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Rupert Lenzenweger:

Desmidiaceenflora von Österreich, Teil 3

[The desmid flora of Austria, Part 3]

1999. 1. Auflage, 218 Seiten, 22 Tafeln, zahlr. Abb., 14x22cm, 470 g
Language: Deutsch

(Bibliotheca Phycologica, Band 104)

ISBN 978-3-443-60031-0, brosch., price: 49.00 €

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Phykologie Desmidaceen Flora Österreich desmid Austria

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Wie schon die Gattung Staurastrum im Teil 2 dieser Flora, wurde in diesem 3. Teil auch die Gattung Cosmarium in sogenannte Artengruppen aufgegliedert. Mit solchen Aufgliederungen soll die Einordnung von Taxa artenreicher Gattungen in ein übersichtliches und vor allem in ein für die Praxis anwendbares und leicht zu handhabendes System erreicht werden. Auf Übersichtlichkeit wurde in erster Linie auch deshalb so viel Wert gelegt, weil der Gebrauch dieser Flora einem möglichst großen Kreis von Benützern zugänglich gemacht werden soll und sie nicht nur von den professionellen Phykologen, sondern auch von Amateurphykologen nutzbringend in die Hand genommen werden sollte. Aus dem gleichen Grund wurden sowohl die Darstellungen der Artengruppen als auch die Artenschlüssel mit zahlreichen Abbildungen versehen.
Die Artengruppen wurden nach rein morphologischen Gesichtspunkten erstellt und die ihnen jeweils zugeordneten Taxa sollten ganz bestimmte und gut definierte gemeinsame Merkmale haben. Daß dies nicht immer hundertprozentig möglich war und Kompromisse nicht zu vermeiden waren, liegt in der Natur der Sache. Diesen Gruppen kommt natürlich keine taxonomische Rangstufe zu und sie spiegeln auch keine phylogenetischen oder verwandtschaftlichen Beziehungen wider, sie dienen lediglich der Ubersichtlichkeit. Daß schon frühere Autoren (u.a. HANSGIRG (1888), DE TONI ( 1889), WEST & WEST (1905), KREGER (in KREGER & GERLOFF 1969), PRESCOTT et al. (1981)) bemüht waren, die Gattung Cosmarium in Gruppen oder Sektionen aufzuspalten, unterstreicht anschaulich die Schwierigkeiten, die Reichhaltigkeit der Formen innerhalb dieser Gattung überschaubar zu machen und in eine brauchbare Gliederung zu bringen.

Als Kriterien einer Differenzierung kommen nur auffällige und leicht erkennbare Merkmale in Frage und damit ist eine Grobgliederung in: "Zellwand glatt oder punktiert" (Artengruppe I-III) und in "Zellwand granuliert, warzig oder papillös" (Artengruppe IV-VII) mehr oder minder bereits vorgegeben. Als weitere Differenzierungsmerkmale innerhalb der beiden Großgruppen bieten sich dann die Formen der Zellhälften und der Verlauf der Zellränder (glatt, gewellt) einerseits und die der Zellwandornamentierung (mit oder ohne Mittelornamentierung, siehe dazu Seite NK) andererseits an. Es sollte dabei aber nicht übersehen werden, daß gerade letztere mitunter recht variabel sein kann, was gar nicht so selten auch Anlaß zur Neubeschreibung intraspezifischer Taxa war und ist. In etwas abgeschwächter Form betrifft dies vereinzelt sicherlich auch die Zelldimensionen ("f. minor"), die vielfach von unterschiedlichen ökologischen Faktoren beeinflußt werden.

Abweichend von den beiden vorhergehenden Teilen der Desmidiaceenflora von Österreich erfolgt die Beschreibung der Arten nicht durchgehend, sondern nur innerhalb der Artengruppen in alphabetischer Reihenfolge. Zum Aufsuchen einzelner Taxa ist ihre fortlaufende Numerierun(J in der Artenbeschreibung maßgeblich und diese daher sowohl in den Artenschlüsseln als auch bei den Beschriftungen der Bildtafeln jeweils angegeben. Möge die mit diesem 3. Teil nun abgeschlossene "Desmidiaceenflora von Österreich" die Zwecke erfüllen, die mir stets vorschwebten und die auch der eigentliche Anlaß zu deren Abfassung waren:
1. eine Bestandsaufnahme der bisher in Österreich gefundenen Desmidiaceen zu sein und den Studenten und den nicht auf diese Algengruppe spezialisierten Phykologen eine, wenn auch nur gebietsbezogene Arbeitsunterlage in die Hand zu geben und
2. dem Amateurphycologen die Möglichkeit zu geben, die von ihm selbst aus den unterschiedlichsten Gewässern gesammelten Desmidiaceen zu bestimmen und ihn damit, über die Freude am Betrachten dieser schönen Algenformen hinausgehend, zu wissenschaftlicher Arbeit anzuregen.

Anmerkung des Verlags:

Der vierte, abschließende Teil erschien 2003 (Bibliotheca Phycologica Band 111).

Bespr.:"Mikrokosmos, Januar 2000,89. Jg.,H.1" top ↑

Nun ist der dritte und letzte Teil dieser Desmidiaceen-Serie erschienen. Wie nicht anders zu erwarten war, sind bei dem vorliegenden Buch die gleichen (hohen) inhaltlichen, gestalterischen und herstellarischen Qualitätsstandards eingehalten worden wie bei den beiden Vorgängern. Ruppert Lenzenweger ist mir diesen drei Büchern sicherlich das gelungen, was er in der Einleitung zu diesem letzten Band schreibt, nämlich den Amateurphycologen die Möglichkeit zu geben, die von ihm selbst aus den unterschiedlichsten Gewässern gesammelten Desmidiaceen zu bestimmen und ihn damit ihrer die Freude am Betrachten dieser schönen Algenformen hinausgehend, zu wissenschaftlicher Arbeit anzuregen.
Die MIKROKOSMOS-Redaktion erhofft sich daraus natürlich zukünftig ein entsprechendes Manuskriptangebot von den Nutzern dieser Bücher!
Klaus Hausmann, Berlin
Bespr.:"Mikrokosmos, Januar 2000,89. Jg.,H.1"

Bespr.: Ber.Bayer.Bot.Ges., Bd. 69/70,2000,S.246 top ↑

Der vorliegende dritte Teil der Desmidiaceenflora von Ösrerreich beinhaltet 2 Gattungen (Cosmaium und Cosmocladium) und einen Nachtrag zur Gattung Staurastrum. Dieser das Gesamtwerk; abschließende Band beschäftigt sich fast ausschließlich mit der Thematik und den Schwierigkeiten um die Gattung Cosmarium. Die sehr artenreiche Gartung wird, wie schon die Gattung Staurastrum im Band 2, der besseren Übersichtlichkeit und Anwendbarkeit des Schlüssels wegen in Artengruppen aufgeschlüsselt. Diese Gliederung erfolgt aufgrund rein morphologischer Merkmale in sieben Gruppen, wobei auch die durch ökologische Faktoren bedingte Variabilität bestimmter Taxa berücksichrigt wurde. Zur besseren Übersichtlichkeit wurde das Konzept des Buches im Vergleich zu den vorangegangenen Bänden etwas abgeändert, die Beschreibung der einzelnen Arten erfolgt nicht fortlaufend, sondern nur innerhalb der einzelnen Artengruppen alphabetisch. Von der Gartung Cosmocladiurm ist nur eine Art, Cosmocladium constrictum, für Österreich beschrieben.

E. Facher
Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft, Bd. 69/70, 2000, S.246

Bespr.: Blumea, vol. 44, no. 2, 1999, p. 495/496 top ↑

This third and last part of the Desmid Flora of Austria is as well-illustrated and as user-friendly as the first two volumes. Now the genera Cosmarilum (193 taxa) and Closmocludium ( I species) are treated, together with an addition to Staurastrmn, where the very beautiful alga 5. arcfiscon is recorded, described and figured. The format of the third part again slightly differs from the other parts; in the present one the species are alphabetically ordered within seven species groups, not just in alphabetical sequence within the genus, as in other genera. The set-up used in the chapters on the different taxa is as in volume 2 and this time, in contrast to the two first parts, I cannot complain about citation of references. The references recorded in connection with the figures are also complete this time, although omissions from the two earlier volumes have not fully been corrected. In the 'Einleitung' still two authors are mentioned for which the references cannot be found in the list ('Bibliographie').

It is a useful small series of books, full of illustrative drawings and it is recommended for libraries of phycologists, limnologists and all authorities on water quality and water quality control.

W.F. PRUD HOMME VAN REINE

Rev: Acta Botanica Hungarica 42, 1999/2000, p. 358/359 top ↑

The third volume of this book deals with the important genus of Cosmarium and the small one of Cosmcladium. First, the author presents in detail the morphology and terminology of cell shape and cell wall ornamentation types of different Cosmarium species.

Seven species-groups are differentiated: first based on global view of cell shape, then combining the cell shape and cell wall structure. After that, keys of these groups differentiating the species, are found. Many drawings complete the keys, to distinguish and determine the species. Among the species, many varieties are included in the keys, too.

The main part of the taxonomic chapter contains the description of species. There is the name and synonym(s) of the taxon, the important literature concerning on it, the morphological characteristics, and its occurrence with a few words about the ecology. More than 2,000 drawings are present on 66 tables to help the determination of 193 species, and several varieties of Cosmarium genus. The complete references of the whole book is found in this volume. Many Cosmarium species are important in biological water qualification and several of them are enumerated in red lists. This book deals with Austrian Desmidiaceae, but it is useful all over the world. Therefore, I warmly recommend this excellent manual to all algologists and applied hydrobiologists working with phytoplankton and periphyton. This book is useful for university education, too.

K. T. Kiss

Acta Botanica Hungarica 42, 1999/2000, p. 358/359

Inhaltsverzeichnis top ↑

1. Einleitung 1
2. Taxonomischer Teil 3
Gattung Cosmarium 3
Gattung Cosmocladium 157
Nachtrag zu Teil 2 (Gattung Staurastrum 158
Tafeln 45-66 159
Index 204
Bibliographie 210