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Otto F. Geyer; Thomas Schober; Matthias Geyer:

Die Hochrhein-Regionen zwischen Bodensee und Basel

[Geological guidebook to the Upper-Rhine river regions between the Lake Constance and Basle (Germany-Switzerland)]

2003. XI, 526 Seiten, 110 Abbildungen, 14x20cm, 800 g
Language: Deutsch

(Sammlung geologischer Führer, Band 94)

ISBN 978-3-443-15077-8, Kunstoffeinband, price: 38.00 €

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Bodensee Basel Geologie Hochrhein Exkursion

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Der vorliegende geologische Führer begleitet den Rhein vom Bodensee bis zum südlichen Oberrheingraben. Die Exkursionen verlaufen sowohl auf rechts- wie auf linksrheinischer Seite. Somit finden sich die Exkursionsrouten bzw. Haltepunkte zum einen in der Südwestecke Baden-Württembergs auf deutschem Staatsgebiet (Landkreise Lörrach, Konstanz und Waldshut-Tiengen), zum anderen in rheinnahen Bereichen der Nordschweiz (Kantone Aargau, Basel-Stadt und -Landschaft, Schaffhausen und Zürich). Schließlich wird bei einer Exkursion auch die Grenze zu Frankreich überschritten. Die geologische Situation bringt es mit sich, daß hier recht unterschiedliche Baueinheiten zusammentreffen: Schwarzwald-Kristallin, Süddeutsches Schichtstufenland, Molassebecken, Tafeljura und Oberrheingraben. Daher umfaßt das Exkursionsgebiet Bereiche des kristallinen Grundgebirges sowie solche mit permischen, triassischen, jurassischen, tertiären und quartären Ablagerungen. Diese regionale und erdgeschichtliche Vielfalt ist auch für das umfangreiche Schrifttum verantwortlich, auf das die Verfasser zurückgreifen mußten. Neben der Geologie wird der Benutzer dieses Führers aber auch eine geschichtsträchtige Landschaft im Herzen Europas kennenlernen, die zeigt, daß die Natur vieles miteinander verbunden hat, was der Mensch durch Grenzen nicht zu trennen vermag.

Bespr.: Freiburger Universitätsblätter Jg. 2003, Dez., H. 162/4, S. 251 top ↑

Der geologische Führer begleitet den Rhein vom Bodensee bis in den südlichen Oberrheingraben sowohl auf der links- als auch auf der rechtsrheinischen Seite. In einer Landschaft wie der am Hochrhein, die sich durch eine große regionale und erdgeschichtliche Vielfalt auszeichnet, gibt der Führer wertvolle Hinweise zu lohnenden Exkursionszielen. Wer sich noch nicht mit dem Grundmuster der Landschaft vertraut gemacht hat, wird in der Einführung mit den wichtigsten Exkursionsrouten und ihrem geologischen Profil bekannt gemacht. In der folgenden Gesteinskunde gewinnt der Leser einen gründlichen Einblick in die geologischen Formationen der Erdzeitalter anhand der konkreten Beispiele im Land. Für Nicht-Geologen empfiehlt sich dabei der begleitende Griff zum Lexikon, denn die Autoren richten sich an einen Leserkreis, der mit geologischer Fachsprache keine Probleme hat. Nach der Flußgeschichte des Rheins und der tektonischen Entwicklung am Hochrhein folgen In der zweiten Hälfte des Buches die Exkursionsbeschreibungen. Sie bestechen durch ihre Detailkenntnisse und genauen Hinweise. Stand im ersten Teil ausschließlich die Geologie im Vordergrund, haben die Autoren bei den Exkursionen Informationen zu historischen Bauten, zur Ur- und Frühgeschichte und zu Fossillagerstätten hinzugenommen. Aussichtspunkte als touristische Markierungen sind ebenso enthalten wie Angaben zu Öffnungszeiten von Museen oder Naturdenkmälern. Die Haltepunkte und Wege sind anschaulich beschrieben, die Routen sind gut geplant und enthalten selbst Warnungen für Schlechtwetterlagen. Die Fülle der angesprochenen Exkursionspunkte und die Länge der beschriebenen Wege zwischen 40 und 70 Kilometern läßt keine andere Wahl, als das Auto zum Transportmittel zu machen. Ausnahme ist eine Schiffsexkursion, zu der die geologischen Informationen im Vorbeifahren geliefert werden. Wer Interesse hat an einer exakten Beschreibung geologischer Vielfalt bis hin zum kleinsten Aufschluß in einer detailliert abgebildeten Landschaft, wird an dem Führer seine Freude haben.

Eva Opitz

Freiburger Universitätsblätter Jg. 2003, Dez., H. 162/4, S. 251

Bespr.: Fossilien, Heft 5, Sept./Okt. 2003, S. 268 top ↑

Hochrheinregionen zwischen Bodensee und Basel Dieser neueste Band, er trägt die Nummer 94 der "Sammlung Geologischer Führer", ist ungewohnt schwer und dick - ein Hinweis auf die geologische Vielfalt und räumliche Ausdehnung des behandelten Gebietes. Es reicht beidseits des Rheins von Basel bis zum Bodensee und greift im Norden aus in Südschwarzwald und Hegau. Im Süden werden Tafel- und Faltenjura der Schweiz berührt. Dementsprechend umfangreich ist der Exkursionsteil des Buches mit seinen 285 S., auf denen die Fülle des Studierens- und Sehenswerten nur untergebracht werden konnte durch eine gegenüber dem allgemeinen Teil deutlich kleinere Schrift. Für die 20 Exkursionen mit einer Länge zwischen 40 und 90 km braucht man das Auto, es sei denn, man unterteilt sie in kleinere Abschnitte, die sich zu Fuß bewältigen lassen - übrigens keine schlechte Idee angesichts der reizvollen Landschaft beiderseits des Hochrheins, der bekanntlich erst seit Napoleons "Neuordnung der deutschen Lande" die Grenze zur Schweiz bildet. Im angesprochenen Gebiet findet der Fossilienfreund Rotliegendes - im geringen Umfang -, Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, viel Mitteljura und viel Tertiär, letzteres vor allem durch Molasse vertreten. Den Text begleiten Tabellen, Kartenskizze, geologische Schnitte usw. Mit 36 S. sehr üppig sind die Literaturhinweise, gefolgt von Sach- und Ortsregister. Den mit 38,- EUR ungewohnt hohen Preis darf man in diesem fall als durchaus angemessen bezeichnen.

Fossilien, Heft 5, Sept./Okt. 2003, S. 268

Bespr.: Süddeutsche Bauwirtschaft Nr. 9, Sept. 2003, S. 211 top ↑

Der vorliegende geologische Führer Begleitet den Rhein vom Bodensee bis zum südlichen Oberrheingraben. Die Betrachtungen verlaufen sowohl auf rechts- wie auf linksrheinischer Seite. Die geologische Situation bringt es mit sich, dass hier recht unterschiedlichen Baueinheiten zusammentreffen: Schwarzwald-Kristallin, Süddeutsches Schichtstufenland, Molassebecken, Tafeljura und Oberrheingraben.

Süddeutsche Bauwirtschaft Nr. 9, Sept. 2003, S. 211

Bespr.: Erdkunde Bd. 58/2004 H. 1 top ↑

Mit dem Band 94 in der bewährten Reihe der Geologischen Führer ist es dem Bornträger Verlag gelungen eine Lücke in der regionalen Detailbeschreibung einer wichtigen Region im "Dreiländereck" zwischen Süddeutschland, Schweiz und Frankreich zu schließen. Dass hierfür als Verfasser kompetente Geowissenschaftler und Intimkenner der Süddeutschen Geologie gewonnen werden konnten, bürgt für die fachliche Qualität des Führers. O. F. GEYER hat, gemeinsam mit M. P. GWINNER in 1994 bereits den Geologischen Führer Band 67: "Die Schwäbische Alb und ihre Vorländer" verfasst; jeder Regionalgeologe kennt das umfassende Standardwerk von GEYER & GWINNER: "Geologie von Baden-Württemberg", das 1991 bereits in der 4. Auflage erschienen ist.

Unter Rückgriff auf zahlreiche Arbeiten geologischer und petrologischer Regional-Forscher entstand ein 526 Seiten dickes Buch das länderübergreifend zwischen Bodensee und Basel durch eine geologisch wie kulturell überaus vielfältige Landschaft zwischen Schwarzwaldkristallin, Tafeljura, Süddeutschem Schichtstufenland, Molassebecken und Oberrheingraben führt. Bereits die 213 Seiten umfassende regionalgeologische, tektonische und erdgeschichtliche Einführung ist ein wahrer Fundus, nicht nur für den Exkursionisten, sondern auch für den regionalgeologisch Lehrenden, der hier eine übersichtliche Zusammenfassung mit 35 Seiten weiterführender Literatur erhält. Der eigentlich Führer zu den insgesamt 20 Tages- und Mehrtagesexkursionen erschließt dem interessierten Laien ebenso wie dem Fachmann vorbildlich, in der bewährten Weise der Reihe, mit Themenzusammenfassung, Routenbeschreibung und detaillierter Einzeldarstellung der Aufschlüsse, in Text und Bild die Region. Die Autoren geben mit dem vorliegenden Werk dem Hochschullehrer wiederum einen didaktisch vorzüglichen Führer an die Hand, der für kurze Tagesexkursionen ebenso geeignet ist wie für die Vorbereitung und Durchführung "großer" geologischer Exkursionen.

Zugegeben, der Führer ist Vergleich zu den vorherigen Bänden sehr voluminös und damit für das Gelände unhandlicher geworden. Dies ist aber in Anbetracht der Beschreibung einer vielfältigen Geologie und des langen von den Exkursionen berührten Zeitabschnitts vom präkambrischen Grundgebirge über die variskische Ära, bis auf die Kreide das nahezu komplette Mesozoikum, vor allem aber die wechselvolle Tertiär- und Quartärgeologie, seit Alpenbildung, Öffnung des Oberrheingrabens und der glazialzeitlich geprägten jungen Flussgeschichte des Hochrheins, nötig und damit voll berechtigt.

Die Autoren verstehen ihren Führer als "Hommage für den Oberrheinischen Geologischen Verein in einem Kerngebiet seiner wissenschaftlichen Bestrebungen". Diese Hommage ist ihnen in einem Kerngebiet europäischer Geologie sicherlich voll gelungen.

Insgesamt also ein wiederum sehr empfehlenswerter Band in der Sammlung der Geologischen Führer, der jedem regionalgeologisch Interessierten wärmstens empfohlen werden kann und der sicherlich Pflichtbestandteil in den Bibliotheken (nicht nur) der Geologischen Institute sein sollte.

JEAN THEIN

Erdkunde Bd. 58/2004 H. 1

Bespr.: Der Aufschluß, 2/2004 top ↑

Mit dem Erscheinen des jüngsten Bandes aus der Reihe Sammlung Geologischer Führer zur Geologie der Hochrhein-Regionen zwischen Bodensee und Basel liegt nun ein weiterer Exkursionsführer von Borntraeger vor, den sowohl Lehrende an Universitäten, Studenten der Geowissenschaften, Landesgeologen sowie Hobbygeologen und Sammler zur Hand nehmen werden, um Exkursionen in eine der erdgeschichtlich interessantesten Gegenden Deutschlands vorzubereiten. Den Autoren Otto F. GEYER, Thomas SCHOBER und Matthias GEYER ist es gelungen, mit ansprechenden Abbildungen und übersichtlichen Profildarstellungen den Leser nach einer allgemeinen Einführung durch die erdgeschichtlichen Einheiten und deren tektonische Entwicklung zu führen. Den Hauptteil des Bandes nimmt der sehr ausführliche Exkursionsteil ein. Dort werden 20 unterschiedliche Exkursionsrouten mit ausgewählten Aufschlüssen unter Angabe der jeweiligen topographischen Karten und Angabe zur Dauer der Fahrstrecke bzw. Fußwanderung beschrieben. Die geologische Vielfalt dieser Region wird von den Autoren verständlich dargestellt und erweckt sofort das Interesse des Lesers, diese selbst zu erkunden. Die jüngere Literatur wird berücksichtigt und der aktuelle geologische Kenntnisstand auf insgesamt 526 Seiten verarbeitet. Das Buch sollte in keiner geowissenschaftlichen Bibliothek fehlen, wo es bald große Nachfrage finden wird.

Dr. Annette E. GÖTZ, Halle (Saale)

Bespr.: Zeitschrift für Geomorphologie vol. 48 no. 2 top ↑

Dieser Band 94 der Reihe "Sammlung Geologischer Führer" stellt flächendeckend markante geologische Aufschlüsse im Hochrheingebiet und in den Randbereichen der angrenzenden Mittelgebirge (Südschwarzwald und Tafeljura) vor. Er gliedert sich in:

1. Landschaft, Regionalstratigraphie und Flussgeschichte des Hochrheingebietes und 2. Exkursionen mit markanten geologischen Aufschlüssen im Hochrheingebiet. Der erste Teil gewährt einen Einblick in die beschriebene (Kultur-)Landschaft durch einen geschichtlichen Überblick und eine Landschaftsgliederung auf der "Mesoebene". Dabei werden die Landschaftsräume des Südschwarzwalds und des Hochrheintals detaillierter geschildert als jene des Schweizer Jura. Beim geschichtlichen Abriss spürt der Leser die Begeisterung der Autoren für die Thematik. Sie bieten daher auch interessante historische Detailinformationen im Exkursionsteil des Buches dar.

Im Anschluss an die einführende Beschreibung des Forschungsgebietes folgt die Regionalstratigraphie. Zunächst wird ein kompakter Überblick über die kristalline Abfolge des Südschwarzwalds mit lokalen Besonderheiten gegeben. Die kleinen paläogeographischen Übersichtskarten sind sehr anschaulich und einprägsam. Das Jura-Zeitalter wird wegen seiner Bedeutung für das Untersuchungsgebiet sehr ausführlich erörtert, indem drei fazielle Subregionen (Klettgau und Randen, Tafeljura und südlicher Oberrheingraben) separat erläutert werden. Die regionalen genetischen Unterschiede für tertiäre Gesteine werden herausgestellt. So dominiert im östlichen Untersuchungsgebiet die alpine Molassebildung, im Bereich des Oberrheingrabens liegt hingegen ein anderes Bildungsmilieu mit Sedimenttransport aus Norden und Nordwesten vor. Die Ausführungen zum Quartär sind wiederum sehr detailliert, auch neuere Literatur wird einbezogen. Bemerkenswert ist die Dokumentation der quartären Landschaftsentwicklung, die mit der notwendigen Vorsicht bei der stratigraphischen Interpretation erfolgt. Auf den folgenden Buchseiten wird die Flussgeschichte rekonstruiert. Schwerpunkte bilden die Entwicklung des regionalen Flussnetzes und die Entstehung des Hochrheintals im Känozoikum.

Anschließend werden die tektonischen Besonderheiten im Hochrheingebiet beschrieben. Eine tektonische Übersichtskarte wird hier vermisst. Es folgt eine Schilderung der tektonischen Situation in den einzelnen tektogenetischen Einheiten. Die zweite Hälfte des Buches (S. 214 ff.) bilden 20 geologische Exkursionen, wobei in der Regel nur das Hochrheintal und die angrenzenden Mittelgebirgsränder im nahen Umfeld besucht werden. GEYER, SCHOBER & GEYER schildern zuerst die rechtsrheinischen (nördlichen) geologischen Routen vom Bodensee bis zum Rheinknie bei Basel, die überwiegend in Deutschland liegen und alle landschaftlichen Teilräume erfassen. Dabei werden neben Exkursionsstandorten für den Überblick über Landschaftsräume und Tektogenese Aufschlüsse mit Gesteinen des Paläozoikums, Mesozoikums und Känozoikums ausführlich beschrieben. Bei Basel wechseln die Autoren thematisch die Flussseite und beschreiben die Touren im Sundgau und Jura auf Schweizer Gebiet bis nach Schaffhausen. Mit vier Exkursionen wirken die linksrheinischen Teilregionen etwas unterrepräsentiert, ohne jedoch die wichtigen Aufschlüsse zu vernachlässigen, da sich GEYER et al. auf Lokalitäten in unmittelbarer Rheinnähe beschränken. Schwerpunkte stellen südlich des Rheins Tektonik und die Abfolge des Juras dar.

Bemerkenswert ist die Mitarbeit zahlreicher Experten bei der Zusammenstellung des geologischen Führers. Einen erheblichen Anteil am Entstehen des Werkes hatten z. B. auch die Mitglieder des Oberrheinischen Geologischen Vereins durch Diskussionen mit den Autoren während verschiedener Tagungen. Als besonders positiv ist die kritische Hinterfragung des Quartärs (S. 126 ff.) herauszustellen. Das gesamte stratigraphische Kapitel ist letztlich sehr gut gelungen und durchaus lesenswert. Die über 600 Titel des Schriftenverzeichnisses belegen eine tiefgründige Literaturaufbereitung und ermöglichen den Nutzern vertiefende Studien. Als weniger passabel müssen die graphischen Elemente erwähnt werden. Die Karteninhalte sind überwiegend unpraktisch. Es gibt z. B. nur zwei kleinmaßstäbige Kartenskizzen der Exkursionsrouten ohne weiterführende landschaftsräumliche und geologische Informationen. Die Reisewege werden im Detail nur verbal beschrieben. Eine Übersichtskarte zu Beginn des Textteiles jeder Exkursion wäre empfehlenswert, ebenso ein zusammenfassendes Schaubild der regionalen Stratigraphie. Auch wären stratigraphische Übersichten bei manchen Aufschlüssen hilfreich - vor allem für interessierte Laien ohne vertiefte Regionalkenntnisse.

Fazit: Die Autoren haben ein schönes und inhaltsreiches Buch geschrieben, in das profunde Regionalkenntnisse eingingen. Der Band ist für Geowissenschaftler und Wissbegierige in Süddeutschland und der Nordschweiz unerlässlich.

RANDY KOCH, Basel

Zeitschrift für Geomorphologie vol. 48 no. 2

Bespr.: Berichte der Naturforschenden Gesellschaft Freiburg i. Br. vol. 93 p. 16 top ↑

Der vorliegende Führer ist mit 526 Seiten einer der umfangreichsten in der Reihe "Sammlung Geologischer Führer" und damit auch für das Gelände einer der Unhandlichsten. An Seitenumfang wird er nur noch von Band 86 "Südalpen" des gleichen Autors mit 576 Seiten übertroffen. Den Autoren der "Hochrhein-Region" scheint die allseits anerkannte naturräumliche Gliederung des Bereiches "Hochrhein" völlig aus den Händen geglitten sein. Wie könnte es sonst sein, dass z.B. Weitenauer Vorberge, Markgräfler Land, Randen und Rheingrabenflexurzone als Hochrhein-Region bezeichnet werden. Auch die Widmung an verdiente Fachkollegen rechtfertigt meines Erachtens nicht eine solche Missachtung der naturräumlichen Gegebenheiten. Die wirklich tiefschürfende Recherche der Autoren hätte eine Darstellung in Buchform angebrachter erscheinen lassen. Bei einem Festhalten an der räumlichen Konzeption hätte man je einen handhabbaren Führer für den Ost- bzw. Westteil erstellen sollen.

Im 2. Kapitel werden die Kristallinen Gesteine und die sedimentäre Abfolge vom Perm bis ins Quartär ausführlich behandelt. Besonders verdienstvoll sind die Ausführungen über das Quartär zu beurteilen. Es folgen Kapitel über die Flussgeschichte des Hochrheins und die Tektonik. Diese Erklärungen nehmen 214 Seiten ein. Im 5. Kapitel werden auf 254 Seiten 20 Exkursionen sehr detailliert beschrieben. Sie verlaufen weitausgreifend rechts- und lindrheinisch und berühren z.B. auch den Tafeljura und bei Leymen in Frankreich die sog. Landskronkette.

Dankenswert für den regional Interessierten ist das umfangreiche 32 Seiten starke Literaturverzeichnis. Sach- und Ortsregister schließen sich an. Bei dem Umfang bleibt es nicht aus, dass im Orts- bzw. Sachregister Lücken klaffen. So taucht beispielsweise das Naturdenkmal Eichener See im Ortsregister überhaupt nicht auf. Im Sachregister fehlt beim Stichwort "Eichener See" die Seitenangabe über den Halt 4 der Exkursion 12 völlig (Seite 355). Bei den Exkursionspunkten vermisst man die Angaben über die Rechts- und Hochwerte, wie sie bei den zuvor besprochenen Führern selbstverständlich sind. Trotz der geäußerten Kritik ist in jahrelanger Arbeit ~v~les Kompendium.ent- standen. Gut lesbare Profilsäulen, Profilschnitte und Kärtchen erläutern den fachlich schwierigen Text.

Erstaunlich, dass sich der Preis für den enormen Seitenumfang mit 38,00 EUR gegenüber anderen Führern dieser Reihe in gemäßigten Grenzen hält.

Berichte der Naturforschenden Gesellschaft Freiburg i. Br. vol. 93 p. 162

Inhaltsverzeichnis top ↑

I. Einführung 1
1. Landschaftliche Gliederung 1
2. Der Hochrhein 9
3. Topographische und geologische Karten 13
II. Kristalline Gesteine und sedimentäre Abfolge 18
1. Grundgebirge 18
1.1. Metamorphite 20
1.2. Magmatite und Palingenite 25
1.3. Ganggesteine 34
1.4. Erz- und Mineralgänge 37
2. Permokarbon 38
3. Trias 42
3.1. Buntsandstein 42
3.2. Muschelkalk 47
3.3. Keuper 57
4. Jura 64
4.1. Randen und Klettgau 66
4.2. Tafeljura 77
4.3. Südlicher Oberrheingraben 87
5. Tertiär 91
5.1. Siderolithikum 91
5.2. Molasse im westlichen Bodensee-Gebiet und Klettgau 93
Untere Meeresmolasse 96
Untere Süßwassermolasse 96
Obere Meeresmolasse mit Brackwassermolasse 99
Obere Süßwassermolasse
5.3. Molasse-Bildungen im Tafeljura 116
5.4. Südlicher Oberrheingraben 119
6. Quartär 126
6.1. Pleistozän 126
Biber-Donau-Komplex 131
Günz-Haslach-Mindel-Komplex 133
Cromer-Komplex 142
Riß-Komplex 151
Würm-Komplex 158
Löß 172
Pleistozäne Massenverlagerungen 173
6.2. Holozän 176
III. Flußgeschichte des Hochrheines zwischen Bodensee und Basel 182
IV. Tektonik 192
1. Schienerberg-, Randen- und Klettgau-Verwerfungen 195
2. Hotzenwald-Störungen und Bruchzone von Wehr 198
3. Tektonik der Dinkelberg-Scholle 199
4. Rheintal-Flexur und südlicher Oberrrheingraben 204
5. Tektonik im Tafeljura 207
6. Faltenjura 212
V. Exkursionen 214
1. Schiener Berg 214
2. Zwischen Schaffhausen, Stein a. Rhein und dem Hegau 225
3. Schaffhausen und Umgebung 237
4. Randen 247
5. Schaffhauser Klettgau 252
6. Badischer Klettgau I mit Ostrand des Hotzenwaldes 261
7. Badischer Klettgau II mit Kleinem Randen 273
8. Pleistozän zwischen Schaffhausen und Waldshut-Tiengen 293
9. Umgebung von Waldshut-Tiengen und Laufenburg 315
10. Mittlerer Hotzenwald 328
11. Westlicher Hotzenwald 338
12. Unteres Wehra-Tal und nordöstlicher Dinkelberg 350
13. Weitenauer Berge 359
14. Dinkelberg 367
15. Umgebung von Lörrach 379
16. Südliches Markgräflerland 392
17. Basel und Umgebung 406
18. Tafeljura I zwischen Ergolz und Fricktal 421
19. Tafeljura II zwischen Fricktal und Zurzach 440
20. Rheinaufwärts von Zurzach über den Irchel nach Schaffhausen 453
Literatur 468
Sachregister 504
Ortsregister 521

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Dieser Führer begleitet den Rhein vom Bodensee bis zum südlichen Oberrheingraben. Die Exkursionen verlaufen sowohl auf rechts- wie auf linksrheinischer Seite und beschreiben die Geologie (Schichtstufenland, Molasse, Tafeljura, Schwarzwald, Rheingraben) sowohl auf der schweizerischen, französischen und deutschen Seite.