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Hartmut Leser:

Landeskundlicher Führer durch Rheinhessen

Rheinhessisches Tafel-und Hügelland

1969. X, 253 Seiten, 1 Tabelle, 9 Karten, 11x19cm, 380 g
Language: Deutsch

(Sammlung geographischer Führer, Band 5)

ISBN 978-3-443-16001-2, brosch., price: 17.00 €

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Contents

Text aus dem Prospekt top ↑

Zu Recht wünschten die deutschen Geographen das Wiedererscheinen der "Sammlung geographischer Führer", die Norbert Krebs begründete und die mit diesem Band wieder auflebt. Die Bände 1--4 sind vor dem Krieg erschienen und nicht mehr lieferbar.

In einer allgemein verständlichen Weise geschrieben, sind diese Führer einmal für interessierte Laien gedacht, die in die inneren Zusammenhänge einer Landschaft eindringen möchten, zum zweiten sollen sie die Studenten der benachbarten Hochschulorte beim selbständigen Erarbeiten der Umgebung unterstützen und drittens wollen sie den Lehrern Anregungen und Anleitungen für ihren heimatkundlichen und geographischen Unterricht geben. Schon bald werden weitere Bände folgen, die stets reichlich mit Karten, Abbildungen, Skizzen usw. versehen werden. Die Autoren der einzelnen Führer sind immer gute Kenner der behandelten Gebiete.

Der vorliegende Band ist Rheinhessen, einer der deutschen Kernlandschaften, gewidmet. Geographisch wird der Raum auch Rheinhessisches Tafel- und Hügelland genannt. Höhere Waldgebirge umgeben es, die für die Plateaus mit den breiten dazwischengeschalteten Ausraumzonen eine wirklungsvolle Kulisse bilden. Im Norden sind es Taunus und Hunsrück, im Westen das Saar-Nahe-Bergland und im Süden die Haardt. Allein im Osten fehlt die bewaldete Grenze, hier geht Rheinhessen in das Oberrheinische Tiefland über.

Trotz aller wirtschaftlichen Wandlungen rigsum ist Rheinhessen ein fast reines Agrargebiet geblieben, unter anderem bedingt durch sein günstiges Klima, das besondere Relief und seine guten Böden. Die natürliche Gunst des Raumes hat auf den Gang der Geschichte schlechthin, besonders jedoch auf die Besiedlung und auf die Entstehung bedeutender kulturhistorischer Zentren (man denke nur an Ingelheim, Mainz und Worms) großen Einfluß genommen. Der natürliche Reichtum und die Lage im Herzen Europas waren es, die hier zum Entstehen eines politischen und wirtschaftlichen Kernlandes führten.

Bei flüchtiger Betrachtung läßt sich weder ahnen, welche Bedeutung das Land jetzt für uns besitzt, noch was hier einmal vor sich ging. Der vorliegende Führer soll deshalb nicht nur mit den natürlichen Verhältnissen bekanntmachen, sondern daneben die große Vergangenheit Rheinhessens und seine heutige Bedeutung aufzeigen.

Die Hauptaufgabe des Führers ist es naturgemäß, Exkursionen vorzuschlagen, sie zu beschreiben und darauf hinzuweisen, was sich auf diesen Routen und Wanderungen alles beobachten läßt; und wieviel entdeckt man ohne eine solche Anleitung sonst nicht! Die Exkursionen wurden nur in die Gruppen "Städte", "kleinere " und "größere Exkursionen" unterteilt. So können sie leicht frei gestaltet und ganz nach Belieben kombiniert werden. Gute Karten wird man stets brauchen, die geeignetsten sind deshalb erwähnt. Wer sich intensiv mit einem Gebiet beschäftigen will, findet zusätzlich noch die wichtigste Literatur genannt.

Die großen Touren erfordern in jedem Fall ein Fahrzeug, sie sind in der Regel in einem Tag zu bewältigen. Die kleinen sind meist für einen ganzen Tag berechnete Fußwanderungen, während sich die Städterundgänge in einem halben Tag abwickeln lassen.

Trotz des Charakters als weithin bekannte Kern- und Durchgangslandschaft fehlt bis heute eine eigentliche Landeskunde. Das bisher vorhandene, inhomogene Material verschiedener Wissenschaftszweige ist über die gesamt Literatur verstreut. Der Verfasser hat sich deshalb bemüht, in dem Buch neben dem eigentlichen Exkursionsführer noch den Abriß einer Landeskunde vorzulegen.

Interessenten: Geographen, Heimatkundler, Lehrer an Haupt-, Oberschulen und Gymnasien, Geologen, Lanschaftsschutz, Straßenbau, Wasserbau, Kommunalverwaltungen, Landesverwaltungen, Heimat- und Wandervereine.

Inhaltsverzeichnis top ↑

Geleitwort V
Vorwort VI
1. Einleitung 1
2. Allgemeiner landeskundlicher Überblick 5
2.1. Die Natur der Landschaft 5
2.1.1. Lage und Umgrenzung 7
2.1.2. Bau und Relief 9
2.1.3. Böden 29
2.1.4. Gewässer 35
2.1.5. Klima 42
2.1.6. Pflanzenleben und Tierwelt 52
2.1.7. Gliederung des Rheinhessischen Tafel- und
Hügellandes 59
2.2. Der Mensch und die Landschaft 66
2.2.1. Besiedlung und Geschichte 68
2.2.2. Wirtschaft und Verkehr 98
3. Exkursionen 106
3.1. Die Städte im Rheinhessischen Tafel— und Hügelland
und an seinem Rande (Stadtrundgänge) 107
3.1.1. Mainz 108
3.1.2. Worms 116
3.1.3. Bingen . 123
3.1.4. Alzey 128
3.1.5. Kirchheimbolanden 132
3.2. Kleinere Exkursionen im Rheinhessischen Tafel— und
Hügelland (Wanderungen) 136
3.2.1. Riedelland und Südrheinhessische Kalkplateaus:
Worms — Monsheim — Zell — Marnheim 136
3.2.2 Westrand des Rheinhessischen Tafel- und Hügellandes: Alzey —
Weinheim - Heimersheim - Flonheim 162 .
3.2.3 Mittleres Rheinhessisches Tafel- und Hügelland:
Petersberg — Spiesheim — Wörrstadt 176
3.2.4 Ostrheinhessische Plateaus: Oppenheim — Nierstein —
Nackenheim — Laubenheim 191 .
3.2.5 Das Land um den Wißberg: Wallertheim — Wißberg — Sprendlingen 205 3.2.6 Nördliches Rheinhessisches Tafel- und Hügelland: Rochusberg —
Ockenheim - Ingelheim 219
3.3 Größere Exkursionen durch das Rheinhessische Tafel-
und Hügelland unter Einschluß einiger Nachbarlandschaften 235
3.3.1 Der Süden. Riedelland — Plateaus — Haardtrand:
Worms - Donnersberg — Sippersfeld — Ramsen —
Eisenberg — Asselheim — Worms 235
3.3.2 Der Südwesten. Plateaus — Rotliegend-Bergland
— Nordrand der Haardt: Kirchheimbolanden —
Donnersberg — Rockenhauscn — Otterberg — Enkenbach — Hochspeyer —
Frankenstein — Bad Dürkheim 238
3.3.3 Der Westen und Nordwesten. Plateaus — Rotliegend-Bergland —
Unteres Naheland: Alzey — Fürfeld — Bad Kreuznach — Bingen 241
Orts- und Sachverzeichnis 245