Population Studies
Ed.: Royce E. Longton
1997. 309 pages, 22x14cm, 680 g
Language: English
(Advances in Bryology, Band 6)
ISBN 978-3-443-52004-5, bound,
availability and price on request
Contents
English descriptionReview: Nova Hedwigia 86, 1-2 (1999)
Bespr.: Herzogia, Bd. 14, S. 229 (2000)
Contents
This collection of review papers by an international team of specialists will serve both to consolidate the information derived from a recent flurry of activity in bryophyte population studies and to emphasise the many remaining problems that we can now hope to address through the application of advancing techniques in molecular biology and simulation modelling, in combination with more traditional field observations and experiments.
Till now, our knowledge on this subject has been very poor in comparison with that of higher plants, i.e. spermatophytes. Alone the question on the population in liverworts in the first contribution is significant for the knowledge of this item. The contribution on the gametophyte-sporophyte variation and covariation is merely of theoretical value. Unfortunately, in the third contribution on reproductive biology and life-history strategies the terms life-history and life strategy are mixed up and life strategies are not seen as functional types as done anywhere else. Also, the relevant up to date literature is not considered sufficiently. It is merely a compilation. Of great importance on one of the topics in this volume is the 'bryophyte diaspore bank'. It is the first comprehensive presentation of this item. But it would surely be better to do without theoretic simulation models and speculations and present more details in the review articles, i.e. expecially on the occurrence of asexual diaspores.
The contributions on 'competition' and 'niche theory' deal with classical subjects; the one on 'metapopulations' treats a more recent topic. The families of the Splachnaceae and Polytrichaceae are chosen for detailed studies. However, these two papers are rather examples of a modern description of the behaviour of the members of the families, surely very necessary. Surely, the volume will consolidate the current information from recent activities in bryophyte population studies.
Nova Hedwigia 68, 1-2 (1999), p. 278, W. FREY, Berlin
Populationsstudien geben uns nicht nur wichtige Einblicke in die Biologie der Moose, die als haploide grüne Pflanzen eine besondere Stellung im Pflanzenreich einnehmen, sondern sind auch unerlässliche Grundlage für eine moderne Systematik. Der erste (und einzige hepatikologische) Beitrag von H. BISCHLER und M. C. BOISSELIER-DUBAYLE über Populationsgenetik und Variation bei Lebermoosen behandelt gerade dieses Thema ausführlich, wie das Erfassen der genetischen Variabilität zwischen und innerhalb von Populationen zur Artabgrenzung benutzt werden kann. Die kürzlich erfolgte Nachweis von Allopolyploidie bei Lebermoosen, vermutlich nicht so selten wie früher vermutet, deutet auf die Wichtigkeit solcher Prozesse bei der Artbildung hin. In Anhang wird eine hervorragende Zusammenfassung der verschiedenen Techniken gegeben, die in der molekularen Systematik gebraucht werden.
Im zweiten Artikel von A. J. SHAW und S. C. BEER über Gametophyt-Sporophyt Variation und Kovariation bei Laubmoosen werden zunächst die Konzepte "Fitness" und "Fortpflanzungserfolg" bei Moosen und andern Embryophyten diskutiert, bevor die Kovarianz der beiden Generationen anhand von zwei Modellen dargestellt wird. Das eine hat gewöhnliche Kulturversuche eingebaut, das andere, aufwendigere, experimentell kontrollierte Kreuzungen. Die Untersuchung der genetischen Kovarianz zwischen den beiden Generationen muss die Auftrennung in Merkmale berücksichtigen, die durch den mütterlichen Gamelophyten beeinflusst sind, und jene, die sich in denselben Genen beider Generationen ausdrücken.
R. E. LONGTON'S Beitrag behandelt Beziehungen zwischen Fortpflanzungsbiologie und Lebensstrategien. Mit abnehmender Lebensdauer des Gametophyten nimmt bei Kolonisten, Kurzlebigen und Pendlern die Tendenz zu Monözie und grösserem Fortpflanzungsaufwand zu. Anhand dieser und weiterer Analysen produktionsbiologischer Faktoren werden Gründe für die Seltenheit bei Moosen diskutiert.
Die Rolle von Diasporenbanken für das Überleben von Moospopulationen wird von H. J. DURING aufgeleuchtet, jene des Wettbewerbs, der Konkurrenz, von H. RYDIN. Nancy G. SLACK stellt neuere Entwicklungen in der Erforschung der Nischenbeziehungen bei Moosen vor, wobei auch experimentelle Untersuchungen eingeschlossen sind.
L. SODERSTROM und T. HERBEN wenden Metapopulationmodelle zur Darstellung moospopulationsdynamischer Prozesse an. Bis jetzt sind aber dafür noch wenig Felddaten vorhanden.
Nach diesen allgemeinen Ausführungen wird der Band durch zwei Fallstudien abgeschlossen. P. C. MARINO hat Wettbewerb, Ausbreitung und Koexistenz von Splachnaceae in unregelmassig verteilten Habitaten untersucht. Zwei Tetrapodon - Arten und zwei Splachnum - Arten können durch Aufteilung der möglichen Habitate entlang eines Feuchtegradienten oder durch jahreszeitliche Aufteilung koexistieren. Die Populationsbiologie der Polytrichaceae von R. WYATT und G. S. DERDA konzentriert sich vor allem auf populationsgenetische Aspekte. Erfolgreiche Sporenkeimung konnte noch nicht nachgewiesen werden. Trotz eingeschränktem Genfluss ist aber die genetische Variabilität höher als für Organismen mit dominanter haploider Generation erwartet würde, aber doch geringer als bei den meisten anderen Moosen.
Es ist erstaunlich, dass auch für diesen Band eine Reihe hervorragender Autoren gefunden werden konnte,. die mitten in der Dynamik ihres Fachgebietes stehen. Im heutigen wissenschaftspolitischen Umfeld, wo Forscher im Hinblick auf ihre Karriere und ihr Überleben sich darauf konzentrieren müssen, in von den Evaluationsbehörden anerkannten Zeitschriften zu publizieren, ist es umso bemerkenswerter, dass es dem Herausgeber gelungen ist, die kompetentesten Spezialisten für einen Beitrag zu gewinnen. Es wäre zu begrüssen, wenn diese Serie auch in nichtbryologischen Kreisen gelesen würde.
Patricia Geissler
Herzogia, Bd. 14, S. 229 (2000)
by H. Bischler and M. C. Boisselier-Dubayle 1
Gametophyte-Sporophyte Variation and Covariation in Mosses,
by A. Jonathan Shaw and Samuel C. Beer 35
Reproductive Biology and Life-History Strategies, by R. E. Longton 65
Bryophyte Diaspore Banks, by H. J. During 103
Competition Canons Bryophytes, by Hakan Rydun 135
Niche Theory and Practice: Bryophyte Studies, by Nancy G. Slack 169
Dynamics of Bryophyte Metapopulations, by Lars Söderström
and Tomas Herben 205
Competition, Dispersal and Coexistence of Splachnaceae
in Patchy Habitats, by Paul C. Marino 241
Population Biology of the Polytrichaceae, by Robert Wyatt
and Gregory S. Derda 265
Index 297