Abbildungen, 14x21cm, 400 g
Language: Deutsch

(Studienbücher der Geographie)

ISBN 978-3-443-07145-5, brosch., price: 29.80 €

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Keywords

EnergieSozioökonomieGeothermiePhotovoltaikEmissionSchwellenland

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Diese erste deutschsprachige Einführung in den Gesamtbereich der Energiewirtschaft aus geographischer Sicht richtet sich an Lehrende und Studierende der Geographie und benachbarter Fachrichtungen, wegen der hoch aktuellen Problematik der Energieversorgung aber auch an eine breite Leserschaft.

Nach der Einführung in das Phänomen Energie und der Entwicklung einer Konzeption für eine „Energiegeographie“ werden die einzelnen Energieträger und die sie prägenden Unternehmensstrukturen behandelt. Dabei folgt man dem Ablauf ihrer jeweiligen sog. Prozesskette, d.h. schrittweise von der Exploration über die Förderung plus Veredelung und den Transport bis zum Konsum, immer auch mit dem Versuch einer Zukunftsperspektive. Bei jeder Etappe kommt es zu Umweltbelastungen, entstehen Wechselwirkungen mit den sozio-ökonomischen und räumlichen Rahmenbedingungen sowie mit der Politik.

Leitlinie des Buches ist der Gegensatz zwischen den fossilen und den Erneuerbaren Energien: Erstere (Kohle, Erdöl, Erdgas, Uran) versorgen von wenigen Standorten aus die gesamte Erde, sind jedoch umweltschädigend und nicht erneuerbar, also bekanntlich begrenzt. Weniger bekannt ist, dass Erneuerbare Energien (Arbeitsenergie, Biomasse, Wasser- und Windkraft) zwar nachhaltig gewinnbar, wegen ihrer Bindung an die nicht vermehrbare Erdoberfläche aber ebenfalls begrenzt sind. Deshalb kommt es permanent zu Konflikten, sowohl um die Energieträger (Ölkriege etc.) als auch um die Fläche, sei es für die Erzeugung von Erneuerbaren (Nahrungsmittel versus Biotreibstoffe etc.), sei es um den Raum der Konsumenten (Konzessionsmonopole, Leitungsnetze etc.). Vorgestellt werden die Energieträger entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu drei historischen Phasen: der vorindustriellen Gewinnung von Erneuerbarer Energie aus der Fläche, der weltweiten Versorgung mit fossilen Energieträgern und daraus erzeugter Elektrizität in der industriellen Phase sowie der schon begonnenen postindustriellen Phase. Letztere beruht wiederum auf Erneuerbaren Energien, nun aber unter Einsatz modernster Technologie (Solarwärme, Photovoltaik, Geothermie etc.).

Die gründliche, detaillierte Darstellung jedes einzelnen Energieträgers dient nicht zuletzt als Grundlage für die Beurteilung der aktuell beherrschenden Doppelproblematik Ressourcenverknappung und Klimawandel. Gegen diese richten sich, parallel zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, verschiedenste aktuellen Maßnahmen zur Senkung von Energiekonsum (Kraft-Wärme-Kopplung, Gebäudedämmung etc.) und Emissionen (Emissionshandel etc.). Allerdings bleibt der Autor skeptisch, ob die erreichten und absehbaren Fortschritte nicht durch den bedrohlich wachsenden Energiehunger der Entwicklungs- und Schwellenländer wieder in Frage gestellt werden. Abschließend werden Perspektiven für die Zukunft der Energiewirtschaft diskutiert.

Bespr.: ETDE - Energy Database-production / FIZ Karlsruhe top ↑

The guideline of the book under consideration is the contrast between fossil sources of energy and solar renewable energies. Both have a specific relationship to the area and stand in permanent reciprocal interaction with the policy. Under this aspect, the book consists of the following chapters: (1) The phenomenon energy; (2) Conception of a "energy geography"; (3) The preindustrial phase: Production of renewable energies from the surface; (4) The industrial phase: Non-renewable energies for large-area supply; (5) The post-industrial phase: Modern forms of utilization of renewable energies; (6) Energy conservation and avoidance of emissions; (7) Developing countries - the large question mark; (8) The renewable energies in subjects of the systems.

ETDE - Energy Database

FIZ Karlsruhe

Bespr.: Geographie und Schule, 32. Jg., Heft 185, Juni 2010 top ↑

Erstmals erscheint eine deutschsprachige Einführung in geographische Aspekte der Energieversorgung. Dabei werden neben geographischen Fragen der Verfügbarkeit von Energie auch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausführlich berücksichtigt und die Auswirkungen der Energiewirtschaft auf den Raum angesprochen. Motto des Buchs ist: Energy from space versus energy from space. Aus dem Inhalt: Das Phänomen der Energie; Konzeption einer „Energiegeographie“; Die vorindustrielle Phase: Gewinnung erneuerbarer Energien; Die industrielle Phase: Nicht erneuerbare Energien für flächendeckende Versorgung (energy from space); Die postindustrielle Phase: Moderne Nutzungsformen erneuerbarer Energien (energy from space); Energieeinsparung und Vermeidung von Emissionen; Entwicklungsländer – das große Fragezeichen; Die erneuerbaren Energien im Fächer der Systeme.

Geographie und Schule, 32. Jg., Heft 185, Juni 2010

Bespr.: Die Erde 2010/1-2 top ↑

Seit der Energiekrise 1973/74 steht die Energiewirtschaft in Verbindung mit der sich bis heute verstärkenden doppelten Bedrohung durch Ressourcenverknappung und Klimawandel zunehmend im Mittelpunkt von Erörterungen in Gesellschaft und Politik. Die wissenschaftliche Geographie hat die Themen Energie bzw. Energiewirtschaft in der Vergangenheit aber – trotz deren zunehmenden Bedeutung – sehr vernachlässigt. Diesem Umstand ist es wohl auch zuzuschreiben, dass es in deutschen Lehrbuchreihen bisher noch keine „Energiegeographie“ gab. Dieser Aufgabe verschrieb sich nun dankenswerterweise Wolfgang Brücher. Dem Verfasser geht es in seinem Buch vor allem darum, die Wechselwirkungen zwischen Ressourcen, Raum und Politik herauszustellen. Dabei hat er stets die Prozesskette zwischen Energieaufkommen und konsumierter Endenergie (Primärenergie – Umwandlung – Endverbrauch) im Auge. Einen Leitgedanken in diesem Buch stellt der Gegensatz zwischen den fossilen Energieträgern und den „solaren“ erneuerbaren Energien dar. Erstere sind von ihrer Verfügbarkeit weltweit ungleich verteilt, lassen sich zeitlich nur begrenzt gewinnen und gelten als umweltschädigend; die Gewinnung letztgenannter ist zwar nachhaltig, jedoch an die Fläche gebunden und dadurch ebenfalls in ihrer Verfügbarkeit begrenzt. Der behandelte Stoff wird in neun Kapitel gegliedert. Hierbei zieht sich die Dreiecksbeziehung zwischen Raum, Energie und Macht bzw. ihre verschiedenen politischen Mechanismen wie ein roter Faden durch den gesamten Text. Die Betrachtung der energiewirtschaftlichen Entwicklung, differenziert nach „energy from space“ und „energy for space“, gibt dieser Energiegeographie eine Orientierung an den auf der Erde gelebten Energiezeitaltern. Zunächst wird die Phase der Energiewirtschaft vor der Industriellen Revolution betrachtet, die ausschließlich auf erneuerbarer Energie (v.a. menschliche und tierische Arbeitskraft) beruhte; anschließend behandelt Brücher umfassend die bis heute anhaltende industrielle Phase auf der Basis fossiler Energieträger (einschließlich einer kritischen Diskussion der Nutzung von Kernenergie). Im letzten Teil des Buches geht es um die Rückbesinnung in jüngster Zeit auf die erneuerbaren Energien. Hierbei versucht der Verfasser, alle wichtigen Formen dieser alternativen Energien in einer verständlichen Form darzustellen. Die Emissionsproblematik und das Thema Energie in Entwicklungsländern werden in eigenen kurzen Kapiteln behandelt. Das Schlusskapitel wagt einen Ausblick hinsichtlich der Einschätzung von erneuerbaren Energien in der Zukunft. Die in diesem Studienbuch vorgelegte gelungene Einführung in den Gesamtbereich der Energiewirtschaft kann nicht nur Lehrenden und Studierenden der Geographie sowie benachbarter Fachrichtungen empfohlen werden, sondern auch einer breiteren interessierten Leserschaft, die auf 280 Seiten eine übersichtliche Darstellung energiewirtschaftlicher Zusammenhänge und regionalspezifischer Ausprägungen vorfindet. Die in diesem Buch sorgsam zusammengestellten vielfältigen Informationen sind durch zahlreiche gut lesbare und maßstäblich differenzierte thematische Karten und Diagramme dokumentiert. Es bleibt zu hoffen, dass in einer überschaubaren Zeit auch eine zweite Auflage des Buches möglich wird. Denn die technologischen Entwicklungen in der Energiewirtschaft, sich verändernde Umweltauswirkungen und die daraus resultierenden energiepolitischen Handlungen werden weiterhin dynamisch bleiben und laufend weitere neue Erkenntnisse sowie energiegeographisch relevante Aussagen ermöglichen.

Hans-Dieter Haas (München)

Die Erde 2010/1-2

Inhaltsverzeichnis top ↑

Vorwort 5
Abkürzungsverzeichnis 11
1 Einleitung: Energy from space versus energy for space 15
2 Das Phänomen Energie 19
2.1 Definitionen, Begriffe, Maßeinheiten 19
2.2 Ursprünge und Formen der Energie, Umwandlung und „Verluste“ 21
2.3 Prozesskette und Energiebilanz 23
2.4 Energieressourcen und -reserven 26
3 Konzeption einer „Energiegeographie“ 31
3.1 Vernachlässigung energiegeographischer Forschung 31
3.2 Das individuelle Profil des Energiesektors 34
3.3 Konzeption einer „Energiegeographie“ 36
3.3.1 Energiesysteme und Prozesskette 36
3.3.2 Orientierung an historischen Entwicklungsphasen der
Energiewirtschaft 40
4 Die vorindustrielle Phase: Gewinnung Erneuerbarer Energien
aus der Fläche (energy from space) 42
4.1 Menschliche und tierische Nahrungsenergie 42
4.1.1 Wildbeuterstufe 42
4.1.2 Sesshafter Ackerbau und Sklaverei 43
4.2 Wasserkraft 45
4.3 Windkraft 49
4.4 Biomasse 50
4.5 Gesamtbewertung der vorindustriellen Phase 52
5 Die industrielle Phase: Nicht-erneuerbare Energien für
flächendeckende Versorgung (energy for space) 55
5.1 Übergänge zur industriellen Phase 55
5.2 Grundstrukturen des industriellen Energiesystems 57
5.3 Kohle 59
5.3.1 Steinkohle 60
5.3.1.1 Kohlearten,Verbreitung, Reserven, Qualität 60
5.3.1.2 Die Prozesskette der Steinkohlenwirtschaft 61
5.3.1.3 Lagerstättenfaktoren, Bergbautechnologie, Zechenstandorte 62
5.3.1.4 Veredlung 65
5.3.1.5 Transport, Handel, Konsum 67
5.3.1.6 Steinkohle und Verdichtungsräume 74
5.3.1.7 Unternehmensstrukturen und Förderpolitik 76
5.3.1.8 Die Prozesskette im Rückwärtsgang:
Niedergang der Steinkohle in alten Revieren 77
5.3.1.9 Steinkohle in der Politik 80
5.3.1.10 Die Zukunft der Steinkohle 83
5.3.2 Braunkohle 84
5.3.2.1 Braunkohlearten, Verbreitung, Reserven, Qualität 85
5.3.2.2 Lagerstättenfaktoren, Bergbautechnologie,
Flächenmanagement 86
5.3.2.3 Transport und Veredlung 87
5.3.2.4 Unternehmensstrukturen und Politik 88
5.3.2.5 Umweltprobleme, Rekultivierung, Umsiedlung 90
5.4 Erdöl und Erdgas 93
5.4.1 Der verzögerte Siegeszug von Erdöl und Erdgas 94
5.4.2 Unternehmensstrukturen 98
5.4.3 Der upstream-Sektor von Erdöl und Erdgas 101
5.4.3.1 Entstehung und Lagerstättenfaktoren von Erdöl und
Erdgas 101
5.4.3.2 Prospektion, Exploration und Förderung von Erdöl
und Erdgas 102
5.4.3.3 Der Fluch des Erdöls in strukturschwachen Förderländern 108
5.4.3.4 Erdöl als positiver Entwicklungsfaktor: Norwegen 112
5.4.4 Der downstream-Sektor Erdöl 113
5.4.4.1 Transport von Erdöl 113
5.4.4.2 Veredlung und Weiterverarbeitung von Erdöl – eine Basis
für Industrialisierung? 121
5.4.4.3 Ölpreis und Konsum 125
5.4.5 Der downstream-Sektor Erdgas: Transport, Verteilung, Konsum 128
5.4.6 Die Zukunft von Erdöl und Erdgas 134
5.4.7 Ölsande – nicht-konventionelle Ressourcen als Rettungsanker? 139
5.5 Konventionelle Elektrizitätswirtschaft 143
5.5.1 Die Sonderstellung der Elektrizitätswirt schaft 143
5.5.2 Stromerzeugung in Kraftwerken 144
5.5.2.1 Wasserkraft 146
5.5.2.2 Wärmekraft 151
5.5.2.3 Umweltbelastung durch konventionelle Wärmekraftwerke
und Gegenmaßnahmen – Kraft-Wärme-Kopplung und
Fernwärme 152
5.5.2.4 Einsatz der Kraftwerke nach Typ, Größe, Standort etc.
am Beispiel Deutschland 155
5.5.3 Transport und Verteilung von Elektrizität 157
5.5.4 Energieversorgungsunternehmen, Netze, Macht 159
5.6 Elektrizitätswirtschaft auf der Basis von Kernenergie 164
5.6.1 Die Prozesskette der Kernenergie 165
5.6.1.1 Vom Uranerzbergbau zum Reaktor 165
5.6.1.2 Wiederaufarbeitung, Endlagerung und Schneller Brüter 168
5.6.2 Kernenergie in Frankreich 170
5.6.2.1 Kernenergie – Die Kontrolle der Energie durch die
Zentralmacht 171
5.6.2.2 Entwicklung und Struktur des Kernenergieprogramms 172
5.6.2.3 Das Kernenergieprogramm im Raum 174
5.6.2.4 Widerstände 175
5.6.3 Kernenergie – Pro und Contra 176
5.6.4 Zukunft der Kernenergie 178
6 Die postindustrielle Phase: Moderne Nutzungsformen Erneuerbarer
Energien (energy from space) 180
6.1 Windenergie 184
6.1.1 Technische und räumliche Grundlagen 184
6.1.2 Die Situation der Windenergie in Deutschland 188
6.1.2.1 Kontroversen 190
6.1.2.2 Flächenmangel:Repowering und offshore-Windparks
als Lösung? 192
6.1.2.3 Perspektiven 196
6.2 Solarenergie 197
6.2.1 Solarthermie 198
6.2.2 Photovoltaik 200
6.2.2.1 Technische und räumliche Grundlagen 202
6.2.2.2 Kosten 204
6.2.2.3 Standorte, Größenordnungen und Flächenpotenzial
der Photovoltaikanlagen 205
6.2.2.4 Künftige Entwicklungen 207
6.3 Biomasse 207
6.3.1 Definitionen 208
6.3.2 Unterschiede zu anderen Erneuerbaren Energien 209
6.3.3 Produkte und Nutzungsformen 211
6.3.4 Prozesskette und Standorte 215
6.3.5 Bioethanol in Brasilien und in den USA 218
6.3.5.1 Bioethanol aus Zuckerrohr in Brasilien 219
6.3.5.2 Bioethanol aus Mais in den USA 220
6.3.6 Fläche und Potenzial 222
6.3.7 Umweltprobleme durch Energie aus Biomasse 224
6.3.8 Biomasse zwischen energy from space und energy for space 225
6.4 Geothermische Energie 226
6.4.1 Geothermische Stromerzeugung in Deutschland? 228
Stromerzeugung in Deutschland? 228

Bespr.: Praxis Geographie 40 (2010) H. 4, S. 57 top ↑


Die Themenfelder Energieversorgung und Klimawandel prägen seit einigen
Jahren die gesamtgesellschaftliche Diskussion. So scheint ein
umfangreiches Lehr- und Studienbuch zum Thema Energie längst
überfällig zu sein, zumal der Autor zu Beginn seiner Ausführungen auf
die deutliche Forschungsvernachlässigung innerhalb der Geographie
verweist. Wolfgang Brücher strukturiert die Vielzahl möglicher
Energieträger durch die konzeptionelle Einordnung in drei
Energiezeitalter: die vorindustrielle Phase gibt einen Einblick in die
Energiegewinnung und -nutzung seit Beginn der Menschheit. Mit dem
Übergang zur Industrialisierung werden fossil-atomare Energieträger
ausführlich beschrieben, welche schließlich in der postindustriellen
Phase durch regenerative Energieträger ergänzt werden. Sämtliche
Energiezeitalter bieten einen fundierten Einblick in die jeweils
vorherrschenden Energienutzungsformen des Menschen. Dabei verwendet
der Autor ein interessantes Wortspiel, um den räumlichen Bezug der
Thematik Energie prägnant zu charakterisieren: „energy from space“ im
vorindustriellen und postindustriellen Energiezeitalter meint die
Gewinnung von Energie aus dem Raum, wohingegen die industrielle Phase
mit dem Leitbegriff „energy for space“ von einer eher
prozessgeleiteten Verteilung von Energie in den Raum ausgeht. Für
Wolfgang Brücher steht weiterhin das bereits 1997 veröffentlichte
Modell der Energieprozesskette samt räumlich-gesellschaftlichen
Wechselwirkungen im Vordergrund, welches einen übergeordneten
theoretischen Bezugsrahmen liefern soll. Wünschenswert wäre hierbei
vielleicht eine deutlichere theoretische Abgrenzung zwischen
fossil-atomaren und regenerativen Energieträgern. Letztere weisen
einen stärkeren Bezug zum physikalischen Energieflussmodell auf und
folgen einer unmittelbaren Gewinnung, Verteilung und Gebrauch von
Energie an Ort und Stelle. Die erste deutschsprachige Publikation zum
Thema Energie aus Sicht der Geographie besticht insgesamt durch einen
klaren konzeptionellen Aufbau sowie eine Veranschaulichung der
komplexen Thematik mit Hilfe räumlicher Verortungen in Form von 41
Schwarz-Weiß-Abbildungen. Auch wenn der Verlag mit dem eigens
gewählten Titel Energiegeographie eine weitere „Bindestrichgeographie“
suggeriert, so sollte das seitens des Faches bislang stark
vernachlässigte Thema von nun an Einzug in die deutschsprachige
Geographie erhalten und den Leser zu „mehr Energie“ motivieren.



Thomas Brühne/Koblenz-Landau


Praxis Geographie 40 (2010) H. 4, S. 57