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Reinhard Exel:

Sardinien

Geologie, Mineralogie, Lagerstätten, Bergbau

1986. VIII, 177 Seiten, 70 Abbildungen, 13x19cm, 290 g
Language: Deutsch

(Sammlung geologischer Führer, Band 80)

ISBN 978-3-443-15047-1, brosch., price: 19.00 €

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Contents

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Sardinien, die -zweitgrößte Insel im Mittelmeer, ist ein Land mit vielen Sehenswürdigkeiten, reichen Bodenschätzen und vielen interessanten Mineralien-ein kleiner Kontinent eigentlich-wie der sardische Poet Marcello Serra diese Insel mit so vielen Eigenarten nicht ganz zu Unrecht bezeichnet.

Zusammen mit der nur wenige Kilometer nördlicher gelegenen Insel Korsika bildet Sardinien eine Landmasse, die einen Rest Paläoeuropas darstellt. Diese sardisch-korsische Masse lag wohl ursprünglich in der Gegend des Golfes von Lyon und driftete von dort gegen Westen in ihre gegenwärtig zentrale Position des westlichen Mittelmeerbeckens. Die wechselvolle geologische Geschichte Sardiniens, geprägt durch drei aufeinander folgende Gebirgsbildungsprozesse, wurde bisher nur von wenigen Autoren in ihrer Gesamtheit beschrieben, z.B. LA MARMORA (1958), COCOZZA et al. (1974) und VARDABASSO (1976). Aufgrund neuer und neuester Forschungen erscheinen die geologischen Verhältnisse der Insel weitaus komplizierter zu sein als bisher angenommen; ein noch nicht in allen Details bekannter Deckenbau des sardischen Grundgebirges wurde erkannt. Die Existenz einer großen Schichtlücke zwischen mittelkambrischen Serien und ordovizischen Sedimenten wird immer fraglicher.

Der vorliegende geologische Führer soll einem breiten Publikum die interessanten geologischen und mineralogischen Verhältnisse, dieser mittlerweile auch als Ferienziel beliebten Insel, näher bringen. Diesem Aspekt stand schon lange der Wunsch all jener gegenüber, die eine erdwissenschaftliche Studienreise nach Sardinien planten, aber nur wenige brauchbare Unterlagen dafür finden konnten. Beiden Ansprüchen wurde nachgekommen, und dieser Führer, welcher gleichsam ein dem gegenwärtigen Wissensstand entsprechender Abriß der Geologie und Mineralogie Sardiniens geworden ist, wird dem Fachwissenschaftler und dem interessierten Laien eine solide Informationsquelle sein.

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Praktische Hinweise 1
Historisches 6
A. Geographischer Uberblick 12
A. 1 Topographie, Morphologie 12
A. 2 Klima, Hydrologie, Karst 16
B. Geologischer Aufbau 20
B. 1 Stratigraphie, Paläogeographie, Petrographie 24
B. 1.1 Das paläozoische Grundgebirge 24
B. 1.1.1 Die sedimentären Serien 26
Präkambrium 26
Kambrium 27
Ordovizium 35
Silur und Devon 41
Karbon und Perm 43
B. 1.1.2 Die kristallinen Serien 46
Granitische Gesteine 47
Ganggesteine 52
Kristalline Schiefer 52
B. 1.2 Das Mesozoikom 53
Trias 57
Jura 58
Kreide 62
B. 1.3 Das Tertiär 64
Marine und kontinentale Sedimente 65
Vulkanite 72
B. 1.4 Quartär 80
Marine Sedimente (Tyrrhenian) 82
Kontinentale Sedimente 84
Vulkanite 85
B. 2 Tektonik, Orogenese, Metamorphose 87
B. 2.1 Die kaledonische Orogenese (sardische Phase) 87
B. 2.2 Die variszische Orogenese und Metamorphose 89
B. 2.3 Die alpidische Orogenese 91
B. 2.4 Tektonische Gliederung 93
Südwest-Sardinien 94
Südost- und Zentralsardinien 95
Nordost-Sardinien 102
Nordwest-Sardinien 103
C. Mineralogie, Lagerstätten, Bergbau 106
C. 1 Lagerstätten und Bergbau 106
C. 2 Mineralien 108
C. 3 Übersicht der Vorkommen 111
D. Exkursionen 135
D. 1 Südwest-Sardinien 135
D. 2 Südost-Sardinien 144
D. 3 Nordwest-Sardinien 148
D. 4 Nordost-Sardinien 154
Literaturverzeichnis 158
Orts- und Sachregister 169